September 9, 2021
Von Anarchist Black Cross Ruhrgebiet
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Beim Antiknasttag am 01.10.2021 wollen wir die Doku : „Ella: Von den LĂŒgen der Staatsmacht, die einschĂŒchtern und verschleiern will“ zeigen.

Ort: Alibi – Zentrum fĂŒr Kunst und Soziales, Holzstraße 12, 45142 Essen

Offen ab 17 Uhr

Filmstart 18 Uhr

Es wird ein Coronaschutz-konzept geben.

Wenn möglich testet euch vorher.

Darum wird es in den Film gehen :

Es war ein abschreckendes Urteil nach einer langen Untersuchungshaft: Die immer noch „unbekannte Person Nr. 1“ wurde vom Amtsgericht Alsfeld zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das dramatische Gerichtsverfahren basierte dabei komplett auf Erfindungen. Mehrere SEK-Polizisten tischten eine frei erfundene Story zu den AblĂ€ufen bei der RĂ€umung der Waldbesetzung gegen die A49 im Herbst 2020 auf. Sie phantasierten von Fußtritten und KniestĂ¶ĂŸen, Lebensgefahr, Todesangst und Verletzungen. GeschwĂ€rzte Atteste mit gar nicht zum Tattag passenden Daten wurden als Beweise akzeptiert, WidersprĂŒche zwischen Aussagen am Tag selbst und den konstruierten VorwĂŒrfen Tage oder Wochen spĂ€ter zu MissverstĂ€ndnissen umetikettiert. Es war völlig klar: Mit „Ella“, wie die unbekannte Person (UP1) genannt wird, war ein Zufallsopfer gefunden, um die ganze Bewegung zu diskreditieren und abzuschrecken. Offenbar war den Lobbyist*innen einer Weiter-so-Autogesellschaft und der autoritĂ€r-politischen Justiz ein Schlag gegen Verkehrswende-Aktive wichtig, da diese durch die Besetzung des Dannenröder Waldes deutlich gestĂ€rkt wurden. Der Alsfelder Richter SĂŒĂŸ machte sich zum Handlanger und willigen Vollstrecker. Paradox: Er schwĂ€chte die Verteidigung von Ella durch die Ablehnung von zwei der drei vorgesehenen Verteidiger*innen mit dem absurden Argument, diese seien kritisch gegenĂŒber dem Autobahnbau eingestellt. Er selbst gehört einer Partei an, die auf regionaler und ĂŒberregionaler Ebene offen fĂŒr den Autobahnbau eintritt – doch fĂŒr ihn galt die erfundene Regel politischer NeutralitĂ€t nicht.
Der Film „Ella“ ist eine Antwort auf die Justizskandale. Solidarische ZusammenhĂ€nge haben in akribischer Recherchearbeit einen Dokumentationsfilm erstellt, der klar belegt, was an dem verhĂ€ngnisvollen 26.11.2020 im Dannenröder Wald wirklich geschah. Staatsanwaltschaft und Amtsgericht wollte die Beweise fĂŒr die LĂŒgen der Polizei nicht zur Kenntnis nehmen. Der Film wird sie zeigen. Er wird erstmals am 1. Oktober, dem Jahrestag des Polizeiangriffs auf die Waldbesetzung aufgefĂŒhrt – an gleichzeitig sehr vielen Orten. Informationen fĂŒr alle, die solche VorfĂŒhrungen organisieren, und die Liste der Spielorte, werden auf https://ella.siehe.website und https://freethemall.blackblogs.org/unbekannt/ veröffentlicht.




Quelle: Abcruhr.noblogs.org