Mai 24, 2021
Von SchwarzerPfeil
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Der folgende Artikel erschien im MĂ€rz 2021 in der Zeitung Kurzschluss Nr. 3.


Die derzeit zur Anwendung kommenden Impfstoffe gegen Corona haben es in sich. Sie entstammen dem Forschungsgebiet der Genetik, einer Technologie die Schritt um Schritt an ihrer Normalisierung arbeitet und dabei letztlich nur eines im Sinn hat: Die totale Kontrolle des menschlichen Lebens.

Zwei der derzeit in der EU zugelassenen Impfstoffe basieren auf einer bisher recht unerprobten Technologie. Bei ihnen handelt es sich um sogenannte mRNA-Impfstoffe. mRNA steht fĂŒr messenger-RibonukleinsĂ€ure und entsteht natĂŒrlicherweise wĂ€hrend der sogenannten Transkription der DNA einer Zelle im Zellkern. Eine mRNA ist sozusagen eine Abschrift eines bestimmten Bereichs der DNA, der quasi die Bauanleitung fĂŒr ein bestimmtes Protein enthĂ€lt. Die mRNA verlĂ€sst daraufhin den Zellkern und wird dann an sogenannten Ribosomen der Zelle in dieses Protein ĂŒbersetzt, was man auch Translation nennt. mRNA-Impfstoffe machen sich diesen Vorgang der Translation zunutze, indem sie kĂŒnstlich erzeugte mRNA in eine Zelle einschleusen, um diese dadurch zur Herstellung von Proteinen zu bewegen, die durch diese mRNA sequenziert werden. Im Falle der Impfstoffe der Konzerne Moderna und Pfizer/BioNTech sollen von der Zelle als sogenannte Antigene funktionierende Proteine hergestellt werden, die dann das Immunsystem des Körpers auf das Covid-19-Virus trainieren sollen.

Vergleicht man den menschlichen Organismus mit einem Computer – nicht mein Vergleich, sondern der derjenigen, die von genetischer Programmierung sprechen –, so lĂ€sst sich dieser Vorgang also damit vergleichen, dass ein Hacker ein StĂŒck Programmcode auf einen fremden Computer schmuggelt und diesen dort zur AusfĂŒhrung bringt. Und wie auch der Hacker Sicherheitsmechanismen austricksen muss, mĂŒssen in diesem Fall ebenfalls Abwehrmechanismen des Immunsystems und der Zellen ĂŒberwunden werden, da Fremdkörper in der Regel angegriffen werden und Zellen, wenn sie fremde mRNA entdecken, “Selbstmord” begehen. Hier erweist sich die Nanotechnologie als hilfreich, die die mRNA sicher in BlĂ€schen verpackt, bis diese erfolgreich ihre Zielzellen erreicht.

Ich denke es ist unmittelbar einleuchtend, dass die (wenn vielleicht auch nur temporĂ€re) Programmierung von Zellen mithilfe entsprechender Gentechnik unabsehbare mittel- und langfristige Folgen haben könnte. Selbst bei der Programmierung von im Vergleich wesentlich einfacher funktionierenden und ja eben gemĂ€ĂŸ einem von Menschen erdachten Bauplan konzipierten Computern treten regelmĂ€ĂŸig nicht vorhergesehene Fehler auf, die zum Teil auch schwerwiegende Auswirkungen haben. Und da will man entsprechende Fehler bei der Programmierung von Zellen ausschließen, deren Mechanismen man nicht vollstĂ€ndig versteht, wie man sich in der Wissenschaft durchaus eingesteht? Alleine das klingt absurd. Und so muss sich jede*r, die*der mit diesen Impfstoffen geimpft wird, im Klaren darĂŒber sein, dass sie*er nichts als ein menschliches Versuchskaninchen nicht nur fĂŒr diesen Impfstoff, sondern auch fĂŒr diese Technologie insgesamt ist.

