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Sonntag, 17.10.2021, 14 Uhr, Kurdisches Gemeindezentrum S-H (Hermann-Weigmann-Straße 20, Kiel)

Konstantin – Andok wir werden Dich niemals vergessen und Deinen Kampf weiterfĂŒhren. Die Gefallenen sind unsterblich – ƞehid namirin!

Jede unserer TrĂ€nen ist ein Zeichen unserer Wut und Wasser fĂŒr die Blume der SolidaritĂ€t.

(FĂŒr die Veranstaltung gilt die 2G-Regel, d.h. eine Teilnahme ist nur mit einem Nachweis ĂŒber eine vollstĂ€ndig Corona-Impfung oder Genesung möglich!)

Am 16.10.2021 jĂ€hrt sich der Todestag von Konstantin Gedig (ƞehĂźd Andok Cotkar). Er kĂ€mpfte fĂŒr die Demokratische Föderation Nord- & Ostsyrien (Rojava) Seite an Seite mit anderen FreiheitskĂ€mpfer:innen aus den USA, aus England, Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, Finnland, Schweden, Kanada und Rojava gegen den Terror des sogenannten Islamischen Staates, gegen die Angriffe der tĂŒrkischen Armee und fĂŒr die Freiheit des kurdischen Volkes.

Konstantin wird von seinen Eltern und WeggefĂ€hrt*innen als kluger, besonnener und politisch interessierter junger Mann mit einem sehr großen GerechtigkeitsbedĂŒrfnis beschrieben. Er wollte die Menschen in Rojava vor den GrĂ€ueltaten der Islamisten schĂŒtzen. Deshalb schloss er sich im Jahr 2016 den Volksverteidigungseinheiten YekĂźneyĂȘn Parastina Gel (YPG) an.

Er nahm den Namen Andok und den kurdischen Nachnamen „Cotkar“ (Bauer) an. Zuvor hatte er eine Ausbildung als Landwirt absolviert. Trotz mehrfacher Verwundung kehrte Konstantin im MĂ€rz 2019 mit den Worten „Daesh (IS) ist noch nicht besiegt“ erneut nach Kurdistan zurĂŒck. Andok Cotkar schĂŒtzte in den Reihen der jesidischen Volksverteidigungseinheiten YekĂźneyĂȘn Berxwadana ƞingal (YBƞ) die RĂŒckkehr der vertriebenen Jesid:innen ins Shingal-Gebirge.

Nach dem Angriffskrieg der TĂŒrkei im Jahr 2016/17 mit der militĂ€rischen Annektierung des kurdischen Kantons Afrin im Jahr 2018 setzte das Regime Erdogan die völkerrechtswidrige Invasion von Rojava im Oktober 2019 fort. Heval Andok ging freiwillig nach SerĂȘkaniyĂȘ, um gemeinsam mit YPG/YPJ die mit der TĂŒrkei verbĂŒndeten Dschijhadisten abzuwehren. Bei der Sicherung der Evakuierung des ƞehĂźd Roj Hospitals und dem Versuch ein Massaker zu verhindern, wurden Konstantin und seine Hevals durch tĂŒrkische Luftangriffe getötet. Anstatt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg abzustrafen, exportiert die Bundesrepublik Deutschland weiterhin U-Boote, Waffen, Ersatzteile und Munition in die TĂŒrkei.

Andoks konsequente SolidaritĂ€t mit den Menschen in Rojava und im Shingal-Gebirge hat es verdient in Erinnerung zu bleiben. Es ist unsere Aufgabe diese Erinnerung aufrechtzuerhalten und seinen mutigen Kampf in Deutschland politisch fortzufĂŒhren. Konstantin gab sein Leben fĂŒr seine Überzeugungen und die Freiheit des kurdischen Volkes. Um seinen Einsatz fĂŒr die Freiheit zu ehren, möchten wir Euch einladen, gemeinsam mit uns Heval Andok zu gedenken. Die Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, den 17.10.2021 um 14 Uhr im Kurdischen Gemeindezentrum SH in der Hermann-Weigmann-Straße 20 in Kiel statt.




Quelle: Kurdistansolikiel.noblogs.org