MĂ€rz 13, 2021
Von Fairmuenchen
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11.00 Uhr: Auftaktkundgebung auf dem Stachus/Karlsplatz – 11.30 Uhr: Demonstration
13.00 Uhr: Abschlusskundgebung mit Infomarkt und Kulturprogramm auf dem Stachus – Aufruf unten

Der Ostermarsch und der pazifistische Hintergrund: Friedensarbeit und Gewaltfreiheit seit gut 100 Jahren und die dumme Angst der RĂŒstungs-BĂŒrger, Atomtod-bereit?

Schon gleich nach Weihnachten im Wahlkampf hatte Kardinal Faulhaber als Vorsitzender der bayrischen Bischöfe gegen die Regierung Eisner gehetzt, die Menschen, die eine Wahlfreiheit fĂŒr den Religionsunterricht einfĂŒhren wollen, sind schlimmer als Herodes, der Kindermörder:

Worauf hin der 21 jĂ€hrige katholische Jura-Student Anton Arco den bayrischen MinisterprĂ€sidenten erschoss, wĂ€hrend die Forderung eigentlich vom Kultusminister der Mehrheits-SPD Hoffmann stammte, aber eine „Tat“ gegen einen Juden entsprach mehr der von ihm verehrten Thule-Gesellschaft, die ihn allerdings, da er eine jĂŒdisch-stĂ€mmige Mutter hatte, nicht aufnahm. Mehr in www.raete-muenchen.de

Nach dem Tod von Kurt Eisner wurde die erste RĂ€te-Republik ausgerufen, die MSPD-Regierung floh nach NĂŒrnberg und Bamberg, berief dorthin den Landtag ein.

Ostermarsch Schrobenhausen MBDAWĂ€hrend sich MĂŒnchen auf sein erstes Friedens-Ostern vorbereiten wollte, planten die Rechten mit der Bamberger Regierung einen Putsch, bei dem sie die RĂ€te  festnehmen wollten und Zenzl MĂŒhsam nach der „Verhaftung“ ihres Mannes telefonisch die meisten anderen RĂ€te-Mitglieder warnen konnte.

Die rechtsradikale Thule-Gesellschaft hatte ihre Spitzel in den RĂ€te-Gremien, fĂŒhrte Protokolle und klaute Formulare und Stempel, um kostenlos Bahn fahren zu können und Beschlagnahmungen auf eigene Faust durchzufĂŒhren, mit Hauptquartier im Hotel VierJahreszeiten.

Erich MĂŒhsam und 
 waren nach Ingolstadt / Neuburg in Haft der „Regierung Hoffmann“genommen worden und somit aus dem Geschehen, doch verteidigten die Arbeiter auch den Hauptbahnhof gegen den Einmarsch der Putschisten.

Der Ostermarsch und der pazifistische Hintergrund:

Fechenbach-Frau-Eisner150 Jahre Kurt Eisner war ab 10.5.17 im Stadtmuseum MĂŒnchen. Es hatte Mut gebraucht, in der AufrĂŒstungs- und Kriegs-Stimmung vor 1914 fĂŒr den Frieden einzutreten, und es brauchte Mut, in der SPD gegen die weiteren Kriegs-Kredite aufzutreten, was zur USPD fĂŒhrte, in Berlin zu den Spartakisten und zur KPD.

Friedensarbeit und Gewaltfreiheit seit gut 100 Jahren

Es gab schon Nachrichten zu Aktionen und zum Salzmarsch von Ghandi und seinem Salzmarsch, es gab internationale Kongresse der Frauen 


„In Transvaal wurde im MĂ€rz 1907 ein Meldegesetz (Asiatic Law Amendment Act) ausschließlich fĂŒr Inder in Kraft gesetzt.[54] Bei der Registrierung nahmen die MeldebĂŒros FingerabdrĂŒcke zur Identifikation und gaben Meldescheine aus, die Inder stets bei sich tragen mussten. Am 1. Januar 1907 war Transvaal politisch unabhĂ€ngig geworden, und das Gesetz konnte mit einer ausschließlich formalen Zustimmung der britischen Regierung erlassen werden.

Gandhi organisierte eine Versammlung, auf der etwa 3000 Inder schworen, die Meldepflicht zu ignorieren. Außerdem reiste er nach London und fĂŒhrte GesprĂ€che mit britischen Politikern. Das Ergebnis war fĂŒr Gandhi dieses Mal befriedigend; das Meldegesetz wurde gestoppt.

Weil die meisten Inder, die einen Schwur zum Brechen des Gesetzes abgelegt hatten, die Registrierung verweigerten, verlĂ€ngerte der Innenminister Jan Christiaan Smuts die Frist. Er drohte bei Nichteinhaltung des Ultimatums mit GefĂ€ngnisstrafen und Deportationen. Trotz der Drohungen ließen sich nur wenige weitere Inder registrieren. Mit der Übertretung des ungerechten Meldegesetzes fand die Satyagraha-Bewegung ihren Anfang.

