April 29, 2021
Von Anarchistische Infoladen Marburg
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Uns hat im MĂ€rz 2021 per Mail ein Statement erreicht (wird noch verlinkt), in dem betroffene Personen die sexualisierte und psychische Gewalt einer v.a. in der Gießener linken Szene aktiven Person öffentlich machen.

Wir solidarisieren uns ausdrĂŒcklich mit den beiden Betroffenen, die sich zu diesem Schritt entschlossen haben und dem Personenkreis, die sie dabei unterstĂŒtzt haben, sowie allen weiteren Betroffenen.

Es ist fĂŒr uns klar, dass wir mit den im Statement benannten Personen und Strukturen nicht zusammenarbeiten werden. Wir schließen uns den Forderungen nach Auseinandersetzung und Konsequenzen fĂŒr TĂ€ter und SchĂŒtzer*innen an.

Als relativ neues Kollektiv nehmen wir dies zum Anlass, uns damit auseinander zu setzen, wie wir prĂ€ventiv in unseren Strukturen und zukĂŒnftig in unserem Laden verhindern können, dass es zu solchen und anderen Übergriffen kommt. Uns ist bewusst, dass das ein fortwĂ€hrender Prozess ist. Wir wollen gute Betroffenenarbeit leisten, anstatt TĂ€ter*innenschutz zu betreiben.

Der Kampf gegen sexualisierte Gewalt und Sexismus in der Gesamtgesellschaft sowie in linken Kontexten ist ein Grundpfeiler unseres VerstÀndnisses von emanzipatorischer und anarchistischer Politik.

Wir wissen, dass die Arbeit gegen diese Strukturen – die viel zu oft insbesondere von FLINTA*s (FrauenLesbenInterNicht-BinĂ€rTransAgender) geleistet wird – aufwĂŒhlend, anstrengend und oft nicht anerkannt ist und dass sie scheitern kann.

Wir als Kollektiv möchten alte Strukturen verlernen und einen feministischen Umgang mit sexualisierter Gewalt erlernen. Wir wollen diese Prozesse transparent machen und nehmen gerne VorschlĂ€ge an, wie wir gemeinsam RĂ€ume gestalten können, in denen sexualisierte Gewalt nicht toleriert wird und es keine NormalitĂ€t fĂŒr Vergewaltiger gibt.

Das Infoladen Kollektiv.




Quelle: Infoladenmarburg.noblogs.org