Juli 6, 2021
Von SchwarzerPfeil
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Via Dissident Voice

WĂ€hrend Kirchen im ganzen Land in Flammen aufgehen und kolonialistische Statuen, die vom Staat verehrt werden, blutrot bespritzt, von ihren Fundamenten gerissen und in StĂŒcke geschlagen werden, ist es glasklar, dass liberal-zentristische Institutionen die Hauptschuldigen fĂŒr kulturellen, wirtschaftlichen und realen Genozid sind. Kirche und Staat sind Machtwerkzeuge, Maschinen der Ideologie. Sie wurden entwickelt, um MassenĂŒberwachung, Disziplinierung und Bestrafung jeglicher Art an der allgemeinen Bevölkerung und/oder einer bestimmten sozialen Gruppe zu verĂŒben; dabei maskieren sie ihre unmenschlichen AktivitĂ€ten mit einer sofortigen LegalitĂ€t, die von ihren eigenen institutionellen Apparaten hergestellt wird. Und natĂŒrlich ist diese sogenannte LegalitĂ€t immer eine legalisierte UnterdrĂŒckung, die von der Kirche und dem Staat selbst instrumentiert wird, nĂ€mlich von denselben Institutionen, die verschiedene Formen der UnterdrĂŒckung durchfĂŒhren, sowohl ideologisch als auch real.

Tatsache ist, dass die Menschen die Abstraktion des Staatsapparates und/oder eines Apparates wie der Kirche brauchen, um sich von Verantwortung und Schuld freizusprechen, wĂ€hrend sie an der kulturellen Vernichtung teilnehmen. Die FĂŒhler des Staatsapparats und der Kirche, die sich durch das soziale GefĂŒge unserer Gemeinschaften schlĂ€ngeln und alles und jeden mit dem Gift der FĂŒgsamkeit und passiven Akzeptanz infizieren, predigen stĂ€ndig, dass alles, was uns von der Kanzel der Kirche und/oder dem Parlament des Staates erzĂ€hlt wird, das Wort Gottes und das Gesetz des Landes ist. Im Laufe der Geschichte haben der Staatsapparat und/oder die Kirche den Beamt_innen und Priester_innen immer die einzigartige ĂŒbermenschliche FĂ€higkeit geboten, mit rechtlicher Straffreiheit und gutem Gewissen zu handeln, egal wie abscheulich ihre Handlungen auch sein mögen, denn schließlich tun sie den Willen Gottes, oder im Falle des Staates, den Willen des Volkes.

Es gibt keine Regeln oder Gesetze, wenn es um Kirche und Staat geht, denn Kirche und Staat werden alles sagen und tun, was nötig ist, um ihre Vormachtstellung und ihren WĂŒrgegriff ĂŒber das Volk und das Land zu behalten. Kirche und Staat werden in einer Ära einen Genozid begehen, ĂŒber 100 Jahre lang an ihren bigotten Überzeugungen festhalten und sobald sich der Wind der Erleuchtung dreht, werden sie genauso schnell ihre frĂŒheren genozidalen AktivitĂ€ten anprangern, um mit der AufklĂ€rung des Volkes im Gleichschritt zu bleiben und die Staatsmacht zu behalten. Und wir, das Volk, das tĂ€glich mit einer Litanei von staatlich anerkannten Propagandist_innen bombardiert wird, sollen wieder einmal den fabrizierten Mist schlucken, der uns von Staat und Kirche vorgesetzt wird, die bĂŒrokratisch in verdeckten Akten der systematischen Ausrottung zusammengearbeitet haben.

