September 23, 2022
Von La Presse
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Am Sonntag, den 25. September um 17 Uhr findet auf dem Augustusplatz in Leipzig eine Kundgebung in SolidaritĂ€t mit den Aufsteiger*innen im Iran statt, die nach der Ermordung der 22-jĂ€hrigen Mahsa (Zina) Amini durch die Moralpolizei in deren Gewahrsam auf die Straße gegangen sind.

Am 16. September 2022 starb eine 22-jÀhrige Iranerin namens Mehsa (Zhina) Amini in Teheran, Iran, aufgrund von PolizeibrutalitÀt.
Amini wurde von der Guidance Patrol, einer Abteilung der Strafverfolgungsbehörde der Islamischen Republik Iran, die fĂŒr die Einhaltung der Hijab-Vorschriften in der Öffentlichkeit zustĂ€ndig ist, festgenommen, weil ihr Hijab nicht den staatlichen Vorschriften entsprach. Nach Angaben der Polizei erlitt sie auf einem Bahnhof plötzlich einen Herzstillstand, fiel auf den Boden und starb nach zwei Tagen im Koma. Augenzeugen berichteten, sie sei geschlagen worden und mit dem Kopf gegen die Seite eines Polizeiautos gestoßen, was zusĂ€tzlich zu den durchgesickerten medizinischen Scans dazu fĂŒhrte, dass andere eine Hirnblutung und einen Schlaganfall diagnostizierten.

Aminis Tod fĂŒhrte zu einer Reihe von groß angelegten Protesten im ganzen Land, bei denen die Frauen im Mittelpunkt der Proteste standen. Der Slogan „Frauen, Leben, Freiheit“, der bei den jĂŒngsten Kundgebungen und Protesten im Vordergrund stand, deutet darauf hin, dass es bei diesen AufstĂ€nden nicht um Klassenunterschiede geht, sondern um Frauen und ihren Wunsch, den Hidschab-Zwang und die systematische Diskriminierung von Frauen zu beenden, die ihnen das patriarchalische Regime seit mehr als 40 Jahren auferlegt.

„Diese Frauen im Iran sind nicht nur auf die Straße gegangen, um gegen den obligatorischen Hidschab zu protestieren, ihre KopftĂŒcher abzunehmen und sie anzuzĂŒnden, sondern ihr grĂ¶ĂŸerer Wunsch und der derjenigen, die sie auf der Straße unterstĂŒtzen, ist es, das Regime der Islamischen Republik der Mullahs zu beenden und sie fĂŒr immer loszuwerden“, sagte Nilu, die Sprecherin der Kundgebung.

Als Reaktion auf die Proteste unterdrĂŒckte das iranische Regime nicht nur die Proteste, indem es auf die Demonstranten mit Vogelschrot und Metallkugeln schoss und TrĂ€nengas und Wasserkanonen einsetzte, sondern blockierte auch den Zugang zu vielen Apps, darunter Instagram und WhatsApp, und schrĂ€nkte den Internetzugang ein, um die Möglichkeiten der Demonstranten zur Organisation zu verringern. Der Iran erlebt die schwersten InternetbeschrĂ€nkungen seit der Abschaltung des Internets im Jahr 2019 nach einer Erhöhung der Preise fĂŒr EnergietrĂ€ger, die zu einem weiteren Aufstand fĂŒhrte.

Einer der Organisatoren, Adel, sagte: „Überall im Iran kĂ€mpfen Menschen auf der Straße, unabhĂ€ngig von Rasse, Sprache oder politischer Orientierung, und sind dabei Kugeln und schwerer UnterdrĂŒckung ausgesetzt. Aufgrund der Abschaltung des Internets durch das Regime haben wir beschlossen, eine Versammlung in Leipzig abzuhalten, um die Stimmen dieser BrĂŒder und Schwestern zu ehren und ihnen Gehör zu verschaffen.“ Er fuhr fort: „Deshalb hat eine Gruppe von Iranern beschlossen, am 25. September um 17 Uhr eine Kundgebung auf dem Leipziger Augustusplatz abzuhalten.“

Bislang haben weltweit mehrere Demonstrationen zur UnterstĂŒtzung der iranischen AufstĂ€nde stattgefunden.

Frauen, Leben, Freiheit; Kundgebung zur UnterstĂŒtzung der bundesweiten Proteste im Iran – 25.09.2022, 17 Uhr, auf dem Augustusplatz in Leipzig




Quelle: La-presse.org