Oktober 20, 2021
Von Indymedia
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Wir durchleben eine Phase des extremen Angriffs der Gentrifizierung auf die urbanen Metropolen. WĂ€hrend der Wert der Immobilien weiter steigt wird der Wille des Kapitals sich weiter auszubreiten und jede Community und Nachbar*innenschaft zu zerstören noch grĂ¶ĂŸer. Von Leipzig bis nach Berlin sehen wir Luxusbauten die den öffentlichen Raum begraben, Communities die aufgrund steigender Mieten verdrĂ€ngt werden, Tourist*innen und Yuppies die in ihrer Suche nach Konsum ĂŒber die StĂ€dte herfallen, Briefkastenfirmen, die selbstorganisierte Strukturen ausradieren sollen und Großunternehmen die die Dominanz ĂŒber die StĂ€dte suchen. Entweder unterstĂŒtzen Politiker*innen diesen Zustand oder sie versuchen aus dem Kampf anderer Menschen Profit zu schlagen, diesen in Stimmen umzuwandeln und soziale Spannungen zu verringern. Deshalb sollte unsere Antwort selbstorganisiert, unvermittelt und militant sein. Und weil unsere Perspektive eine selbstbestimmte und -organisierte Gesellschaft ist – ohne Vermittler*innen, Waren und Mieten – mĂŒssen wir uns umso stĂ€rker verteidigen, wenn wir angegriffen werden!

NatĂŒrlich wĂŒrde ein solches System, dass auf Diskriminierung, Ausbeutung und UnterdrĂŒckung basiert nicht ohne Repressionsmechanismen bestehenbleiben. Der Staatsapparat dieser Gesellschaft braucht rassistische, untedrĂŒckende und patriarchale Strukturen, um die Ungerechtigkeit voranzutreiben, die er produziert. Die deutschen Bullen als moderne Scherrifs der StĂ€dte sind da um zu misshandeln und zu unterdrĂŒcken. Eine patriarchale und rassistische Struktur, die das staatliche Gewaltmonopol verstĂ€rkt. Als Mörder, UnterdrĂŒcker und ambitionierte Antisoziale sind die Bullen immer da um das “Law and Order” Dogma der deutschen Gesellschaft durchzusetzen. Jede Spannung muss pazifiziert, jeder Widerstand unterdrĂŒckt werden. Und weil unsere Perspektive eine befreite Gesellschaft ohne UnterdrĂŒckung und Diskriminierung, ohne Herrschaft, Hierarchien und Patriarchat ist – mĂŒssen wir umso stĂ€rker werden, wenn sie uns unterdrĂŒcken!

Um den status quo zu erhalten braucht die herrschende Klasse eine weitere Struktur der UnterdrĂŒckung, das Rechtssystem, dass darĂŒber entscheidet wer kriminell ist und wer nicht, wer gefĂ€hrlich ist und wer nicht. Es zielt auf Strukturen und KĂ€mpfe, auf Einzelne oder Gruppen, um die HĂ€nde der Staatsgewalt zu waschen. Einsperrung, Demotivierung und Isolation sind einiger seiner Ziele, beim Angriff auf die Strukturen und Verbindungen, der unsere kollektiven Prozesse und Praktiken zerstören soll. In einer Zeit von mordenden Neo-Nazis fokussiert sich das staatliche Narrativ weiter auf anti-autoritĂ€re KĂ€mpfe und beweist so einmal mehr, dass die UnterdrĂŒcker und Neo-Nazis sich von nichts unterscheiden. Und weil unsere Perspektive eine Gesellschaft ohne GefĂ€ngnisse ist, ohne repressive Institutionen und antisoziale Mechanismen – mĂŒssen wir mehr werden wenn sie uns unterdrĂŒcken!

Drei verschiedene Startpunkte und ein Treffpunkt, Connewitz. Eine Nachbar*innenschaft, die in den letzten Jahren nicht nur starken Widerstand gegen Bullen und Gentrifizierung gezeigt, sondern auch verschiedenen Communities die Möglichkeit gegeben hat kollektive Erfahrungen aufzubauen und durch die Praxis zu erleben. In den feindlichen Metropolen, in denen die Gentrifizierung jede selbstorganisierte Community angreift, wo Bullen unterdrĂŒcken und Politiker*innen das Kapital unterstĂŒtzen sind Gegenden wie Connewitz mehr als notwendig. Treffpunkte und Gegenden zu schaffen, in denen wir unsere offensiven Taktiken ausprobieren und solidarische Beziehungen in gegenseitiger Hilfe aufbauen können, sollte eine unserer PrioritĂ€ten sein. Wir brauchen Orte an denen unsere KĂ€mpfe verwurzelt sind und wachsen können.

Wir werden gegen dieses gewalttĂ€tige System in den Straßen von Leipzig sein. Gegen die Feind*innen der Gesellschaft die uns untedrĂŒcken und isolieren wollen. Wir rufen alle auf sich der Demonstration anzuschließen, um ihnen zu zeigen, dass wir uns umso hĂ€rter verteidigen wenn wir angegriffen werden und umso stĂ€rker und mehr werden, wenn wir unterdrĂŒckt werden!

Rigaer94




Quelle: De.indymedia.org