April 28, 2021
Von Indymedia
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Kleines AbkĂŒrzungs-Lexikon

gaP: gewaltausĂŒbende Person

TAG: Transformative Arbeitsgruppe

bP: betroffene Personen

bUmfeld: betroffenes Umfeld

bP-K: betroffene Personen Kontakt

TG: Transformative Gerechtigkeit

FLINTA*: nicht cis-MĂ€nner

 

 

Die Struktur und deren Entstehung

Die Information, dass von einer Person (im Nachfolgenden gaP genannt) sexualisierte Gewalt ausgeĂŒbt wurde, haben ein, zwei Personen – nach Zustimmung von den ihnen bekannten betroffenen Personen – an mehrere Leute in unseren Umfeldern herangetragen. Dies war der Startschuss des Prozesses, in dem wir jetzt gerade versuchen die betroffenen Personen (bP), sowie das betroffene Umfeld (bU) zu unterstĂŒtzen und auf der anderen Seite mit der gaP das Geschehene aufzuarbeiten, sowie das Ganze als Lernprozess von allen in unserer Community zu sehen und von dieser nicht abzukoppeln.

 

Nachdem verstreut Leute davon erfahren haben, blieb es leider an Einzelpersonen (viele davon FLINTA*) hĂ€ngen, die Information grĂ¶ĂŸerflĂ€chig und ĂŒberlegt an das persönliche und politische Umfeld der gaP heranzutragen. Ein transparenter und sensibler Umgang mit solchen Informationen sollte unnötige GerĂŒchten vorbeugen, Menschen fĂŒr die Thematik sensibilisieren und dem allgemeinen, gesellschaftlichen Umgang mit solchen Benennungen entgegenwirken – nĂ€mlich die gaP nicht durch Verschweigen der Benennungen aus ihrer Verantwortung zu ziehen (TĂ€ter*innenschutz begehen) und betroffenen Personen ihre Erfahrung nicht abzusprechen, sondern ihnen glauben und sie unterstĂŒtzen. Außerdem war zu dem Zeitpunkt noch völlig offen, ob noch mehr Personen betroffen sind bzw. war uns wichtig, betroffenen Personen eine Möglichkeit zu geben, UnterstĂŒtzung aus der Community zu erfahren bzw. sich die Informationen zu den Benennungen einzuholen. In diesem Chaos und Stress hat es knapp ĂŒber einen Monat gedauert bis sich eine handvoll Menschen als Initiierungsgruppe zusammengetan haben, um einen Überblick ĂŒber die Informationsweitergabe, die BedĂŒrfnisse von betroffenen Personen und die Situation der gaP zu bekommen. Aus dieser Gruppe heraus wurde sich eine Grundstruktur fĂŒr einen TG-Prozess ĂŒberlegt, welcher von betroffenen Personen befĂŒrwortet worden war, sowie Menschen fĂŒr die damit verbundenen Aufgaben gesucht. Außerdem nahm diese Initiierungsgruppe sich Kommunikation mit, Ansprechbarkeit fĂŒr und Organisierung von Treffen fĂŒr die Umfelder und Beteiligten zur Aufgabe. Bei diesen ersten TG-Plena, zu denen die gaP explizit nicht eingeladen wurde, wurden Informationen zu TG generell und zu diesem Fall speziell geteilt, Updates verbreitet, Raum fĂŒr Fragen geöffnet, sowie Forderungen und BedĂŒrfnisse aus der Community, insbesondere von betroffenen Personen, erfragt und versucht die anfallenden Aufgaben zu verteilen. Die Suche nach Menschen fĂŒr die jeweiligen Gruppen der TG-Arbeit hat mehrere Wochen und mehrere, zu dem Zeitpunkt wöchentlich stattfindende TG-Plena gebraucht.

 

Es wurde ein Termin festgelegt, der auf zwei Monate nach Bekanntwerden der Gewalt gesetzt wurde, um den formalen Beginn der TG-Arbeit zu symbolisieren und die erste Initiierungs- und Informierenphase damit klar zu beenden. Ziel dieses Datums war es auch die Initiierungsgruppe auflösen zu können und die Arbeit damit langfristig auf mehr selbstgewĂ€hltes als plötzlich spontan notwendiges Engagement zu legen und keine zentrale Anlaufstelle in der Struktur zu behalten, also Hierarchien zu vermeiden. Bis zu den Treffen wurde versucht alle potenziell betroffenen Personen und Menschen in den direkten Umfeldern ĂŒber die Gewaltbenennungen und Beginn einer Aufarbeitung zu informieren, um eventuell weitere betroffene Personen die Möglichkeit zu geben, sich mit Forderungen und WĂŒnschen an den Prozess wenden zu können und die BedĂŒrfnisse von bP, betroffenem Umfeld und der Community abzuklĂ€ren. Dies erwies sich als wichtiger Schritt, da auf diese Weise weitere betroffene Personen Kontakt aufnehmen konnten und bP und betroffenes Umfeld WĂŒnsche und Forderungen stellen konnten, bevor der Rahmen des Prozesses konkret ausformuliert worden war.

