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Im Rahmen der Aktionswoche in Erinnerung an die weltweite Welle der SolidaritÀt mit der kurdischen Befreiungsbwegung in ihrem Kampf gegen den Islamischen Staat (IS), wurden heute in Braunschweig an verschiedenen Orten kleine Gedenktafeln aufgestellt.

Johannes-Selenka-Platz
JokerbrĂŒcke

Am heutigen 8. November fand jener Tag der Aktionswoche statt, der die Aufmerksamkeit auf jene lenken sollte, die ihr Leben im Kampf gegen den IS und fĂŒr die Verteidigung der Errungenschaften der kurdischen Befreiungs-bewegung gaben.

Nibelungenplatz
BĂŒrgerpark
Juliusstraße
RinggleisbrĂŒcke am Westbahnhof

Im Anschluß wurde noch gemeinsam mit Genoss*innen anderer Gruppen ein Solifoto gemacht, um unsere GrĂŒĂŸe nach LĂŒneburg zu schicken. Hier versuchte die Klassenjustiz vor kurzem, die Antifa Enternasyonal– Fahne zu kriminalisieren, da sie in den Augen der Staatsanwaltschaft einem verobtenen Symbol nachempfunden sei. Dieser Argumentation wollte das Gericht bisher so nicht folgen, so dass dieser Kriminalisierungsversuch vorerst abgewehrt werden konnte.

Unterdessen steht die kurdische Bewegung in Rojava wie auch in Kandil unter extremem Druck. WĂ€hrend in Rojava durch sogenannte LowIntensitiy-Warfare von Seiten des tĂŒrkischen Staates die Bewegung und die Bevölkerung mĂŒrbe gemacht werden sollen und so die nĂ€chsten invasiven Angriffe vorbereitet werden, steht Kandil seit Wochen unter Artilleriefeuer, DrohnenschlĂ€gen und Bombardements durch die TĂŒrkei. Die Angriffe reihen sich ein in die zahlreichen Versuche, die Arbeiterpartei Kurdistans, Partiya Karkeren Kurdistan (PKK), aus ihrem Kerngebiet zu vertreiben, sie wenigstens aber massiv zu schwĂ€chen. Ein qualitatives Novum ist die offene Kumpanei mit dem tĂŒrkischen Faschismus durch feudalistisch-kurdische Strukturen wie der Partiya Demokrata KurdistanĂȘ (PDK) unter Barzani im Nordirak. Diese Partei, die hauptsĂ€chlich aus dem Barzani-Clan besteht bzw. von ihm kontrolliert wird, paktierte seit jeher mal mehr mal weniger offen mit den versichieden tĂŒrkischen Machthabern. Die aber nun stattfindende Kollaboration, die zum Mord durch DrohnenschlĂ€ge der TĂŒrkei an verschiedenen Angehörigen der Befreiungsbwegung gefĂŒhrt hat, stellt eine neue QualitĂ€t dar. WĂ€hrend die Befreiungsbewegung einen Krieg unter den verschiedenen politischen Strömungen der Kurd*innen immer vermeiden wollte, versuchen die PDK unter Anleitung der TĂŒrkei und auch der USA durch direkte Angriffe auf PKK- Stellungen aber auch durch Initiierung von FalseFlag– Aktionen den Krieg herbeizuzwingen. WĂ€hrend es der faschistischen TĂŒrkei um eine weitestgehende Zerschlagung der PKK geht, ist es der Plan der USA, die kurdische Befreiungsbwegung soweit zu schwĂ€chen, dass sie politisch eingehegt, ihres revolutionĂ€ren Kerns beraubt und in ein nationalistisches BĂŒndnis, unter Verrrat an den feministischen KĂ€mpfen und demokratischen Strukturen der Bewegung, mit Barzanis PDK und anderen reaktionĂ€ren Elementen manövriert werden kann. In der Strategie des US-Imperialismus kommt den kurdischen Strukturen dann nur noch die Funktion einer lokalen Bodentruppe zu, die bei Bedarf fĂŒr US- Interessen genutzt werden kann.

Sowohl der stattfindende Vernichtungskrieg des tĂŒrkischen Faschismus gegen die kurdische Befreiungsbewegung und ihre Errungenschaften als auch der bevorstehende Angriff durch die Kollaborateur*innen der PDK sind ein Krieg gegen eine demokratische, feministische und ökologische Perspektive. Weder ist es ein Krieg gegen „Terroristen“, wie es der Kriegstreiber Erdogan nicht mĂŒde wird, in die Welt zu lĂŒgen, noch geht es um einen „Bruderkrieg“. Mit den Worten Rosa Luxemburgs lĂ€sst sich feststellen, dass es um nicht weniger als die Frage nach „Sozialismus oder Barbarei“ geht!




Quelle: Fkfbs.noblogs.org