Januar 29, 2021
Von FAU Flensburg
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Angesichts der desaströsen Pandemiepolitik der Regierung und der Gefahr von Massenentlassungen, haben italienische Gewerkschaften fĂŒr Freitag zu einem Generalstreik aufgerufen. Sie kĂ€mpfen damit auch fĂŒr eine Vermögensabgabe, mit der die reichsten Italiener:innen fĂŒr die Krisenkosten aufkommen sollen. Wir spiegeln dazu die ErklĂ€rung unserer italienischen Schwesterorganisation.

m Freitag, den 29. Januar, wird in Italien ein 24-stĂŒndiger Streik stattfinden, an dem Arbeiter:innen aus allen öffentlichen Sektoren sowie aus allen privaten Sektoren teilnehmen können. Er wurde von den Gewerkschaften SLAI Cobas und Si Cobas Lavoratori Autorganizzati ins Leben gerufen und dann erweitert, vor allem im Bildungssektor.

Die GrĂŒnde dafĂŒr sind vielfĂ€ltig, allgemein wie politisch. Sie liegen in der katastrophalen BewĂ€ltigung der Pandemiekrise und sind mit der aktuellen Regierungskrise verwoben. In ihren öffentlichen ErklĂ€rungen fordern die Gewerkschaften eine generelle Erneuerung aller abgelaufenen TarifvertrĂ€ge (mit entsprechenden Gehaltserhöhungen), einen echten Entlassungsstopp, der bis heute, fast ein Jahr nach Beginn der Ausbreitung des Coronavirus, von der Regierung nicht umgesetzt wurde, neue und effektivere Sicherheitsprotokolle am Arbeitsplatz sowie die Forderung nach Mitteln fĂŒr Bildung und öffentliche Gesundheit.

Das Programm beinhaltet auch eine „zehnprozentige Vermögensabgabe fĂŒr die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung“ und lenkt den Blick auf die soziale Kluft, die sich mit dem Coronavirus dramatisch vergrĂ¶ĂŸert hat. Die soziale Kluft, die dazu gefĂŒhrt hat, dass einige wenige Großbesitzer:innen im internationalen Maßstab außerordentliche Gewinne anhĂ€ufen, wĂ€hrend große Teile der arbeitenden Bevölkerung durch Schließungen, Sperrzonen und die bereits erwĂ€hnten Entlassungen in Armut versinken.

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Quelle: Fau-fl.org