 

Zu dem Termin, an dem der formale Beginn der TG-Arbeit angedacht war, bereitete die Initiierungsgruppe ein moderiertes / mediiertes GesprĂ€ch mit festen Ablauf vor. Dabei war das Ziel die bisher bekannten Benennungen durch bP zusammenzufassen, die Forderungen und WĂŒnsche von bP und betroffenem Umfeld zu klĂ€ren, die Prozess-Struktur (welche Gruppen gibt es und wie sind deren Aufgaben und Zusammenarbeit strukturiert) zu klĂ€ren und dann die konkrete Arbeit in den Gruppen strukturiert mit festen Absprachen zu beginnen. Der grobe Ablauf des GesprĂ€ches ist im Anhang an diesen Text und auf archive.org [https://archive.org/details/initiierungstreffen-ablauf].

An dem Treffen nahmen Menschen teil, die sich die Arbeit mit der gaP vorstellen konnten, Menschen, die sich zur Intervisionsgruppe (spĂ€ter erklĂ€rt) zusammenschlossen, eine Ansprechperson fĂŒr die Communtiy-Arbeit und die gaP selbst. Dabei waren vor dem Treffen die aktuellen Benennungen, Forderungen und WĂŒnsche von betroffenen Personen und Umfeld – vom gerade entstehenden betroffene Personen-Kontakt zusammengetragen – eingeholt worden und der Verlauf des Treffens abgeklĂ€rt. Bei dem Treffen wurden auch die Ziele und Ideen der gaP fĂŒr den TG-Prozess, sowie deren Version der Benennungen protokolliert, um damit spĂ€ter in der Aufarbeitung eine Basis zu haben.

 

Auch als die Struktur dann grob stand, war es sehr viel Organisatorisches zu klÀren, ehe inhaltlich in dem Prozess gearbeitet werden konnte.

 

Im Zentrum des Prozessen stehen drei Gruppen, wÀhrend es aber auch noch mehrere weitere Gruppen darum herum gibt:

1. Einmal gibt es die “bP-Kontakt”-Gruppe (bP-K), welche mit den betroffenen Personen und dem betroffen Umfeld im Austausch steht und die deren Forderungen und WĂŒnsche in den Prozess trĂ€gt und Feedback aus Perspektive der betroffenen Personen an die Arbeit der “Transformative Arbeits Gruppe” (TAG) weiterleitet.

2. Dann gibt es die Transformative Arbeits Gruppe“ (TAG), welche mit der gaP die FĂ€lle sexualisierter Gewalt aufarbeitet und guckt, dass Absprachen eingehalten werden und die außerdem die Perspekive der gaP in dem Prozess vertreten, also z.B. inwieweit es funktionieren kann, dass die gaP weiter ein Teil der Gemeinschaft bleiben kann, wĂ€hrend die BedĂŒrfnisse von betroffenen Personen respektiert werden. Außerdem reflektiert die TAG mit der gaP deren Verhaltensmuster, damit in Zukunft keine GrenzĂŒberschreitungen mehr stattfinden.

3. Die dritte Hauptgruppe in dem Prozess ist die “Intervision” (Intervis), welche sich irgendwo in der Mitte zwischen allen Gruppen versteht und versucht den Überblick zu behalten, den Prozess generell zu reflektieren, sich mehr in verschiedene Spannungsfelder von TG rein zu arbeiten und die gewonnenen Erkenntnisse in den Prozess rein zu tragen, sowie zu versuchen die Gemeinschaft drum herum nicht aus den Augen zu verlieren und mit regelmĂ€ĂŸigen TG-Plena den Prozess so transparent wie möglich zu gestalten. Auch vernetzt sich die Intervis mit anderen Gruppen, die zu TG arbeiten und schaut, wie das Thema mehr in die Gesellschaft generell getragen werden kann.

 

Intervision ist angelehnt an Supervision, aber weniger hierarchisch gedacht (super = von oben). Supervision wird in der Psychologie und in Organisationen verwendet, um gegenseitige (fachliche) Beratung, KlĂ€rung von Konflikten, Reflektion und Thematisierung von zwischenmenschlichen Dynamiken zu ermöglichen. Wir benutzen den Begriff Intervision fĂŒr eine Gruppe, die innerhalb des TG Prozesses Raum bieten soll, um regelmĂ€ĂŸig im Prozess einen Blick ĂŒber den Tellerrand zu erlangen, eine intersektionale feministische Perspektive nicht aus den Augen zu verlieren und innerhalb der Beteiligten Dynamiken, Care-BedĂŒrfnisse und Arbeitsverteilung, etc. sichtbar und besprechbar zu machen. Konkret passiert das in regelmĂ€ĂŸigen Treffen mit der TAG und bP-Kontakt, bei denen gemeinsam das aktuelle Geschehen besprochen wird und lĂ€ngerfristige Ziele entwickelt und geprĂŒft werden. Zudem kann inhaltlichen Diskussionen Raum gegeben werden und eventuell entstehende Probleme (Überarbeitung, Überfokussierung auf gaP, bP VernachlĂ€sigung, 
) gemeinsam besprochen und nach UmgĂ€ngen und Lösungen gesucht werden.

