Dezember 8, 2022
Von FAU Koblenz
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Vorherhiger Artikel zum Hintergrund:
GKM kürzt Weihnachtsgeld um 70% – Beschäftigte wehren sich

Vor wenigen Tagen erreichte uns noch ein offizielles Schreiben des Gemeinschaftsklinikums, in dem wir um Geduld gebeten wurden. Zwar war der Brief freundlich formuliert, aber er enthielt leider dennoch die gleichen Ausflüchte, die die Beschäftigten schon vorher zu hören bekamen: Die Kürzung des Weihnachtsgeldes sei notwendig gewesen und man wolle natürlich bezahlen, sobald es möglich sei.

Gestern dann die gute Nachricht: Das noch ausstehende Weihnachtsgeld wird umgehend bezahlt! (Artikel im SWR) Es war also wohl doch möglich, in kürzester Zeit das nötige Geld für die Zahlung des Weihnachtsgeldes aufzutreiben. Alles andere hätte uns auch sehr gewundert.

Die Rheinzeitung schreibt bereits „Vertrauen in Sana AG ist erschüttert“. Aber die Sana AG ist auch nur ein Teil des Problems. Die Gesellschafter des Gemeinschaftsklinikums sollen endlich von ihren Privatisierungsplänen absehen. Krankenhäuser gehören nicht in private Hand!

Was man aber hier auch mal wieder sieht: Wir müssen uns nicht alles von unseren Chefs gefallen lassen. Die Beschäftigten (natürlich nicht nur FAU-Mitglieder) haben sich gewehrt, Widerspruch eingelegt, manche haben bereits Klage eingereicht, die Zeitungen berichteten mit großem Interesse und erste kleinere Aktionen wurden angeschoben. Vermutlich wird die Gegenseite behaupten, die rasche Zahlung sei eine glückliche Wendung und habe nichts mit diesem Druck durch die Beschäftigten und Öffentlichkeit zu tun. Ob wir das dann glauben, können wir immer noch selbst entscheiden.

Glückwunsch und frohe Feiertage an alle Betroffenen!

Weitere Quellen (nur mit Rheinzeitung-Abo einsehbar):

Rheinzeitung – GKM kürzt Weihnachtsgeld um 70 Prozent: Frust und Unverständnis bei den fast 4300 Mitarbeitern sind groß
Rheinzeitung – Gute Nachricht beim Gemeinschaftsklinikum das Weihnachtsgeld wird doch ausgezahlt
Rheinzeitung – Nach dem Hin und Her ums Weihnachtsgeld: Vertrauen in Sana AG ist erschüttert




Quelle: Koblenz.fau.org