Also lasst die Statuen fallen und die Kirchen brennen. Es ist nichts Falsches daran, das Opium des Volkes in dem Sinne niederzureißen, dass es höchste Zeit ist, dass die Menschen auf ihren eigenen FĂŒĂŸen stehen, ohne die Hilfe ihrer spirituellen und politischen Schmerzmittel. Wir mĂŒssen die Kirche und den Staat zur Rechenschaft ziehen, indem wir sie niederbrennen, denn sie sind unreformierbare Apparate, beide sind KrebsgeschwĂŒre und Kloaken von liberalen Reformist_innen, Konformist_innen und Karrierist_innen, die nur dann etwas sagen und tun, wenn die Medienoptik es vorschreibt. Dann, sofort, aus heiterem Himmel, bieten sie lĂ€cherliche, halbherzige Entschuldigungen an, wenn neue Informationen ans Licht kommen oder sie mit ihren knochigen HĂ€nden in der Keksdose der Bevölkerung erwischt werden.

Die Kirche und der Staat haben kein RĂŒckgrat oder echte Prinzipien. In Wirklichkeit werden sie sich in allen sozialen Fragen hin und her bewegen, je nachdem, woher der Wind weht. Und die Art und Weise, wie sie all diese KunststĂŒcke der Heuchelei, der HinterhĂ€ltigkeit und der DoppelzĂŒngigkeit vollbringen, ist das Festhalten am liberalen Zentrismus, oder genauer gesagt, an der Mitte und dem Zentrum, was es ihnen ermöglicht, sich im Handumdrehen zu wenden, so dass sie aus den engen Knoten der wirklichen Verantwortung und/oder Schuld herausschlĂŒpfen können.

In der Tat werden Macht und Entscheidungsbefugnis in und ĂŒber die Kirche und den Staat stĂ€ndig von Apparat zu Apparat, von Abteilung zu Abteilung, von Komitee zu Komitee, von Personal zu Personal usw. hin und her geschoben, wobei die Verantwortung und/oder Schuld in Bezug auf jede staatliche Politik oder kirchliche AktivitĂ€t in und ĂŒber mehrere staatliche Sektoren und/oder mehrere Gruppen von kirchlichen und staatlichen Apparaten verwĂ€ssert wird, wodurch am Ende niemand wirklich verantwortlich und/oder schuldig fĂŒr jedes Ergebnis ist, das die kirchliche und staatliche Politik hervorgebracht haben mag. Und dieser Mangel an Verantwortung und/oder Schuld ist kein Zufall. Er ist in den Funktionen, AblĂ€ufen und institutionellen Mechanismen der Kirche und des Staates verankert und schirmt die Exekutivorgane und das obere Personal von jeglicher Verantwortlichkeit ab.

Letztendlich ist das Endergebnis all dieser Machtverschiebungen, dass niemand spezifisch verantwortlich und/oder schuldig ist fĂŒr irgendetwas und/oder irgendeine Politik, die die Kirche und der Staat in ihrer Vergangenheit erlassen und/oder ausgeĂŒbt haben, da niemand, außer vielleicht das Personal an der Spitze der Macht, wirklich weiß, was die wahre Agenda der Kirche und des Staates ist und/oder in der Vergangenheit war. Und selbst dann ist die Verantwortung bzw. die Schuld fĂŒr die meisten bzw. alle SpitzenkrĂ€fte begrenzt bzw. nicht existent, in dem Sinne, dass die wirkliche Agenda der Kirche und des Staates stĂ€ndig umformuliert, neu geordnet und reorganisiert wird, was stĂ€ndig das Gespenst der plausiblen Bestreitbarkeit fĂŒr alle Kirchen- oder StaatsbĂŒrokrat_innen sowie fĂŒr jeden ihrer dysfunktionalen Apparate aufwirft.

