Mai 31, 2021
Von Indymedia
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Wir sind eine lokale Organisation namens 100.Yıl Initiative aus Ankara/TĂŒrkei. Wir begannen unsere AktivitĂ€ten im Zuge der “Occupy Gezi”-Proteste im Jahr 2013. Unser Ziel ist es, die SolidaritĂ€t innerhalb unserer lokalen Gemeinschaft durch unsere Nachbarschaftswerkstatt zu erhöhen, die fĂŒr jeden offen ist. Wir brauchen eure Hilfe, um unseren kollektiven Ort frei am Laufen zu halten und den Bewohnern der Nachbarschaft einen Raum zum Reparieren, Produzieren, Organisieren und Zusammenkommen zu bieten.

Die Nachbarschaftswerkstatt ist ein gemeinsamer Raum zum Produzieren, Teilen und ein Band unserer SolidaritĂ€t seit Dezember 2015. Sie ist als offener Raum fĂŒr alle gedacht, die  durch die 100. Yıl Initiative, einem Nachbarschaftsforum, das wĂ€hrend des Gezi-Aufstandes 2013 gegrĂŒndet wurde, zusammenkommen.

Anstatt einige andere RĂ€ume zu nutzen, die aus bestimmten GrĂŒnden und Ausrichtungen bereits etabliert sind, entschieden wir uns, einen offenen und kollektiven Ort in unserer eigenen Nachbarschaft zu bilden. Wir dachten, dass an einem solchen Ort, an dem wir uns gegenseitig bei unseren kreativen AktivitĂ€ten in der Kunst und bei Initiativen und Versuchen zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen unterstĂŒtzen, auch verschiedene unerwartete Beziehungen und starke Bindungen zwischen den Bewohner*innnen des Viertels entstehen wĂŒrden. Daher planten und grĂŒndeten wir unseren gemeinsamen Raum und nannten ihn “The 100. Yıl Neighborhood Workshop’.

Die Nachbarschaftswerkstatt befindet sich im Erdgeschoss eines der alten fĂŒnfstöckigen genossenschaftlichen Wohnblocks in der İƟçi Blokları Mahallesi, Ankara, TĂŒrkei. Die Nachbarschaftswerkstatt verfĂŒgt ĂŒber NĂ€hmaschinen, Holzbearbeitungsmaschinen, BĂŒcher, Farben, einen 3D-Drucker, eine KĂŒche und einen Lagerraum, in dem eine Art Sharing Economy stattfindet; die Leute lassen zurĂŒck, was sie nicht brauchen, und nehmen mit, was sie brauchen. Des Weiteren schafft dieser Ort eine AtmosphĂ€re sich zu treffen, es gibt einen großen Tisch in der Mitte, einen Projektor, um zu teilen und zu prĂ€sentieren, und eine Tafel, um zu diskutieren und PlĂ€ne zu machen. Dies sind nur die Beschreibungen der vergangenen Ereignisse in unserer Werkstatt oder der Werkzeuge, die wir haben; was damit zu tun ist, und was sonst noch stattfinden kann, hĂ€ngt von der Vorstellungskraft der Menschen ab, die kommen und etwas erschaffen werden.

Die Miete und die anderen verschiedenen Ausgaben der Nachbarschaftswerkstatt werden von den Teilnehmer*innen, die dazu in der Lage sind, kollektiv getragen. DarĂŒber hinaus werden die Einnahmen aus den organisierten Veranstaltungen oder Spenden in einem gemeinsamen Pool fĂŒr die Ausgaben angespart, und jede Transaktion wird regelmĂ€ĂŸig transparent geteilt. Die Nachbarschaftswerkstatt trĂ€gt sich durch die BeitrĂ€ge, die freiwillig geleistet werden, und die zusĂ€tzlichen Einnahmen aus den organisierten Veranstaltungen. Das derzeitige Budget der Nachbarschaftswerkstatt, vor allem aufgrund von Covid-19 und dessen Auswirkungen auf unser soziales und wirtschaftliches Leben, macht es uns jedoch unmöglich, den Raum so zu erhalten, wie er ist. Wir wollen die Nachbarschaftswerkstatt als einen offenen, unabhĂ€ngigen, gemeinsamen Raum erhalten und brauchen dafĂŒr eure SolidaritĂ€t.

Über firefund wollen wir Geld sammeln und hoffen auf solidarische UnterstĂŒtzung

https://www.firefund.net/100yil




Quelle: De.indymedia.org