November 20, 2022
Von Soligruppe FĂŒr Gefangene
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Gefunden auf publicación refractario, die Übersetzung ist von uns.


(Griechenland) Kommuniqué von Thanos Xatziagkelou, anarchistischer Gefangener, in SolidaritÀt mit dem Hungerstreik von Alfredo.

Eine SolidaritÀtsbotschaft des gefangenen Mitglieds der Organisation Anarchistische Aktion an den anarchistischen Guerillero Alfredo Cospito, der sich im Hungerstreik gegen die Isolationshaft 41bis befindet.

FĂŒr einige beruht die Vereinigung zwischen GefĂ€hrten auf gemeinsamen Positionen oder philosophischen Ansichten. In einer leeren Dimension, in der gemeinsame Worte weit von der Aktion entfernt sind. Im Guerillakrieg ist es die gemeinsame Teilnahme an diesem Krieg, die Entscheidungen, die Feindseligkeiten hinter dem HĂŒgel des anarchistischen Kampfes, die uns zu GefĂ€hrten macht. Und wenn wir aneinander gekettet sind, ist unsere gemeinsame Komponente die Komplizenschaft, die politische Verantwortung, die irreduzible StabilitĂ€t auf denselben Wegen. Es ist die Hingabe an den Rhythmus des Pfades des Feuers.

Der Anarchist der Stadtguerilla Alfredo Cospito wird seit 2012 in italienischen StaatsgefĂ€ngnissen gefangen gehalten. Er hat sich stolz zur politischen Verantwortung fĂŒr die SchĂŒsse auf den Generaldirektor von Ansaldo Nucleare, Roberto Adinolfi, bekannt, die von der Kerngruppe Olga der Informellen Anarchistischen Föderation (FAI- IRF) verĂŒbt wurden. Seitdem ist er ein unverzichtbarer Feind der Tyrannei geblieben. Die stĂ€ndigen Verfolgungen gegen ihn, der Ausnahmestatus und die BeschrĂ€nkungen, obwohl sie seine Isolation sowohl von seinem sozialen als auch von seinem politisch-sozialen Umfeld stĂ€ndig verstĂ€rken, beugen nicht Alfredos rebellischen Willen, seinen Durst nach neuen Momenten der Rebellion. Seit 2016 wird Alfredo im Rahmen der Anti-Terror-Operation Scripta Manent als AnfĂŒhrer der FAI angeklagt, eine Verurteilung, die im Wesentlichen auf eine lebenslange Haftstrafe hinauslĂ€uft. Und dennoch verteidigt er weiterhin die Anarchie der Aktion. Die Anarchie, die der Macht und den AutoritĂ€tspersonen feindlich gesinnt ist, die Anarchie, die aufrĂŒstet und angreift.

Nun schickt die Tyrannei Alfredo noch einen Schritt weiter in die BetongrÀber der Gefangenschaft und isoliert ihn im 41bis-Regime, dem Eckpfeiler der sensorischen Isolation in den HochsicherheitsgefÀngnissen des italienischen Staates. Gegen das neue Ausnahmeregime hat der GefÀhrte seit dem 20. Oktober einen Hungerstreik begonnen, wÀhrend sich der Hungerstreikende Juan Sorroche mit ihm solidarisiert. Denn Anarchie bettelt nicht, sie kÀmpft bis zum Ende.

Wir treten hinter den Mauern des Guerillakrieges an, denn fĂŒr uns ist Anarchie die Auseinandersetzung mit der Gegenwart selbst, mit den Macht- und AusbeutungsverhĂ€ltnissen. Wir organisieren Gruppen fĂŒr direkte Aktionen, weil wir hier und jetzt einen Bruch und feindliche antiautoritĂ€re Aktionen anstreben. Wir sind weder Redner in Auditorien noch Philosophen in endlosen Debattenrunden. Wir haben die Vision und die Notwendigkeit des totalen Umsturzes des Etatismus und der kapitalistischen Diktatur, die stĂ€ndig sozioökonomische Krisen reproduzieren. Wir haben den Willen und die Entschlossenheit zum Widerstand, zur Konfrontation mit den Machthabern, zum Angriff, um das Regime und den sozialen Frieden zu destabilisieren.

Selbst hinter Gittern haben wir den Mut und die KĂŒhnheit, unsere Entscheidungen zu verteidigen. Den gleichen Werten zu dienen. In einer Zeit der AbrĂŒstung und Resignation haben wir die politische Verantwortung, die Anarchie durch die Propaganda der Aktion zu bewaffnen. Der GefĂ€hrte Alfredo ist ein integraler Bestandteil dieser Bewegung und wir, im Dienste der internationalen Gemeinschaft der anarchistischen Gefangenen, stehen an seiner Seite, weil wir damit die Notwendigkeit des anarchistischen Guerillakampfes verteidigen. FĂŒr immer und ewig, ohne zu zögern an der vordersten Front angetreten. Denn Anarchie bedeutet Angriff.

GefÀhrte Alfredo, halt dich gut fest: Die Freiheit ist in uns.

StĂ€rke fĂŒr die nicht reduzierbaren Gefangenen des italienischen Staates.

Wir vergessen nicht unsere GefÀhrtin Diana Melatsi, die erste Guerillera, die unter dem Isolationsregime von 41bis getötet wurde, weil sie am Wiederaufbau der Roten Brigaden beteiligt war.

Thanos Xatziangkelou, ein gefangenes Mitglied der Organisation Anarchistische Aktion.

D-FlĂŒgel, Korydallos-GefĂ€ngnis

27/10/2022




Quelle: Panopticon.blackblogs.org