September 17, 2021
Von FAU Flensburg
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Kurz vor der vierten Streikwelle lenkt die DB-FĂŒhrung ein. Die Eisenbahner:innen haben erfolgreich und unter harten Bedingungen den Erhalt ihrer Betriebsrenten erstreikt. Auch fĂŒr die geforderte Lohnerhöhung gibt es eine Einigung – wobei die GDL von Beginn an RĂŒcksicht auf den Konzern nahm und eine Reallohnsenkung forderte.

Noch vor der angekĂŒndigten vierten Streikwelle lenkte das DB-Management ein. Die Verhandlungsergebnisse: Bei der Lohnerhöhung waren GDL und DB sich von Beginn an einig, dass die GehĂ€lter um 3,3 Prozent erhöht wurden. Lediglich die Laufzeit war Verhandlungssache. Mit 32 Monaten, einer ersten Steigerung um 1.5 Prozent im Dezember 2021 und einer weiteren im um 1.8 Prozent im MĂ€rz 2023 bedeutet die Erhöhung eine Reallohnsenkung – dazu war die GDL jedoch von Anfang an bereit gewesen.

Das Hauptziel, der Erhalt der Betriebsrenten, ist erreicht, wenn auch nur fĂŒr BeschĂ€ftigte, die bis zum Jahresende angestellt werden. Dass der Zusatzversorgungstarifvertrag wieder in Kraft tritt, haben die Eisenbahner:innen erstreikt. Ab Januar 2022 gilt fĂŒr alle neuen BeschĂ€ftigten, dass sie 3,3 Prozent im DEVK-Pensionsfonds beziehen können, fĂŒr sie wurde also die „alte“ zurĂŒckerkĂ€mpfte Betriebsrente nicht durchgesetzt.

Zudem werden den BeschÀftigten in der Laufzeit zwischen 800 und 1000 Euro Corona-PrÀmie ausgezahlt. Gering entlohnte BeschÀftige erhalten dabei den höheren Satz.

Streitpunkt Geltungsbereich

Im letzten Tarifstreit hatte die GDL durchgesetzt, dass sie auch fĂŒr Zugbegleiter:innen vertretungsberechtigt ist. Der aktuell abgeschlossene Tarifvertrag gilt fĂŒr „alle Eisenbahner:innen“ – das bedeutet, fĂŒr alle Eisenbahnverkehrunternehmen des Bahn-Konzerns sowie jeweils fĂŒr alle beschĂ€ftigten Berufsgruppen.

Ausgenommen sind aktuell die Infrastrukturunternehmen DB Netz, Station und Service (Bahnhöfe) und DB Energie.

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Quelle: Fau-fl.org