Dezember 23, 2021
Von InfoRiot
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Am letzten Montag waren in Potsdam ĂŒber 700 Menschen auf der Straße, ohne sich und andere vor dem Coronavirus zu schĂŒtzen. Unter den Teilnehmer*innen waren nicht SpaziergĂ€nger*innen, sondern Coronaleugner*innen, Verschwörungs-ideolog*innen.

Am let­zten Mon­tag waren in Pots­dam ĂŒber 700 Men­schen auf der Straße, ohne sich und andere vor dem Coro­n­avirus zu schĂŒtzen. Unter den Teilnehmer*innen waren nicht SpaziergĂ€nger*innen, son­dern Coronaleugner*innen, Verschwörungs-ideolog*innen, Umsturzphan­tas­ten. AfD und andere Nazis ver­suchen, die Sor­gen und Nöte der Men­schen in der Pan­demie fĂŒr ihre Zwecke mit Haß und Het­ze zu mißbrauchen.

Die Zivilge­sellschaft in unser­er Stadt, die Pogi­da ver­jagt hat, die sich als „sicher­er Hafen” fĂŒr GeflĂŒchtete ver­ste­ht, die eine Stadt der Wis­senschaft ist und die stolz auf ihre sol­i­darische Stadt­ge­sellschaft und ihre FreirĂ€ume ist, wird damit her­aus­ge­fordert, ein Zeichen gegen diesen Spuk aus Igno­ranz, Ego­is­mus, Haß und Wis­senschafts­feindlichkeit zu setzen!

Diese „SpaziergĂ€nge” sind ein Schlag ins Gesicht der medi­zinis­chen PflegekrĂ€fte, die in den Kranken­hĂ€usern am Lim­it arbeit­en. Sie ver­höh­nen alle, die an ein­er Coro­n­aerkrankung ver­stor­ben sind. Sie spal­ten die Gesellschaft, weil sie mit ihrem ego­is­tis­chen Ver­hal­ten auch diejeni­gen unter uns mit­ge­fĂ€hrden, die sich an Kon­tak­tbeschrĂ€nkung hal­ten und durch die Imp­fung gegen Coro­na eine RĂŒck­kehr zur Nor­mal­itĂ€t wollen. Sie sind zynisch gegenĂŒber allen Men­schen im Einzel­han­del und in der Gas­tronomie, in der Kul­tur, im Sport oder in der Ver­anstal­tungs­branche, die von den notwendi­gen Ein­schrĂ€nkun­gen exis­ten­tiell bedro­ht sind.

Dabei geht es uns nicht um eine kri­tik­lose Akzep­tanz der Coro­n­apoli­tik. Es ist nötig, ĂŒber die Auswirkun­gen der Ein­schrĂ€nkun­gen der Frei­heit in unserem Land zu reden. Es ist nötig, Kon­se­quen­zen aus der Wucht zu ziehen, die unser Land durch die Pan­demie erschĂŒt­tert hat. Es wird lĂ€ngst Zeit fĂŒr einen Per­spek­tivwech­sel, fĂŒr eine andere Verteilung der Las­ten und EinschrĂ€nkungen.

Wir treten dafĂŒr ein, daß alle Men­schen geschĂŒtzt wer­den, daß die Men­schen, welche die Haupt­last in der Krise tra­gen, endlich auch die entsprechende Anerken­nung bekommen.

Die ĂŒber­wĂ€lti­gende Mehrheit Pots­dams ist sol­i­darisch. Wir meinen, JETZT muss diese Mehrheit dies deut­lich machen und zeigen, daß wir Pots­dam nicht den Egoist*innen und Schwurbler*innen ĂŒberlassen.

Deshalb muss am nÀch­sten Mon­tag, den 27. Dezem­ber 2021 das sol­i­darische Pots­dam sicht­bar werden.

Wir rufen alle Men­schen in der Stadt auf, diesem Spuk am nĂ€ch­sten Mon­tag etwas ent­ge­gen­zuset­zen! Werdet aktiv, zeigt auf kreative und vielfĂ€ltige Weise, was wir von Men­schen­ver­ach­tung und Igno­ranz hal­ten. HĂ€ngt z.B. Trans­par­ente, bunte Schals, oder TĂŒch­er aus den Fen­stern. Macht mit Trillerpfeifen, Töpfen und Pfan­nen Musik und LĂ€rm an Fen­stern und TĂŒren. Macht auf den Wegen deut­lich, was ihr von den Egoist*innen und Schwurbler*innen hal­tet. Nehmt Euch die Straßen zurĂŒck!

u   Infos zu den Kundgebungen 

 

Datum: Mon­tag, 27. Dezem­ber 2021 ab 16:30

 

  • Am Platz der Einheit
  • am Nauen­er Tor
  • am Bran­den­burg­er Tor
  • am Film­mu­se­um Potsdam

Und ganz wichtig im Gegen­satz zu den Schwurbler*innen: Hal­tet Abstand, set­zt Masken auf, agiert in

Kle­in­grup­pen, schĂŒtzt Euch und andere.

u  UnterstĂŒtzer*innen:

  • BĂŒnd­nis „Pots­dam beken­nt Farbe”
  • Patient*innen gegen kap­i­tal­is­tis­che Leidkultur
  • Lan­desver­band AndersARTiG
  • la datscha
  • Linke Pots­dam
  • Net­zw­erk „Stadt fĂŒr alle”
  • GEW Stud­is
  • Utopia e.V. Zep­pelin­straße 26
  • Neue Far­ben e.V. Char­lot­ten­straße 28
  • Die Partei Potsdam
  • VVN-BdA Pots­dam
  • SJ — Die Falken Brandenburg
  • See­brĂŒcke Potsdam
  • Polar Pots­dam
  • Tre­ff­punkt Freizeit
  • Emanzi­pa­torische Antifa Pots­dam / EAP
  • WĂ€h­lerge­mein­schaft DIE aNDERE
  • Linksju­gend [’sol­id] Potsdam
  • Archiv Pots­dam

Weit­ere Grup­pen kön­nen sehr gern aufgenom­men werden






Quelle: Inforiot.de