Januar 13, 2021
Von FAU Hamburg
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Ein gutes halbes Jahr arbeitete unsere Genossin in einer Bio-GemĂŒsegĂ€rtnerei in Schleswig-Holstein mit den Zugpferden. Ende September erhielt sie eine KĂŒndigung zum 31.10.2020. MĂŒndlich wurden verschiedene haltlose VorwĂŒrfe gemacht. Daraufhin haben wir mit anwaltlicher UnterstĂŒtzung umgehend eine KĂŒndigungsschutzklage erhoben. Bei einem GĂŒtetermin wurde dann ein Mediationsverfahren vereinbart. Dort konnten die Konfliktparteien sich darauf einigen, dass die KĂŒndigung erst zum 31.03.2021 und betriebsbedingt ausgesprochen wird. Dies bedeutet:

  • Gehaltsnachzahlung fĂŒr November und Anfang Dezember
  • RĂŒcknahme aller VorwĂŒrfe
  • Möglichkeit den restlichen Urlaub regulĂ€r zu nehmen
  • Wechsel des Arbeitsbereichs fĂŒr die kommenden Monate

Im Gegensatz zu einem ersten Vergleichsangebot ĂŒber wenige Hundert Euro muss der Betrieb also ca. das Zehnfache in Form der GehĂ€lter an unsere Genossin zahlen. Des Weiteren wurden die Kosten fĂŒr eine Fortbildung, welche schon stattgefunden hatte, jetzt ganz ĂŒbernommen und zugesichert, dass eine Zweite anteilig vom Betrieb bezahlt wird. Außerdem dĂŒrfte der GemĂŒsehof wohl dazu verpflichtet sein, die Wiedereingliederungshilfe – welche der Betrieb fĂŒr unsere Genossin erhalten hatte – voll an das Jobcenter zurĂŒckzuzahlen.

Wir werden wachsam die Umsetzung der Vereinbarungen begleiten. FĂŒr unsere Genossin
bedeutet das, dass sie jetzt in Ruhe – bei vollem Gehalt – die Zukunft planen kann. Dieser Erfolg war Dank einer gelungen Kooperation der FAU Hamburg, der FAU Flensburg und der FAU Berlin möglich. Wieder einmal zeigt sich, dass entschlossene Reaktionen sich auszahlen!




Quelle: Hamburg.fau.org