In der Folge sind die versteckten Korridore der Macht, die der Kirche und dem Staat zugrunde liegen, grĂ¶ĂŸtenteils in Geheimnisse gehĂŒllt. All das dient dazu, die wirklichen Machtzentren von Kirche und Staat zu verbergen, was letztendlich der Kirche und dem Staat einen Freibrief fĂŒr alle Arten von ungeheuerlichen AktivitĂ€ten gibt, da Schuld immer in und durch viele verschiedene kirchlich-staatliche Institutionen verwĂ€ssert wird. Ein Beispiel: Die institutionellen Apparate der Kirche und des Staates sind speziell darauf ausgerichtet, alle störenden AktivitĂ€ten, die Kirche und Staat in der Vergangenheit begangen haben könnten, zu unterdrĂŒcken oder zu vertuschen. Tatsachen werden unterdrĂŒckt, Opfer werden ignoriert, Dokumente werden verbrannt, Grabmarkierungen werden entfernt oder gehen verloren, wĂ€hrend alle vorsitzenden Staats- oder Kirchenbeamt_innen in andere Abteilungen oder Apparate versetzt werden und/oder in eine bequeme Pension versetzt werden, wo ihre beunruhigenden Erinnerungen langsam in Vergessenheit geraten.

Die BĂŒrokratie verbirgt. Und die BĂŒrokratie entlastet auch die Vertreter der BĂŒrokratie, ob Kirche oder Staat, von jeglichem Fehlverhalten. Das ist der Grund, warum die staatlich sanktionierten Schrecken des von der Kirche betriebenen Internatsprogramms jahrzehntelang unter Verschluss gehalten wurden und erst kĂŒrzlich, nach mehr als 100 Jahren, an die OberflĂ€che kamen.

Damit wir es nicht vergessen, die Kirche und der Staat waren schon immer Waffenpartner, die die indigene Bevölkerung schikaniert und missbraucht haben. Ihre missbrĂ€uchliche Natur und ihre bigotten Ideologien sind in den bĂŒrokratischen Prozessen und den Apparaten des Staates und der Kirche selbst codiert, unabhĂ€ngig davon, wer die Macht hat. Und ironischerweise sind das genau die gleichen Apparate, auf die die meisten Menschen jetzt schauen, um die Schrecken dieses staatlich genehmigten Völkermordes zu mildern und zu korrigieren. Lasst euch nicht von den Gutmenschen und den TV-Sprecher_innen tĂ€uschen, die uns vom Staat und den Mainstream-Medien vorgefĂŒhrt werden, die darauf erpicht sind, die staatlich genehmigte und politisch sanktionierte Botschaft auf Zuruf wiederzukĂ€uen. Sie wollen uns dazu bringen die Vorstellung zu glauben, dass die Kirche und der Staat nun wiedergeboren sind und endlich das Licht und die Fehler ihrer Wege erkannt haben. Und mit fließenden TrĂ€nen in den Augen und endlosen Entschuldigungen auf ihren teuflischen Zungen wird uns immer wieder gesagt, dass wir dem bĂŒrokratischen Prozess wieder vertrauen sollen, dass wir denselben missbrĂ€uchlichen Institutionen vertrauen sollen, um die Dinge wieder in Ordnung zu bringen; d.h. denselben Institutionen, die mit massiver öffentlicher Zustimmung und unter Ă€hnlichen UmstĂ€nden alles noch einmal tun wĂŒrden.

Also lasst sie brennen, lasst sie schwarz, rot und orange in die Nacht brennen, Asche zu Asche, Staub zu Staub. Da die Kirche eine verrottete Institution ist und der Staat ebenso, haben sie sich in den letzten 154 Jahren bei allen möglichen ruchlosen Unternehmungen gegen ihre vermeintlichen Feinde, die indigene Bevölkerung, hervorragend verbĂŒndet.

Um Max Stirner zu zitieren: „Der Staat nennt seine Gewalt ‚Gesetz‘; die des Individuums [nennt er] ‚Verbrechen’“. Und die systematische Vertuschung der toten indigenen Kinder und all die Traumata der Internate sind nur eine weitere Reihe von Beispielen auf einer langen Liste von GrĂ€ueltaten, die von Kirche und Staat, Hand in Hand, begangen werden. Letztendlich steht der Staat jenseits des Gesetzes, denn er ist der willkĂŒrliche Richter, die Jury und der Henker seines eigenen Rechtsrahmens. Der Staat schreibt seine eigenen Gesetze, setzt sie durch, Ă€ndert sie und erlĂ€sst sie. Infolgedessen ist der Staat jenseits des Gesetzes in dem Sinne, dass er ĂŒber dem bĂŒrgerlichen Gesetz steht, als der Autor und Aufrechterhalter seiner eigenen produzierten LegalitĂ€t. Als alleiniger und rechtmĂ€ĂŸiger Autor des Gesetzes sind Kirche und Staat aufgrund ihres Monopols auf legale und illegale Gewalt von Natur aus unempfindlich gegenĂŒber ihren eigenen legalen willkĂŒrlichen Schöpfungen und schieben daher jegliche Unannehmlichkeiten mit der einfachen Phrase beiseite: „Die Wege des Herrn sind unergrĂŒndlich“.

