September 16, 2021
Von Indymedia
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Wir nutzen dieses kleine CommuniquĂ© um an der Debatte um anarchistische SolidaritĂ€t teilzunehmen. FĂŒr uns sollte sich diese SolidaritĂ€t nicht auf die Repression beschrĂ€nken, und in all diesen Situationen scheint es uns wichtig, dass die Anarchist*innen sich gegenseitig unterstĂŒtzen um zu zeigen, dass AffinitĂ€t nicht nur ein sinnentleertes Wort ist. Insbesondere seit dem Beginn der Corona-Krise, die zahlreiche Anarchist*innen extrem isoliert hat. Wir wollten auch sagen, dass SolidaritĂ€t nicht nur Angriff ist, dass es jede Menge Arten und Weisen gibt, seine SolidaritĂ€t mit den Anarchist*innen um uns herum auszudrĂŒcken.

Wir nutzen es auch um lauthals das stachlige Problem auszudrĂŒcken, dass in diesen letzten Jahren unsere Angriffsziele auch diejenigen der Faschos/Verschwörungstheoretiker sind. Von Masten (erinnern wir uns, dass von quasi allen Prozessen wegen FunkmastbrĂ€nden in Frankreich Boris der einzige gewesen ist, der keine Verschwörungstheorien ausgedrĂŒckt hat) bis hin zu Impfzentren. Was sagt das ĂŒber den aktuellen Anarchismus? Und wie das angehen, sodass man die anarchistischen Aktionen nicht mit Aktionen von Verschwörungstheoretikern verwechseln kann und warum ist das wichtig? Dass die Linken seit Wochen Hand in Hand mit Faschos/Verschwörungstheoretikern auf die Straße gehen, sollte uns eine Warnung vor der Gefahr der Idee eines gemeinsamen Kampfes sein, die dazu fĂŒhrt, dass es uns egal ist, mit wem wir kĂ€mpfen, solange man die gleiche Praxis und das gleiche Ziel hat. Man vergisst, dass die Menschen, deren Handlungen man bejubelt, oder mit denen man demonstriert, Positionen haben, die hinsichtlich quasi allem mit den unseren in Widerspruch stehen, und dass wir in anderen Kontexten ihr Angriffsziel sein werden.

Viel Kraft und Mut fĂŒr Boris und seine Lieben!

Einige solidarische Widerborste

(von https://attaque.noblogs.org/post/2021/09/07/grenoble-en-solidarite-avec-…)




Quelle: De.indymedia.org