November 9, 2021
Von Paradox-A
314 ansichten


Lesedauer: 2 Minuten

Wie soll der Vater es der Tochter zu rauchen verbieten, wenn die Oma es sich auf den RĂŒcken schmiert? Mal abgesehen davon, dass die meisten aktuell gepushten pharmazeutischen Produkte, welche CBD enthalten, dass Cannabis nur mal von Ferne gesehen haben, scheint wohl jede Droge ihre Zeit zu haben. Bei allem Stress, den die bestehende Gesellschaftsordnung verursacht, wird es Zeit, dass Marihuana zum Opium des Volkes erklĂ€rt und legalisiert wird.

Die Drogenpolitik der BRD ist tatsĂ€chlich völlig anachronistisch. Als wenn niemand mitbekommen hĂ€tte, dass das Gras mittlerweile hochgradig mit Zusatzstoffen versetzt wird und Koks ĂŒber die ĂŒblichen Manager-, KĂŒnstler- Gangsterkreise (letztere inklusive Bullen) so verfĂŒgbar wie nie ist. Drogenpolitik befindet sich im Spannungsfeld zwischen Finanz-, Sozial- und Gesundheitspolitik. Wenn sich Leute ihre Körper runtersauen, stellt sich die Frage, ob sie rechtzeitig ableben, bevor sie noch langjĂ€hrig Rente oder Gesundheitsleistungen beziehen können. Wenn sie sich legal oder illegal selbst medikamentieren, ist die Frage, ob sie dadurch auf lange Sicht funktional oder dysfunktional fĂŒr Produktion und Reproduktion von Arbeitskraft und angemessenem Sozialverhalten werden.

Abgesehen davon, warum wird von der kĂŒnftigen Regierung denn eine Reform der Drogenpolitik ins Spiel gebracht? Aus drei GrĂŒnden: 1. um verschiedene Klientel an sich zu binden, 2. um unumgĂ€ngliche Reformen im Fokus von Polizei und Justiz aus EffektivitĂ€tsgrĂŒnden anzugehen, 3. um von sozialpolitischen Themen, wie etwa vom Hartz4-Zwangssystem oder Mindestlöhnen absehen zu können. Zu einem großen Thema wird die eventuelle Legalisierung von Gras dann noch aufgebauscht, weil Konservative darin den Verfall der Sitten befĂŒrchten. Was sie unter Sitten verstehen ist aus anderem Blickwinkel ein barbarisches Verhalten.




Quelle: Paradox-a.de