Januar 28, 2021
Von InfoRiot
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FĂŒrstenwalde (Spree) – Eine zentrale Veranstaltung zum internationalen Holocaust-Gedenktag war wegen Corona abgesagt. Dennoch haben FĂŒrstenwalder*innen auf unterschiedliche Weise der Opfer der Nazis gedacht.

Um 13.30 Uhr haben sich am Mittwoch die bei­den höch­sten Vertreter der Stadt am Ottomar-Geschke-Platz getrof­fen. Aus Anlass des inter­na­tionalen Holo­caust-Gedenk­tags legten Stadtverord­neten-Vorste­her Uwe Koch und BĂŒrg­er­meis­ter Matthias Rudolph einen Kranz nieder. Wegen der Pan­demie hat­te es keine öffentliche Ein­ladung gegeben, auch die Uhrzeit war vor­ab nicht veröf­fentlicht wor­den. Am 27. Jan­u­ar 1945 befre­ite die Rote Armee das Konzen­tra­tionslager Auschwitz. Der frĂŒhere Bun­de­sprĂ€si­dent Roman Her­zog hat den Tag 1996 zum Tag des Gedenkens fĂŒr die Opfer des Nation­al­sozial­is­mus erklĂ€rt.

Um 14 Uhr legten Friedrich Stachat und Peter Apitz fĂŒr den FĂŒrsten­walder Kul­turvere­in und die Frak­tion von BĂŒnd­nis 90/GrĂŒnen Blu­men nieder, wie Apitz am Abend mit­teilte. Gegen 16 Uhr ver­sam­melten sich unge­fĂ€hr 30 FĂŒrsten­walder eben­falls am Ottomar-Geschke-Platz, auf Ein­ladung der FĂŒrsten­walder Linken. Der Stadtvor­sitzende, Ismael Al Kayed, und der Stadtverord­nete, Peter-Mar­tin Mat­tigk, legten einen Kranz nieder, wie Frak­tionsvor­sitzen­der Stephan Wende mitteilte.

Hangelsbergerin sÀubert Stolpersteine

Zeit­gle­ich zu Koch und Rudolph, wenige Schritte von ihnen ent­fer­nt, fand eine pri­vate Gedenkak­tion in ander­er Form statt: Auf der anderen Seite des Hotels Kaiser­hof, in der Eisen­bahn­straße hat die Hangels­berg­erin Mal­ou Berlin die dort ver­legten Stolper­steine fĂŒr Flo­ren­tine und Regi­na Wal­dau gesĂ€u­bert. Flo­ren­tine Wal­dau, geboren 1876 in Reitwein, war eine bekan­nte Buch­hĂ€nd­lerin und Postkarten­ver­legerin in FĂŒrsten­walde. Ihre Tochter Regi­na, geboren 1899 in FĂŒrsten­walde, wurde 1943 nach Auschwitz deportiert. Sie gilt als ver­schollen. Das Schick­sal ihrer Mut­ter ist unbekan­nt. Mal­ou Berlin hat eine Paten­schaft zur Pflege dieser Stolper­steine ĂŒbernommen.






Quelle: Inforiot.de