Kurz gesagt, es ist diese paternalistische UnzugĂ€nglichkeit, die es dem Staat und der Kirche erlaubt, Genozid zu begehen, da sie beide das Monopol haben, gesellschaftliche Gesetze mit wenig oder gar keiner echten Aufsicht zu schaffen, egal ob es sich um staatliche Gesetze und/oder Gottes Gesetz handelt. Deshalb, lasst die Kirchen brennen und die kolonialistischen Statuen fallen. Vergeltung und Trauer nehmen viele Formen an. Blut fĂŒr Blut, Auge fĂŒr Auge etc.

Gewalt ist subjektiv. Und entgegen der bĂŒrgerlichen Gesetze können Menschen nicht gewalttĂ€tig gegenĂŒber Eigentum oder Institutionen sein, da Eigentum und Institutionen als Konzepte leblose Objekte sind, die kein Leben und keine FĂ€higkeit haben, Schmerz zu empfinden. Folglich können Menschen Eigentum und Institutionen nur dekonstruieren oder zerstören, indem sie sie auf verschiedene Art und Weise zertrĂŒmmern, sie können ihnen gegenĂŒber niemals gewalttĂ€tig sein, da Gewalt nur an lebenden Wesen ausgeĂŒbt wird.

Das Niederbrennen und/oder Abreißen von verfallenen Institutionen und kolonialistischen Statuen ist eine legitime menschliche Reaktion auf eine unmenschliche Reihe von korrupten Institutionen. Institutionen, die Formen von staatlich sanktionierter systemischer Gewalt gegen einen nichtsahnenden Teil der Bevölkerung ausgeĂŒbt haben. Dabei ist die Zerstörung der Kirche und des kolonialistischen Staatseigentums, oder genauer gesagt, aller verrotteten Apparate, Strukturen, Systeme, Prozesse, Mechanismen, Statuen usw., eine legitime, gĂŒltige und echte menschliche Antwort auf die unmenschlichen Schrecken jeglicher verdeckter systematischer institutioneller Gewalt.

Dekonstruktion oder Zerstörung defekter Institutionen sind keine Gewalt, sondern Selbstverteidigung, eine Behauptung, dass Menschen wichtiger sind als Strukturen, Institutionen und alles Eigentum der Welt. Es ist eine BekrÀftigung des Egalitarismus, der Freiheit und der Gleichheit, die sich in allen Menschen regt, wenn sie mit der Unfassbarkeit des von Kirche und Staat sanktionierten Genozids konfrontiert werden.

Das Niederbrennen von Kirchen und/oder das Niederreißen von staatlich genehmigten kolonialistischen Statuen ist nichts anderes als eine BestĂ€tigung unserer angeborenen revolutionĂ€ren Tendenz, uns aller senilen unmenschlichen Apparate zu entledigen, seien es religiöse Apparate und/oder degenerierte liberale Staatsapparate. Alles in allem werden wir eure geschĂ€tzten Statuen niederreißen und eure heiligen Kirchen bis auf den Grund niederbrennen, mit kalter, gefĂŒhlloser PrĂ€zision und freudigem LĂ€cheln!

Lebt, lacht, plĂŒndert! Gesegnet ist die Flamme der Vergeltung!

anarchist*queer*vegan*

~ Burn this world to build a new. ~

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Elany
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Quelle: Schwarzerpfeil.de