April 12, 2021
Von Anarchist Black Cross Wien
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Am Freitag, den 8. November, wurde der anarchistische Genosse Vangelis Stathopoulos von der Anti-Terror-Polizei unter dem Vorwand verhaftet, an einem RaubĂŒberfall in Cholargos am 21. Oktober teilgenommen zu haben. Am nĂ€chsten Tag wurde in einem Crescendo von Terror und Hysterie plötzlich bekannt gegeben, dass er auch fĂŒr die Beteiligung an der Organisation „RevolutionĂ€re Selbstverteidigung“ beschuldigt wird. Die Verhaftung des Genossen wurde ĂŒblicherweise von einer Mischung aus Verleumdung und Hetze gegen ihn durch die rechte Hand der Regierung, den systemischen Medien, begleitet, mit Artikeln und Reportagen die gemachte Anschuldigungen wiedergeben haben und ihn als den „einheimischen Terroristen“ und den „Kung-Fu-Lehrer, der Trainingsstunden zur militĂ€rischer Verteidigung gibt, um eine Armee aufzubauen“ darstellten.

UrsprĂŒnglich veröffentlicht Fire Fund.

 
In der Zeit der Verhaftung unseres Genossen wurden wir Zuschauer eines Theaters, das die Antiterrorpolizei und das Ministerium fĂŒr öffentliche Sicherheit auf schlampigste Weise inszeniert haben, bei welchem jedes BeweisstĂŒck, das sie zu prĂ€sentieren versuchten, entfiel – DNA, Anschuldigungen fĂŒr Angriffe der „RevolutionĂ€ren Selbstverteidigung“, die stattgefunden haben wĂ€hrend der Genosse im GefĂ€ngnis war, angebliche Beweise fĂŒr seine Beteiligung an dem RaubĂŒberfall, wĂ€hrend er sich zur Zeit in der von ihm geleiteten WingTzun-Schule im Zentrum von Athen befand, usw.

Vom ersten Moment seiner Verhaftung an bestreitet der Genosse die VorwĂŒrfe des Raubes und der Beteiligung an der „RevolutionĂ€ren Selbstverteidigung“, wĂ€hrend er in seiner Verteidigungsrede betont, dass das Spektakel rund um sein Gesicht im Zusammenhang mit einer repressiven Politik der gegenwĂ€rtigen Regierung gegenĂŒber Anarchist*innen und der anarchistischen Bewegung steht. „Die Behörden lĂŒgen systematisch ĂŒber die Art und Weise, wie wir Anarchisten uns bewegen und verhalten, im Grunde haben sie mir das halbe Strafgesetzbuch aufgesetzt, weil ich mich mit einem verletzten Mann solidarisiert habe. Im Rahmen dieser SolidaritĂ€t gebe ich zu, dass ich einem Mann geholfen habe, der verletzt war. Ich bin ein Anarchist, ich bin Teil der anarchistischen Bewegung
. Ich weise alle Anschuldigungen ab, sowohl des Raubes als auch der revolutionĂ€ren Selbstverteidigung.“

Die Anklagen gegen ihn sind verbrecherischer Natur (Teilnahme an einem bewaffneten RaubĂŒberfall und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung), wĂ€hrend er eine enorme Geldsumme fĂŒr die Prozesskosten aufbringen muss, in Zeiten genereller Ungewissheit und Krise, mit unbezahlten Arbeitern, mageren Sozialleistungen von 534€ und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit, wĂ€hrend Veranstaltungen fĂŒr SolidaritĂ€t und finanzielle UnterstĂŒtzung unmöglich sind.

Seit anderthalb Jahren befindet sich Vangelis Stathopoulos ohne jegliche Beweise in Untersuchungshaft, ist dadurch beruflich und finanziell betroffen, kĂ€mpft aber weiterhin innerhalb der Mauern, indem er an der Spitze des Kampfes der Gefangenen im Larissa-GefĂ€ngnis bezĂŒglich des Umgamgs mit Covid-19 steht und kĂŒrzlich in SolidaritĂ€t mit dem Kampf des RevolutionĂ€ren Dimitris Koufontinas in den Hungerstreik trat. Die einzigen „belastenden Daten“ gegenĂŒber unseres Genossen sind die Tatsache, dass er nicht mit der Anti-Terror-Polizei kooperiert hat, seine anarchistische IdentitĂ€t, seine langjĂ€hrige Teilnahme an der anarchistischen Bewegung, seine Moral, die nicht geknickt wurde und seine fortgefĂŒhrten KĂ€mpfe und SolidaritĂ€t vom GefĂ€ngnis aus.

Von der Seite derer, die außerhalb der Mauern stehen, setzen wir unsere stĂ€rkste Waffe ein, die SolidaritĂ€t, und lassen keinen Genossen allein in den HĂ€nden des Staates und seiner Machenschaften.

Sofortige Freilassung des anarchistischen Genossen Vangelis Stathopoulos

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Quelle: Abc-wien.net