September 27, 2021
Von Anarchist Black Cross Dresden
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In der NĂ€he von Dresden gibt es eine Waldbesetzung (Heibo – Heidebogen), die verhindern will, dass ein Bergbauunternehmen einen Kiestagebau erweitert und damit eine riesige FlĂ€che abholzt, das Grundwasser verseucht und die Moore in der Umgebung zerstört.
Am Wochenende veranstalten die Aktivist*innen in Heibo ein Festival namens „UnrĂ€umbar“, deshalb wollen wir gemeinsam mit dem Fahrrad und dem Zug zum Wald fahren.

Wir treffen uns um 16:30 Uhr vor dem Bahnhof Neustadt, nehmen unsere FahrrĂ€der mit und fahren um 16:49 Uhr mit dem Zug (Richtung KönigsbrĂŒck) nach Ottendorf-Okrilla, von wo aus wir mit dem Fahrrad zum Heibo fahren (ca. 7km, 30 min).

Um 18:30 Uhr beginnt ein Film „Ella – Repression gegen Danni-Aktivist*in“ und danach soll es Musik geben.

Wer möchte, kann wÀhrend des gesamten Festivals im Wald bleiben und an Workshops zu Themen wie Klettern, Karotten-Dildo schneiden, Dreibein- und Barrikadenbau, Playfighting, Einwilligung usw. teilnehmen. Oder du bleibst und nimmst an der Waldbesetzung teil, denn die Rodungssaison beginnt im Oktober!

Und fĂŒr die anderen – es wird eine Gruppe von Leuten geben, die am Freitagabend mit dem Fahrrad nach Dresden fĂ€hrt.

https://heibo.noblogs.org
https://twitter.com/heibo_bleibt

„Ella – Repression gegen Danni-Aktivist*in“

Es war ein abschreckendes Urteil nach einer langen Untersuchungshaft: Die immer noch „unbekannte Person Nr. 1“ wurde vom Amtsgericht Alsfeld zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das dramatische Gerichtsverfahren basierte dabei komplett auf Erfindungen. Mehrere SEK-Polizisten tischten eine frei erfundene Story zu den AblĂ€ufen bei der RĂ€umung der Waldbesetzung gegen die A49 im Herbst 2020 auf. Sie phantasierten von Fußtritten und KniestĂ¶ĂŸen, Lebensgefahr, Todesangst und Verletzungen. GeschwĂ€rzte Atteste mit gar nicht zum Tattag passenden Daten wurden als Beweise akzeptiert, WidersprĂŒche zwischen Aussagen am Tag selbst und den konstruierten VorwĂŒrfen Tage oder Wochen spĂ€ter zu MissverstĂ€ndnissen umetikettiert. Es war völlig klar: Mit „Ella“, die wie unbekannte Person (UP1) genannt wird, war ein Zufallsopfer gefunden, um die ganze Bewegung zu diskreditieren und abzuschrecken. Offenbar war den Lobbyist*innen einer Weiter-so-Autogesellschaft und der autoritĂ€r-politischen Justiz ein Schlag gegen Verkehrswende-Aktive wichtig, da diese durch die Besetzung des Dannenröder Waldes deutlich gestĂ€rkt wurden. Der Alsfelder Richter SĂŒĂŸ machte sich zum Handlanger und willigen Vollstrecker. Paradox: Er schwĂ€chte die Verteidigung von Ella durch die Ablehnung von zwei der drei vorgesehenen Verteidiger*innen mit dem absurden Argument, diese seien kritisch gegenĂŒber dem Autobahnbau eingestellt. Er selbst gehört einer Partei an, die auf regionaler und ĂŒberregionaler offen fĂŒr den Autobahnbau eintritt – doch fĂŒr ihn galt die erfundene Regel politischer NeutralitĂ€t nicht.

Der Film „Ella“ ist eine Antwort auf die Justizskandale. Solidarische ZusammenhĂ€nge haben in akribischer Recherchearbeit einen Dokumentationsfilm erstellt, der klar belegt, was an dem verhĂ€ngnisvollen 26.11.2020 im Dannenröder Wald wirklich geschah. Staatsanwaltschaft und Amtsgericht wollte die Beweise fĂŒr die LĂŒgen der Polizei nicht zur Kenntnis nehmen. Der Film wird sie zeigen. Er wird erstmals am 1. Oktober, dem Jahrestag des Polizeiangriffs auf die Waldbesetzung aufgefĂŒhrt – an gleichzeitig sehr vielen Orten. Informationen fĂŒr alle, die solche VorfĂŒhrungen organisieren, und die Liste der Spielorte, werden auf https://freethemall.blackblogs.org/filmvorfuhrung/ veröffentlicht.

FilmvorfĂŒhrung in/um Dresden am 01.10.2021

20:00 – Bei Dresden: Heibo-Waldbesetzung
20:00 – Dresden: Mangelwirtschaft – Overbeckstraße 26, KĂŒfa ab 19 Uhr

Keine ist frei bevor nicht alle frei sind!
Freiheit fĂŒr Ella!




Quelle: Abcdd.org