Dezember 7, 2022
Von Assoziation Autonomer Umtriebe
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Im Gegensatz zur aktuellen Revolte im Iran, der mit dem gerade laufenden dreitägigen Generalstreik in über 50 Städten in eine neue Phase getreten ist, vermochte es die oppositionelle Bewegung 2020 in Belarus nicht einen revoltionären Umsturz des diktatorischen Systems umzusetzen. Ein Generalstreik blieb aus und bürgerliche Kräfte dominieren seither den Kurs der Opposition. Gerade die belarussischen Anarchist*innen und Antifaschist*innen waren an vorderster Front der Straßenproteste und werden noch immer mit harter Repression überzogen. Aktuell wurde die Antifaschistin Kita inhaftiert. Aus diesem Grund wird es eine Soli-Aktion des selbstverwalteten Info- und Kulturladen A Tram in München geben. Der komplette Erlös geht an ABC Belarus.

Soli-Flohmarkt | 10.12.2022 | 17:00 Uhr | A Tram | Tumblinger Str. 45 München

Die Antifaschistin Kita wurde vor zwei Wochen zu zweieinhalb Jahren Knast verurteilt. Der Grund: Sie hat sich auf Instagram gegen Putins Krieg geäußert und die Handlanger Lukaschenkos als „Schweine“ bezeichnet. Dieses Schicksal steht exemplarisch für die Diktatur in Belarus, wo besonders Anarchist*innen verfolgt werden. Unter anderem drohen Kriegsgegner*innen bis zu 20 Jahren Straflager.
Einige befanden oder befinden sich im trockenen Hungerstreik gegen die unmenschlichen Haftbedingungen und die Willkür des Regimes. Lukaschenko, der auch schon die LGBTQ-Community als „abartige Perversion“ bezeichnet hat und Homosexualität wieder unter Strafe stellen möchte, will mit allen Mitteln alle Menschen zum Schweigen bringen, die sich gegen sein und Putins Regime äußern, das ihn am Leben hält.
Aus diesem Grund machen wir am 10.12. zusammen mit dem Freiraum Dachau einen Soli-Flohmarkt, um diesen Menschen finanziell unter die Arme zu greifen.




Quelle: Aaud.noblogs.org