MĂ€rz 25, 2021
Von InfoRiot
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Heftige Kritik an Potsdams AuslĂ€nderbehörde ĂŒbt der Verein Refugees Emancipation. Er hatte erst anlĂ€sslich des Internationalen Frauentages am 8. MĂ€rz einen offenen Brief an OberbĂŒrgermeister Mike Schubert (SDP) geschrieben und zu einer Kundgebung aufgerufen. Autorinnen waren geflĂŒchtete Menschen, mehrheitlich Frauen, die sich in dem Verein fĂŒr die Rechte von GeflĂŒchteten stark machen. „Die Verwaltung nahm in der Vergangenheit die Probleme der GeflĂŒchteten nicht ernst“, heißt es in dem Brief an den OberbĂŒrgermeister. Vereinsvertreterinnen wollten ihn persönlich treffen, doch er habe den Termin an Sozialbeigeordnete Brigitte Meier (SPD) delegiert. Am 19. MĂ€rz trugen ihr vier geflĂŒchtete Frauen ihre Forderungen und Erwartungen vor.

Amtsleiter sollte zurĂŒcktreten

HĂ€rteste Forderung: Der Leiter der AuslĂ€nderbehörde mĂŒsse zurĂŒcktreten. Zudem sei dort ein Paradigmenwechsel nötig. Sie forderten, dass alle Maßnahmen umgesetzt werden, die das BĂŒndnis „Potsdam bekennt Farbe“ erarbeitet hat. Man sei im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Organisationen wie dem Migrantenbeirat und wisse, dass nicht nur sie die Potsdamer AuslĂ€nderbehörde als Problembehörde sehen, so die Frauen.

MĂŒtter von deutschen Kindern sollten StaatsbĂŒrgerschaft bekommen

Weiter forderten sie ein Ende der Blockade gegen die Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen fĂŒr die Frauen, deren Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Seit Jahren belasse die AuslĂ€nderbehörde Potsdam viele Frauen in Unsicherheit, so ihre Klage: „Diese Praxis ist zynisch fĂŒr eine Stadt, die sich Sicherer Hafen nennt!“

Keine schnellen Lösungen in Sicht

Die Frauen wurden von der Sozialbeigeordneten darĂŒber informiert, dass von der Stadtverwaltung momentan untersucht wird, inwieweit SpielrĂ€ume fĂŒr positive Entscheidungen im Sinne von geflĂŒchteten Menschen möglich sind. Die Ergebnisse sollen bis Ende des Jahres vorliegen. „Viel zu spĂ€t! Am Ende waren wir enttĂ€uscht“, sagen die Frauen und kĂŒndigen an, ihren Protest in den kommenden Wochen fortzusetzen.

Von MAZonline




Quelle: Inforiot.de