 

Drum herum gibt es dann noch eine Soligruppe fĂŒr die bP-Perspektive, welche betroffene Personen und den bP-Kontakt bei Bedarf mit Emo- und Care-Arbeit unterstĂŒtzt, außerdem eine generelle Soligruppe, welche den Prozess z.B. dadurch unterstĂŒtzt, indem bei Plena von einzelnen Gruppen Essen gekocht wird, RĂ€ume organisiert werden, etc. und somit der Prozess gemeinschaftlicher mitgetragen werden kann, auch wenn vielleicht nicht alle Lust haben sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen. Außerdem gibt es eine solidarische Organisierung von cis MĂ€nnern, bei der auch die gaP ein Teil der Gruppe ist und die sich kritisch mit ihrer eigenen MĂ€nnlichkeit und patriarchalen Sozialisierung auseinandersetzen. Da es in diesem konkreten Beispiel auch betroffene Personen an einem anderen Ort gibt, gibt es an diesem anderen Ort außerdem eine informelle Struktur, die betroffene Personen unterstĂŒtzt und eine Gruppe, die sich mit an diesem Ort erfolgten TĂ€ter*innenschutz auseinandersetzt.

 

Bei der Entstehung des TG-Prozesses und der Entwicklung der Struktur standen und stehen fĂŒr uns eine Zentrierung betroffener Personen im Fokus. Dies gilt auch fĂŒr die inhaltliche Arbeit. Dabei bieten uns die Konzepte Definitionsmacht und Handlungsmacht zwei grundsĂ€tzliche Werkzeuge, an denen wir uns in der alltĂ€glichen Arbeit orientieren.

 

 

Wir arbeiten nicht nur mit Definitionsmacht – betroffene Personen zentriert und herrschaftskritisch arbeiten

Unser kollektiver Umgang mit sexualisierter Gewalt ist zuallererst auf betroffene Personen und ihre Perspektive ausgerichtet. Das heißt, dass wir die Definition betroffener Personen zu dem, was diese als GrenzĂŒberschreitung, sexualisierte Gewalt etc. erlebt haben, nicht hinterfragen, anzweifeln oder bagatellisieren/kleinreden. Das heißt auch, dass ob du betroffen bist oder nicht, du allein entscheidest. Diese Definitionsmacht (DefMa) spielt eine wichtige Rolle in der Aufarbeitung der Gewalthandlungen der gewaltausĂŒbenden Person in der TAG, aber ist auch ein feministischer Grundpfeiler, der Entscheidungen und PrioritĂ€ten in unserem TG-Prozess generell prĂ€gt. Das Konzept wurde in jahrzentelangen feministischen KĂ€mpfen als Antwort auf Rape Culture und dem Anzweifeln und Nicht-Zuhören gegenĂŒber betroffenen Personen, entwickelt und ist daher eine wichtige solidarische Antwort im Umgang mit vor allem sexualisierter und intimer Gewalt.

Doch aus diesem Konzept folgt noch mehr, denn wenn betroffene Personen eine GrenzĂŒberschreitung benannt haben (DefMa), besitzen sie auch eine Handlungsmacht (HaMa). Das soll den Umgang mit Konsequenzen eines sexualisierten Übergriffs beschreiben, bei dem bP z.B. von der gaP fordern können, keinen Kontakt mehr aufzunehmen, sich in bestimmten kollektiven RĂ€umen (fĂŒr einen bestimmten Zeitraum oder allgemein) nicht mehr aufzuhalten oder einen Aufarbeitungsprozess zu starten. HaMa beschreibt aber auch, dass (nicht wie bei DefMa) diese Forderungen und WĂŒnsche solidarisch-kritisch diskutiert und hinterfragt werden können. Hier spielt IntersektionalitĂ€t, also das Mitdenken von verschiedensten (Mehrfach-)Diskriminierungen und Positionierungen der Beteiligten, sowie die Verteilung von Ressourcen und MachtverhĂ€ltnissen mit rein. Wenn beispielsweise die gaP finanziell sehr schlecht da steht, sollte das bei der Frage zu finanziellen Forderungen mitgedacht werden, genauso wie auch Forderung an eine gaP nicht transfeindliche oder rassistische Gewalt (re)produzieren sollte.

