November 13, 2020
Von FAU Leipzig
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Hier die Forderungen der Durstexpress-Betriebsgruppe der FAU Leipzig an die Unternehmensleitung, wie sie auch im offenen Brief der FAU Bielefeld an Dr. Oetker stehen:

* Gewerkschafts- und Koalitionsfreiheit mĂŒssen geachtet werden
Zugang von Gewerkschaftsvertreter*innen auf den Betrieb und offene Verteilung von gewerkschaftlichem Informationsmaterial. Keine BekÀmpfung oder Benachteiligung von Kolleg*innen aufgrund gewerkschaftlicher Organisierung und BetriebsgruppentÀtigkeit.

* Schichtsicherung und SchichtplanÀnderungen nur bis sieben Tage vor Schichtbeginn
Aktuell werden ohne AnkĂŒndigung Schichten kurzfristig zum Schichtplan hinzugefĂŒgt oder gebuchte Schichten gecancelt. Teilweise 24h Stunden vorher. Eine sichere Planung des Lebensalltags ist so nicht möglich.

* Entfristungen aller VertrÀge
Aktuell werden alle VollzeitbeschĂ€ftigten sachgrundlos befristet eingestellt. Durch die Probezeit hat der Arbeitgeber bereits ausreichend Zeit zu ĂŒberprĂŒfen, ob das ArbeitsverhĂ€ltnis funktioniert. Kettenbefristungen fĂŒhren nur zur Unsicherheit bei der Belegschaft. Dadurch werden die BeschĂ€ftigten ĂŒber zwei Jahre in ein prekĂ€res LebensverhĂ€ltnis gedrĂ€ngt.

* Mindestens 12,50 € pro Stunde, sowohl fĂŒr Kommissionierer*innen als auch fĂŒr Fahrer*innen

* PĂŒnktliche und korrekte Bezahlung
Aktuell kommt es immer wieder zu Problemen bei der Lohnzahlung. Vor allem bei den TeilzeitkrĂ€ften. Eine regelmĂ€ĂŸige korrekte Bezahlung muss Standard werden!

* Keine kalte KĂŒndigung – Mindeststunden mĂŒssen sofort nachgezahlt werden
Durch die SchichtkĂŒrzungen kam es zu finanziellen Nöten bei einigen beschĂ€ftigen. Dies kommt einer kalten KĂŒndigung gleich, da diese dazu genötigt werden das ArbeitsverhĂ€ltnis zu beenden, um einen Arbeitsplatz zu suchen, der fĂŒr Ihren Lebensunterhalt garantiert. Die durch Annahmeverzug von Durstexpress entstandenen Lohndifferenzen mĂŒssen sofort nachbezahlt werden.





Quelle: Leipzig.fau.org