Oktober 6, 2022
Von Emrawi
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Seit August 2020 laufen Ermittlungen gegen mehrere Antifaschist:innen in Wien. Die betroffenen Antifaschist*innen wurden auf dem Weg nach Hause auf offener Straße zu Boden gerissen oder auf dem Weg zur Arbeit aus der U-Bahn gezerrt, in der Arbeit durch Beamt*innen abgeholt oder zu Hause besucht. Der Grund: einige Faschos sollen ein paar “Watschen” kassiert haben. Diese Vorwürfe haben ausgereicht um enorme Repression gegen Antifaschist:innen auszulösen.

Während Faschist:innen Waffenlager anlegen, sich in Telegramchats zu Umsturzfantasien vernetzen und einen aufgebrachten, nationalistischen Mob wöchentlich durch die Straßen Wiens führten oder auch zeitgleich zu den personell aufwändigen Observationen, ein Islamist einen terroristischen Anschlag vorbereiten und am 2. November 2020 mehrere Menschen im ersten Bezirk in Wien ermorden konnte, wurden Antifaschist:innen zum wiederholten Male ohne konkreten Tatverdacht observiert, verfolgt und staatlich drangsaliert. Wir werten dieses polizeiliche Vorgehen in seiner Gesamtheit als Angriff auf die antifaschistische Bewegung und als Versuch der Einschüchterung von Genoss:innen. Dieses Verfahren versucht Menschen, die sich antifaschistisch organisieren, abzuschrecken, indem ihnen und allen anderen politisch aktiven Menschen gezeigt wird, mit welch völlig unverhältnismäßiger Repression sie zu rechnen haben, wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten.

Bei all der Scheiße, die passiert: Repression macht immer auch Solidarität konkret. Wir lassen unsere Genoss:innen auch vor Gericht nicht allein. Nach drei Verhandlungstermine erwarten wir jetzt am 20. Oktober endgültig ein Urteil. Am Verhandlungstag wird es wieder eine angemeldete Kundgebung ab 8.30 Uhr vor dem Landesgericht für Strafsachen geben, kommt vorbei und zeigt euch solidarisch. Am gleichen Abend gehen wir um 18.00 Uhr auf die Straße -wir treffen uns am Stephansplatz! Ganz egal wie die Urteile ausfallen werden, wir lassen uns nicht einschüchtern, wir wollen unsere Wut laut und kämpferisch auf die Straße tragen! Sollen sie sich an unserer Solidarität die Zähne ausbeißen! Fight Repression! Für die befreite Gesellschaft, nieder mit der Polizei, hoch den Feminismus! #antifa2020 #w2010




Quelle: Emrawi.org