November 4, 2021
Von Indymedia
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Zugtreffpunkt:
13.11 – 12:00 – Osthalle, NĂŒrnberg Hauptbahnhof

Mobivortrag:
10.11 – 20 Uhr – Infoladen Benario, FĂŒrth

Die AufmÀrsche
Auch in diesem Jahr wollen die Neonazis der Kleinstpartei „III. Weg“ in der oberfrĂ€nkischen Kleinstadt Wunsiedel aufmarschieren. Mit ihrem sogenannten „Heldengedenken“ knĂŒpfen sie an die neonazistische Tradition der „Rudolf-Heß-GedenkmĂ€rsche“ an. Heß war seit 1933 der Stellvertreter Adolf Hitlers in der NSDAP. 1941 geriet er in britische Kriegsgefangenschaft. In den NĂŒrnberger Prozessen zu lebenslanger Haft verurteilt und saß bis zu seinem Selbstmord am 17. August 1987 im Knast. Bestattet wurde er in Wunsiedel. Sein Tod rief bereits im Jahr 1988 Neonazis auf den Plan, die die erste Gedenkveranstaltung am 17. August 1988 durchfĂŒhrten. In den Jahren darauf wuchs der faschistische Aufmarsch. In den frĂŒhen 90er Jahren beteiligten sich einige Tausend Neonazis an den Demonstrationen. Bis zu den 2000er Jahren schmolz der Aufmarsch glĂŒcklicherweise wieder gehörig zusammen.
Inzwischen finden sich (fast) jedes Jahr nur noch bis zu 250 Neonazis in Wunsiedel zusammen. Seit dem Verbot der Verherrlichung des NS im Jahr 2005 und einem speziellen Verbot der Heß-MĂ€rsche geschieht das nicht mehr mit offenem Bezug auf Rudolf Heß.

Nie wieder Faschismus!
Diejenigen, die dort einem toten Nazi hinterher trauern, sind diejenigen, aus deren Reihen sich die rassistischen Mörder*innen unserer Zeit rekrutieren. Der NSU, die AnschlÀge in Kassel, Halle und Hanau sind nur die Konsequenz aus einer durch und durch nationalistischen, rassistischen, sozialchauvinistischen, antisemitischen Ideologie, welche die extreme Rechte ausmacht.

Die Leute, die durch Wunsiedel marschieren wollen, beziehen sich positiv auf den Nationalsozialismus, der fĂŒr den Tod von Millionen Menschen verantwortlich ist. Sie wollen wieder einen autoritĂ€ren FĂŒhrerstaat, in dem die lohnabhĂ€ngige Klasse der brutalsten Ausbeutung unterworfen ist, und alle, die nicht in ihr Weltbild passen, schlicht ermordet werden.
Wir sagen: Nie wieder Faschismus!
Diese historische Erfahrungen verpflichten uns gegen rechte Strukturen und fĂŒr eine antikapitalistische Gesellschaft zu kĂ€mpfen. Es gilt, alle faschistischen Organisationen zu zerschlagen und dem Faschismus seine ökonomische Grundlage, die kapitalistische Organisation der Wirtschaft, zu entziehen. Davon sind wir offensichtlich weit entfernt. Doch auch kleine Ereignisse, wie der Protest gegen den faschistischen Aufmarsch in Wunsiedel sind ein Teil dieses Kampfes. Darum am 13. November auf die Straße und den Naziaufmarsch stören!

Protest am 13. November
In diesem Jahr mobilisiert erneut das BĂŒndnis „Nicht lange fackeln“ den antifaschistischen Gegenprotest. Auch wir, das Antifaschistische AktionsbĂŒndnis NĂŒrnberg (AAB), werden uns an den Protesten beteiligen. Wir werden einen klassenkĂ€mpferischen, revolutionĂ€ren Antifaschismus reprĂ€sentieren und gemeinsam mit dem „Nicht lange fackeln“-BĂŒndnis protestieren.
Zusammen werden wir den Nazis die Straße nehmen!

Rudolf Heß – Rot in Hell!
Klassenkampf statt Volksgemeinschaft!

Zugtreffpunkt:
13.11 – 12:00 – Osthalle, NĂŒrnberg Hauptbahnhof

Mobivortrag:
10.11 – 20 Uhr – Infoladen Benario, FĂŒrth




Quelle: De.indymedia.org