Ende Dezember 1907 wurden Gandhi und 24 seiner Satyagrahis verhaftet. Viele seiner AnhĂ€nger protestierten vor dem GerichtsgebĂ€ude, und weitere Inder ließen sich verhaften, sodass sich Ende Januar bereits 155 Inder im GefĂ€ngnis befanden. WĂ€hrend seines zweimonatigen GefĂ€ngnisaufenthaltes las Gandhi ein Essay des US-Amerikaners Henry David Thoreau aus dem Jahr 1849, in dem die Strategie des zivilen Ungehorsams behandelt wird. Darin fand Gandhi seine Philosophie wieder.“ wikipedia_Gandhi

Gandhi hatte seinen eigenen Blick auf die Anarchie, die er im Ashram und im  literarischen Austausch u.a mit Tolstoi lebte.

Karwoche 1968

Die damaligen OstermĂ€rsche der Nachkriegszeit gegen die schon-wieder-AufrĂŒstung, nach dem immer noch Ruinen, Provisorien und ErsatzgebĂ€ude in den StĂ€dten standen, aber 1955 mit einer LĂŒge im Parlament die Wiederbewaffnung und die Eingliederung in den Westblock der Alliierten gegen Russland wieder den „Kampf gegen den Bolschewismus“ aufnahm. Es gab auch einen Toten, Opfer der ĂŒbereifrigen immer noch rechten Polizei 
 Otto MĂŒller?

„Aufgehetzt von der „Bild“-Zeitung schoss der Hilfsarbeiter Josef Bachmann am 11. April 1968 den StudentenfĂŒhrer Rudi Dutschke nieder. Das Attentat löste die „Osterunruhen“ aus – die grĂ¶ĂŸten Straßenschlachten, die die BRD bis dahin gesehen hatte.“ SPIEGEL

„Gestern Dutschke, morgen wir“, skandierten Demonstranten in MĂŒnchen. Ein Polizeihauptwachtmeister konterte zum VergnĂŒgen seiner Kollegen: „Hoffentlich noch heute.“ In der bayerischen Landeshauptstadt kamen der Fotograf Klaus-JĂŒrgen Frings, 32, und der Student RĂŒdiger Schreck, 27, zu Tode. Frings wurde von einem Stein am Kopf getroffen, Schreck von einem stumpfen Gegenstand. Ihre TodesumstĂ€nde wurden nie genau aufgeklĂ€rt.“ SPIEGEL

Es waren SchĂŒsse gefallen, aber es sollen die Pflastersteine gegen die eigenen Fotografen und Freunde gewesen sein, die bei der Blockade der Zeitungs-Auslieferung in der Schellingstraße starben?

„Sogar im Ausland kam es zu Protestaktionen. In Rom schleuderten Italiener Molotow-Cocktails in Porsche- und Mercedes-Vertretungen, In London schĂŒtzten mehrere hundert Bobbies die BĂŒros des Springer-Verlages; Demonstranten riefen „Sieg Heil!“ An Ostern 1968 bekamen brave BĂŒrgerkinder politischen Nachhilfeunterricht. In Esslingen hetzten ordnungsliebende BĂŒrger SchĂ€ferhunde auf Demonstranten, in Frankfurt knĂŒppelten berittene Polizisten mit langen Latten auf Protestierende ein. „Der Gegenschlag der Staatsgewalt“, hieß es im SPIEGEL, „von der Polizei im Namen des Rechtsstaats mit GummiknĂŒppeln durchgefĂŒhrt, war ungleich brutaler.“ – als die Gewalt der Demonstranten. “ SPIEGEL

In MĂŒnchen wurden die verschiedenen Beteiligten wie Rolf Pohle so hart bestraft, dass sogar die SĂŒddeutsche Zeitung von Unrecht schrieb 


Ganz andere Töne in Bad Cannstadt: SPIEGEL-Gerichtsreport, wo es anscheinend demokratische GefĂŒhle gab

Karsamstag 2021Waffenhandel ? MĂŒnchner Tag der Menschenrechte

wird es wieder absolut friedlich, und vielleicht so hervorragende Musik wie vor ein paar Jahren die Jimmi Hendrix Revival Band mit vollem Sound ĂŒber den Marienplatz 


die dumme Angst der RĂŒstungs-BĂŒrger, Atomtod-bereit?

Adenauer hatte uns die Atomwaffen besorgt, allerdings ohne eigenen „SchlĂŒssel“, doch darf die Bundeswehr bis heute drauf aufpassen, und was machen sie sicherer? Uns nicht. Die NATO-Freunde der Atlantik-BrĂŒcke, zu denen nun immer mehr GRÜNE gehören, fehlen genau so wie letztere beim Ostermarsch, und wundern sich, dass ihre Partei in den Keller fĂ€llt?

Atomwaffen und Killer-Drohnen: UNSERE VerbĂŒndeten?

— wird noch weiter ausgearbeitet —> www.eineweltnetz.org



– natĂŒrlich die Ostermarschseite: https://www.muenchner-friedensbuendnis.de/Ostermarsch-Muenchen-2021
– und gleich der Direktlink zum UnterstĂŒtzerformular – bitte benutzen: https://www.muenchner-friedensbuendnis.de/Aufruf-Ostermarsch-unterzeichnen

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Quelle: Fairmuenchen.de