Doch jenseits dieser individuellen AbwĂ€gung muss man auch die sozialen Folgen sehen, die dieses Experiment mit sich bringt. Einmal am Menschen erprobt, wird sich diese Technologie (Genetik), mit der in der Medizin schon seit Jahrzehnten an Tieren experimentiert wurde und die bereits flĂ€chendeckend eingesetzt wird, um mithilfe von Zellkulturen bestimmte Stoffe, wie sie in Medikamenten verwendet werden, herzustellen, auch in Zukunft auf die direkte Anwendung am Menschen erstrecken. Schlimm genug, dass seit Jahrzehnten Pflanzen und Tiere gentechnisch manipuliert werden – und dabei auch schwerwiegend verstĂŒmmelt, etwa indem so in ihre Reproduktionsprozesse eingegriffen wird, dass sie sich nicht mehr selbstĂ€ndig vermehren können –, um Nahrung, Medikamente und andere Waren und Rohstoffe zu erzeugen, die Zulassung dieser Impfstoffe wird vermutlich auch die TĂŒren öffnen, um kĂŒnftig flĂ€chendeckende genetische Manipulationen direkt am Menschen vorzunehmen. Die jahrelang beschworenen Forschungsvorhaben der Medizin, genetisch “verbesserte” Menschen zu produzieren, sowie allerhand andere tiefgreifende Eingriffe in das zellulĂ€re Innenleben der Menschen vorzunehmen, sie alle werden einen bedeutenden Schritt weiter in greifbare NĂ€he rĂŒcken. Und zwar nicht “nur” im Rahmen der das Leben verachtenden Forschungsprojekte irgendwelcher durchgedrehten Wissenschaftler*innen, die genetische VerĂ€nderungen an Föten vornehmen, sondern auch flĂ€chendeckend. Eine Wissenschaft, die verspricht, die menschliche Existenz auf die nĂ€chste Stufe zu heben und die mehr oder weniger ernsthaft Verheißungen vom ewigen Leben in Aussicht stellt, wovor wĂŒrde die Halt machen? LĂ€ngst sind Forschungsvorhaben von unfassbarem Ausmaß entfesselt, aber einmal aus ihren Laboren freigelassen, stellt sich doch die Frage, was diese durchgedrehten Wissenschaftler*innen noch alles an Schaden anrichten werden?

Der Plan, einen verbesserten Menschen zu erschaffen ist nicht neu. Schon vor ĂŒber 100 Jahren verfolgten Wissenschaftler*innen auf der ganzen Welt ein Ă€hnliches Projekt. War damals die Genetik lĂ€ngst nicht so weit fortgeschritten, dass ein Eingreifen in das Erbgut eines Menschen möglich gewesen wĂ€re, so beabsichtigte man seine Ziele vielmehr mithilfe der sogenannten Eugenik, also der sozialen Regulierung, wer sich fortpflanzen dĂŒrfe, bzw. solle, und wer nicht, zu erreichen. Auch wenn dieses Denken heute vor allem mit nationalsozialistischen Ideologien assoziiert wird, war die Eugenikbewegung damals weltweit verbreitet und hatte vielerorts großen Einfluss auf weitreichende politische Entscheidungen. In den USA und Kanada wurden Gesetze erlassen, die die Zwangssterilisierung von “geistig Behinderten” ermöglichten und von dieser Möglichkeit wurde exzessiv Gebrauch gemacht. Hunderttausende Menschen wurden im Rahmen dieser Gesetze sterilisiert, nicht nur gegen ihren Willen, sondern oft sogar ohne sie ĂŒberhaupt ĂŒber die Folgen dieses Eingriffs aufzuklĂ€ren. Aber es war das Deutschland des Nationalsozialismus mit dem “Gesetz zur VerhĂŒtung erbkranken Nachwuchses”, das die weltweite Eugenikbewegung begeisterte. Zwischen 300.000 und 400.000 Zwangssterilisierungen wurden in Folge dieses Gesetzes bis zum Jahre 1945 durchgefĂŒhrt. Mehr als 5.000 Frauen und rund 600 MĂ€nner starben an den Folgen dieses medizinischen “Eingriffs”. Zudem wurden zahlreiche Schwangere durch das Gesetz zu Abtreibungen gezwungen. Der anfĂ€ngliche Jubel der weltweiten Eugenikbewegung schlug erst dann in Entsetzen um, als sie realisierten, dass der Nationalsozialismus durch seine eugenische Programmatik Eugenisches Denken auf unbestimmte Zeit in “Misskredit” gebracht hatte. Der begeisterte Eugeniker Julian Huxley drĂŒckte das 1947 folgendermaßen aus:

“Auch wenn es sicher wahr ist, dass jegliche radikale eugenische Politik fĂŒr viele Jahre politisch und psychologisch unmöglich sein wird, wird es fĂŒr die UNESCO wichtig sein, zu erkennen, dass das Eugenik-Problem mit grĂ¶ĂŸter Sorgfalt untersucht wird und das öffentliche Bewusstsein ĂŒber die Sachverhalte so weit informiert wird, dass das Undenkbare wenigstens denkbar wird.”

Denkbar ist das Undenkbare lĂ€ngst wieder geworden. Vielleicht nicht unter dem Namen Eugenik, dafĂŒr hielt es unter der Bezeichnung Genetik im großen Stil Einzug in das moderne Denken von Wissenschaft und Gesellschaft. Das neue Auftreten im Dienste des Individuums, dem sie verspricht, es von Krankheiten und körperlichen EinschrĂ€nkungen zu kurieren hindert die Genetik nicht daran, mithilfe von PrĂ€nataldiagnostik auch weiterhin ein Programm der genetischen Selektion zu verfolgen. Statt Zwangsabtreibungen setzt man darauf, dass die gesellschaftlichen VerhĂ€ltnisse und der gesellschaftliche Druck werdende Eltern dazu bewegen, Föten bei denen “Erbkrankheiten” diagnostiziert wurden, abzutreiben. Anstatt “erbkranke” Menschen zwangszusterilisieren (was trotzdem noch regelmĂ€ĂŸig vorkommt!) bietet die Genetik an, bei einer kĂŒnstlichen Befruchtung eine “erbgesunde” Eizelle auszuwĂ€hlen (und wer die Augenfarbe seines Kindes bestimmen will, kann das dabei hĂ€ufig auch gleich noch tun).

Mit den mRNA-Impfstoffen wagt man sich nun – außerhalb der Labore – erstmals an die genetische Manipulation bereits geborenen, menschlichen Lebens heran. Dass dieser Schritt ausgerechnet im Rahmen der Panikmache einer globalen Pandemie und vor dem Hintergrund, Bedingung fĂŒr eine Lockerung der verordneten Einsperrung zu sein, erfolgt ist dabei kein seltsamer Zufall, sondern bewusstes KalkĂŒl eines Wissenschaftszweiges, der sich in den letzten siebzig Jahren darauf eingerichtet hat, in derartigen Szenarien Schritt fĂŒr Schritt das zu normalisieren, was in voller Dimension betrachtet seinen autoritĂ€ren Charakter preisgibt und zu Recht schon immer mit großem Argwohn betrachtet wurde: Die totale Kontrolle ĂŒber das (menschliche) Leben.


Dieser Beitrag ist Teil einer mehrteiligen Artikelreihe.

Teil 1: Der Anschlag der Roten Zora auf das Humangenetische Institut MĂŒnster im August 1986

Teil 2: Auswertung der gestohlenen Akten aus dem Humangenetischen Institut MĂŒnster durch die Rote Zora

Teil 3: Eugenismus im weißen Kittel

Teil 4: Brandstiftung bei Gentech-Futterlieferant 2015

Teil 5: Sabotage an Forschungsfeld von Agroscope 2017

Teil 6: Brandanschlag auf das DuPont Pioneer GMO-Forschungszentrum in Pessina (Italien) 2018

Teil 7: Genetisch korrekt

Teil 8: Eine kleine Ampulle Genetik, bitte?

(Teil 9): Eine Nachbemerkung

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Quelle: Schwarzerpfeil.de