Februar 11, 2021
Von Indymedia
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In der Nacht vom 9. auf den 10. Februar hat der faschistische tĂŒrkische Staat eine Invasion gegen die befreiten Gebiete in SĂŒdkurdistan gestartet. Seit den frĂŒhen Morgenstunden greift das tĂŒrkische MilitĂ€r mit Bombardements, Kampfflugzeugen und Bodentruppen die sĂŒdkurdische Region Gare, die an Rojava grenzt, an. Dabei kooperiert sie mit Barzani und der PDK, die nicht zum ersten Mal Verrat an der Bevölkerung in SĂŒdkurdistan begeht. Schon 2014 lieferte sie die Bevölkerung Shengals schutzlos dem IS aus. Damals wie heute, leistet die Guerilla der freien Berge Kurdistans jedoch entschlossen Widerstand gegen die Besatzer.

Die Invasion in Gare ist ein direkter Angriff auf das Herz der Frauenrevolution in Kurdistan!

Die Offensive erfolgt nur eine Woche nach dem Treffen des tĂŒrkischen Verteidigungsministers Hulusi Akar mit seiner deutschen Kollegin Annegret Kramp-Karrenbauer in Berlin. Es ist klar: Der tĂŒrkische Staat ist auf die Hilfe von anderen MĂ€chten angewiesen und kann diesen Krieg nicht alleine fĂŒhren – er wurde in Berlin und durch andere Staaten abgesegnet! Die deutsche Bundesregierung schaut den Angriffen damit nicht nur schweigend zu, sie hat sie durch ihre diplomatische und militĂ€rische UnterstĂŒtzung erst ermöglicht!
Wir dĂŒrfen es nicht als Zufall begreifen, dass eine Woche nach den GesprĂ€chen in Bagdad und Berlin eine erneute Offensive seitens des tĂŒrkischen Staates begonnen hat.
Wir mĂŒssen auf die Invasion der TĂŒrkei, den Verrat der PDK und die deutsch-tĂŒrkische Zusammenarbeit reagieren. Wir mĂŒssen eine Öffentlichkeit schaffen, wenn diese patriarchalen und imperialistischen MĂ€chte das Herz der Frauenbewegung angreifen.
Wir dĂŒrfen nicht schweigen, wir dĂŒrfen nicht zuschauen, wir dĂŒrfen nicht sagen wir hĂ€tten von all dem nichts gewusst. Dieses Land, in dem wir leben, hat Blut an den HĂ€nden. Es liegt in unserer Verantwortung diese MittĂ€terschaft zu beenden!
Nehmen wir uns ein Beispiel an dem heldenhaften Widerstand der Guerilla in den freien Bergen Kurdistans, an der Bevölkerung, die so viel Schmerz erlitt und dennoch nicht aufgibt, und an all jenen, die ihr Leben im Kampf fĂŒr die Freiheit ließen.
SolidaritĂ€t ist keine Phrase, sie bedeutet Widerstand – auch in Zeiten einer Pandemie.
Es ist Zeit fĂŒr eine Offensive, Zeit sich gemeinsam zu verteidigen, Zeit der eigenen Verantwortung gerecht zu werden. Denn das neoliberale, imperialistische, kapitalistische und patriarchale System zeigt sein wahres Gesicht.

Lasst uns unsere Mitmenschen ĂŒber die aktuelle Situation informieren und fĂŒr öffentlichkeitswirksame Aktionen sorgen. Zeigen wir den Medien, dass es noch andere Sachen gibt als die Lockdownpolitik der Bundesregierung.

Bringen wir unsere Liebe zum Leben und fĂŒr eine befreite Gesellschaft nach außen. Zeigen wir fĂŒr welche Werte und VerĂ€nderungen wir kĂ€mpfen. Werden wir gemeinsam unserer Verantwortung gerecht, fĂŒr all jene, die nach uns kommen.
Es ist höchste Zeit, die Frauenrevolution und die Menschlichkeit zu verteidigen!

 

Aktuelle Informationen findet ihr unter: https://anfdeutsch.com/
Jin Jiyan AzadĂź!

 




Quelle: De.indymedia.org