Wir mĂŒssen also nicht alles gut finden, was bP fordern oder wollen, handeln letzteren gegenĂŒber aber solidarisch und versuchen ihre BedĂŒrfnisse in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen. Diese Zentrierung heißt auch, dass ohne die Zustimmung der bP nicht gehandelt wird, z.B. Informationen veröffentlicht werden, keine Leute die gaP konfrontieren, ohne dass bP das wollen, etc.

Wir respektieren Entscheidungen, die bP selbst betreffen, z.B. inwiefern sich bP in einem Aufarbeitungsprozess beteiligen wollen, und versuchen sie nicht zu bevormunden – denn bP wissen selbst am besten, was sie brauchen. Betroffenheit kann sehr unterschiedlich aussehen. Um diese Formen besser unterscheiden zu können, sprechen wir z.B. auch von betroffenen Umfeldern oder Co-Betroffenheit. Ersteres beschreibt, dass auch wenn du von der gaP selber keinen Übergriff erfahren hast, du dich als Teil des sozialen Umfelds betroffen fĂŒhlen kannst und beispielsweise die gaP erst mal nicht mehr sehen willst. Co-Betroffenheit soll heißen, dass du z.B. als Mitbewohni in einem Fall von hĂ€uslicher Gewalt in deiner WG auch betroffen sein kannst, du aber nicht die zentrale Person fĂŒr den weiteren Umgang mit der Situation bist, sondern eben mit-betroffen.

Beim staatlichen und gesellschaftliche Umgang mit sexualisierter Gewalt hat sich leider wenig geĂ€ndert. Der juristische Weg bei intimer Gewalt steht vielen nicht offen (z.B. wegen prekĂ€rem Aufenthaltstitel, ..) und bringt den betroffenen Personen meist vor allem retraumatisierende Erlebnisse bei Polizei und Justiz. Und auch wenn es zu einer (extrem seltenen) Verurteilung kommt, stehen dabei nicht die BedĂŒrfnisse betroffener Personen im Fokus, sondern das staatliche Strafprinzip. Aus diesem Grund wollen wir bei unseren UmgĂ€ngen mit zwischenmenschlicher Gewalt das Absprechen von GlaubwĂŒrdigkeit verhindern durch das Prinzip von DefMa bei Benennungen, die BedĂŒrfnisse, Handlungsmacht, Sicherheit und Empowerment von betroffenen Personen in den Fokus stellen, statt einer veralteten Straflogik zu folgen, die nicht in der Lage ist und auch nicht dafĂŒr gemacht, patriarchale Strukturen in Staat und Gesellschaft zu Ă€ndern oder das Verhalten gewaltausĂŒbender Person zu transformieren.

 

Es ist ein langer Weg, wenn wir patriarchale Gewalt ĂŒberwinden wollen. Aber es ist nicht zu versuchen, oder dem Staat zu ĂŒberlassen, bedeutet die Kompliz*innenschaft mit einem patriarchalen und rassistischen System. Wir wollen Handeln und verantwortungsvollere Gemeinschaften aufbauen, macht mit!

 

– einige Menschen aus der TG Arbeit in Freiburg, April 2021

 

 

Anhang

 

a) -Mediiertes GesprĂ€ch fĂŒr Beginn TG-Prozess: https://archive.org/details/initiierungstreffen-ablauf
    – Modellverlauf abstrahiert, Grafik [siehe angehĂ€ngtes Bild]

 

b) Weitere Informationen:

– Texte zu Definitionsmacht, z.B. defma.blogsport.de, http://evibes.blogsport.de/2014/11/18/wir-arbeiten-nicht-mit-definitions…

– Aktuelles Zine zu TG: Painapple Zine, https://archive.org/details/painappleready04

– transformativejustice.eu

– ignite.blackblogs.org/material

– anarchistsfromtheblock.blackblogs.org

– awarenetz.ch

 

c) Kontaktmöglichkeiten:

Es gibt eine allgemeine Kontaktemail, an die ihr Fragen und Hinweise schreiben könnt (schreibt gerne verschlĂŒsselt, wenn‘s nicht geht auch okay): transform_freiburg[at]immerda[Punkt]ch

PGP-Fingerprint: E10F 3B18 D762 CCBE A3C9 5780 AB8C 55B7 ED3B 0D7E

 

Außerdem können sich betroffene Personen, betroffene Umfelder (und die, die sich nicht sicher sind) an folgende Email wenden (schreibt gerne verschlĂŒsselt, wenn‘s nicht geht auch okay):

blau-beere-n[at]riseup[Punkt]net

PGP- Fingerprint: EF3C 103C 52EE 09A3 C4BF 3596 F292 4040 BEBD 8B18




Quelle: De.indymedia.org