Oktober 14, 2021
Von InfoRiot
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Ein Neonazi wurde in der vergangenen Woche auf der GrabstĂ€tte von Max Friedlaender, Musikwissenschaftler jĂŒdischen Glaubens, in Stahnsdorf beigesetzt. Es hĂ€tte ins Auge fallen mĂŒssen, dass das so nicht geht, sagte Marion Gardei, Beauftragte fĂŒr Erinnerungskultur der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz.

“Wir hĂ€tten mit grĂ¶ĂŸerer Sorgfalt prĂŒfen mĂŒssen, wer dieser Henry Hafenmayer ist”, sagte Marion Gardei, Beauftragte fĂŒr Erinnerungskultur der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg. Die Friedhofsverwaltung habe leider erst spĂ€t verstanden, dass sich die GrabstĂ€tte von Max Friedlaender nicht dafĂŒr eigne, einen Holocaust-Leugner beizusetzen.

Nicht alle LebenslĂ€ufe prĂŒfbar

“Ich glaube, es ist ganz schwierig, alle LebenslĂ€ufe von Menschen zu prĂŒfen, deren Angehörige einen Antrag auf eine GrabstĂ€tte stellen”, sagte Gardei: “Aber bei dem bekannten Holocaust-Leugner hĂ€tte das ins Auge fallen mĂŒssen”. Gardei erklĂ€rte, dass der Bischof den schweren Fehler auch eingerĂ€umt und sich entschuldigt habe.

Keine gezielte Provokation

An eine gezielte Provokation des Friedhofsverwalters glaubt Gardei nicht. Der Friedhof werde jedoch offenbar gerne von Rechtsextremen genutzt. Es sei aber bereits dem Friedhof gelungen, Demonstrationen auf dem GelĂ€nde zu verhindern. Der Friedhof arbeite nun mit Hochdruck an einer Lösung. Er bemĂŒhe sich darum, Friedlaender eine dauerhafte GedenkstĂ€tte zu ermöglichen.




Quelle: Inforiot.de