November 30, 2021
Von Indymedia
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Am gestrigen Tag manifestiert sich in Freiburg wieder einmal die willkĂŒrliche Zerstörung von kulturellen und politischen FreirĂ€umen. Ohne mit der Wimper zu zucken, wurden die zwei HĂ€user in der Gartenstraße 19 ĂŒberraschend abgerissen.

Schon vor acht Uhr sperrte die Polizei die ganze Straße ab. Ein großer Polizeieinsatz inklusive BFE stellte sicher, dass die kapitalistischen Interessen des EigentĂŒmers Haffner durchgesetzt werden konnten. Die nutzenden Menschen hatten nicht einmal die Chance ihre WertgegenstĂ€nde wie Musikinstrumente oder Solarpanels vor der Verschrottung zu retten. Wir sind fassungslos, wĂŒtend, erschĂŒttert und zutiefst getroffen! Entgegen den Aussagen des EigentĂŒmers und der BZ gab es weder eine „Beendigung der Duldung“, noch das „Verlassen des Hauses“ der Nutzer*innen. Hier wurde kein leeres GebĂ€ude abgerissen, sondern ein noch bis gestern Abend genutzter Raum zerstört. Die G19 ist und war kein Störfaktor sondern eine Bereicherung fĂŒr Freiburg. In den letzten 10 Jahren stellten die RĂ€umlichkeiten einen wichtigen Knotenpunkt fĂŒr viele kulturelle, politische und vor allem engagierte Menschen dar, denen jetzt buchstĂ€blich das Dach wegfliegt.  WĂ€hrend der EigentĂŒmer das Haus nicht nutzte sondern verwahrlosen lies, kĂŒmmerten sich Menschen um dessen Erhalt und Nutzung. In den letzten Jahren wurde viel Energie in diese RĂ€ume gesteckt, um endlich einen Raum in Freiburg zu gestalten, der verschiedenen BedĂŒrfnissen gerecht wird. Wieder einmal wird diesem Wunsch in Freiburg keinerlei Gehör geschenkt. Dieser Tag reiht sich ein in die RĂ€umung und Zerstörung unkommerzieller FreirĂ€ume in Freiburg, wie zuletzt an der Schließung des SpĂ€tis deutlich wurde. Wir stellen nun noch lauter die Eigentumsfrage! Wir fordern RĂ€ume der Selbstverwaltung und bleiben!Zeigt euch solidarisch mit der G19 in Freiburg und anderswo!

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Quelle: De.indymedia.org