November 25, 2020
Von La Presse
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Interview mit Christa Mihm, ehemaliges Vorstandsmitglied Demokratischer Aufbruch Leipzig:


“Leipziger*innen solidarisch mit Belarus / gegen PolizeiwillkĂŒr und staatliche Repression

Der 9. Oktober ist in Leipzig der Erinnerung an den “Tag der Entscheidung” der Friedlichen Revolution gewidmet. Der Sturz der SED-Diktatur war nicht mehr aufzuhalten. In Leipzig stand den etwa hunderttausend friedlich Demonstrierenden eine bis auf die ZĂ€hne bewaffnete Staatsgewalt aus Polizei, Kampfgruppen, Geheimdienst und Armee gegenĂŒber. Bilder, die in erschreckender Weise denen Ă€hneln, die uns heute aus Belarus erreichen.

Seit genau zwei Monaten widerstehen die Menschen in Belarus tagtĂ€glich der Polizeigewalt und der staatlichen Repression in ihrem Land und einem Staat, der alles daran setzt, sein Volk auf unmissverstĂ€ndliche Weise zu indoktrinieren und jede freie MeinungsĂ€ußerung zu unterdrĂŒcken. Wir, die Demonstrant*innen des Herbstes 1989 und all unsere VerbĂŒndeten, rufen deshalb dazu auf, ihnen ein Bild der Ermutigung aus Leipzig zu senden:

Die Stiftung Friedliche Revolution ruft auf, sich symbolisch an die Seite dieser Demonstrierenden in ganz Belarus zu stellen. Sie kĂ€mpfen mit beeindruckend friedlichen Mitteln fĂŒr ein freies Land, fĂŒr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Ähnliche Losungen wie die, die uns 1989 auf dem Leipziger Ring begleiteten, sind heute die wichtigsten Forderungen der belarussischen Menschen fĂŒr ihr Land!

Im Nachklang des 9. Oktober und zur Erinnerung an die Friedliche Revolution 1989 in Ostdeutschland versammeln wir uns und bringen die SolidaritĂ€t mit den Frauen und allen in Belarus Demonstrierenden „fĂŒr ein offenes Belarus mit freien Menschen“ auf die Leipziger Straßen. Sie brauchen dieses internationale Zeichen unserer Verbundenheit und unserer SolidaritĂ€t!”

Quelle: https://www.stiftung-fr.de/aktuelles/artikel/news/fuer-ein-offenes-belarus-mit-freien-menschen/

Lied vor dem Museum in der “Runden Ecke”:




Quelle: La-presse.org