August 5, 2021
Von Indymedia
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In der Nachbarschaft von Produktionsanlagen der Öl- und Chemieindustrie ist dort ein Terminal fĂŒr Fracking Gas geplant. Bei Wind und Wetter blockierten die Aktivist*innen an wichtigen Stellen die Bahngleise zum ChemCoast Park. Die Blockaden wurden ĂŒber Nacht bis zum Sonntag aufrecht erhalten. Am Samstag hatten Aktivist*innen mit Kanus den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal fĂŒr mehr als zwei Stunden komplett zum Erliegen gebracht. Ende GelĂ€nde fordert den sofortigen Ausstieg aus Gas, Öl und Kohle.

Bei der Blockade des Nord-Ostsee-Kanals wurden 15 Aktivist*innen von der Polizei in Gewahrsam genommen, darunter Esteban Servat, Klimaaktivist aus Argentinien. Servat, der aus der Fracking-Gas-Region Vaca Muerta kommt, musste Argentinien wegen staatlicher Repression und Todesdrohungen verlassen.

„Die Gas- und Fracking-Industrie ist heute eine Fortsetzung kolonialer Formen der Ausbeutung: Die offenen Adern des globalen SĂŒdens bluten durch die Wasserwege Europas. Deshalb hatten wir beschlossen, den wichtigsten Kanal fĂŒr Frachtverkehr in Europa zu blockieren“, berichtet Servat nach seiner Entlassung. Ich musste aus Argentinien fliehen, weil ich mich gegen die Gasindustrie gewehrt habe. Jetzt droht mir in Deutschland ein Verfahren. Aber wir lassen uns nicht einschĂŒchtern. Es ist Zeit fĂŒr zivilen Ungehorsam.“

Neben den Blockadeaktionen in BrunsbĂŒttel hatte Ende GelĂ€nde in Hamburg eine international besetzte Podiumsdiskussion veranstaltet und mit der „Antikolonialen Attacke“ (Migrantisches & Schwarzes BĂŒndnis) eine Demonstration organisiert. Zeitgleich fanden in SĂŒdamerika, Nordamerika und Europa in 13 LĂ€ndern 23 Aktionen gegen Fracking statt.  
Mehr Infos auf der Website von Ende GelÀnde




Quelle: De.indymedia.org