Juni 3, 2021
Von Chronik
298 ansichten


Hamburg, 25. Mai 2021

In der Nacht vom 24. auf den 25. Mai haben wir die Jobcenter MĂŒmmelmannsberg und EimsbĂŒttel besucht. Mit Steinen, Farbe und HĂ€mmern.

Seit Jahren dient das Harz-IV-System dazu, Menschen zu drangsalieren, zu schickanieren und dazu, sie in immer beschissenere ArbeitsverhÀltnisse zu zwingen. Auch jetzt in der Corona-Pandemie wird das wieder besonders deutlich.

Was zwingt die Menschen in die Paketlager von Amazon, was zwingt sie auf die LieferrÀder und in die Callcenter?
Auch die Angst, wieder nur eine Nummer auf dem Amt zu sein, die Wohnung zu verlieren oder am Ende des Monats kein Geld mehr fĂŒrs Essen zu haben.

WÀhrend dessen sacken Chef:innen, AktionÀr:innen und MillionÀr:innen weiter fette Gewinne ein. Damit lÀsst sich der Lockdown in Havestehude und Blankenese ganz gut aushalten.
DafĂŒr dĂŒrfen wir morgens in der vollbesetzten Pendlerbahn zur Arbeit fahren und abends kein Bier im Park mehr trinken.

Daran werden ein paar kaputte Fensterscheiben natĂŒrlich nichts Ă€ndern. Aber es könnten mehr werden! Und die unterschwellige Wut könnte sich das richtige Ziel suchen 

Und dafĂŒr gehen wir nachts raus, immer wieder.

P.S. Solidarische GrĂŒĂŸe an Lina!

Quelle: Indymedia (Tor)

Eine mindestens fĂŒnfköpfige Gruppe hat ein Jobcenter in Hamburg angegriffen. Die TĂ€ter hatten einen Zimmermannshammer dabei, zerstörten rund 20 Fenster und die EingangstĂŒr. In Hamburg-EimsbĂŒttel gab es eine weitere Attacke.

Die Angreifer kamen am frĂŒhen Dienstagmorgen gegen 2 Uhr in der Nacht: Ein Zeuge beobachtete mindestens fĂŒnf Personen, die Fensterscheiben sowie die glĂ€serne EingangstĂŒr des Jobcenters Hamburg-MĂŒmmelmannsberg zerschlugen.

Etwa 20 Scheiben gingen laut Polizei zu Bruch. Einer der TĂ€ter benutzte augenscheinlich einen Zimmermannshammer, wie der Zeuge berichtete. Dieser Mann war demnach rund 1,80 Meter groß, etwa 20 bis 25 Jahre alt, trug eine grĂŒne Kapuzenjacke, ein schwarzes Basecap, weiße Turnschuhe, eine beige oder braune Hose und hatte eine weiße TĂŒte dabei.

Der Mann floh ebenso wie seine Kumpanen zu Fuß. Obwohl die Polizei sofort mit mehreren Streifenwagen anrĂŒckte, entkamen die TĂ€ter.

Am Dienstagnachmittag ergĂ€nzte die Polizei, dass es in EimsbĂŒttel zu einer weiteren Attacke gekommen sei: Dort hĂ€tten bislang unbekannte TĂ€ter am GebĂ€ude der Agentur fĂŒr Arbeit die Fassade mit roter Farbe besprĂŒht und Glasscheiben von zwölf Fenstern im Erdgeschoss beschĂ€digt.

Die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen ĂŒbernommen. Zeugen, die verdĂ€chtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den beschriebenen TĂ€ter und seine Komplizen geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer — beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder an einer Polizeidienststelle zu melden.

Quelle: T-Online




Quelle: Chronik.blackblogs.org