Oktober 25, 2021
Von Soligruppe FĂŒr Gefangene
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Einleitung von uns,

hier eine weitere Übersetzung der Grupo Barbaria von denen wir ja schon einige Texte ĂŒbersetzt haben, dieses mal ein Text der sehr gut an reformistischen Diskussionen hier in Berlin andockt, zumal diese Übersetzung eine destruktive Kritik solcher Diskussionen ist, bei denen ĂŒber die Reichweite reformistischer Projekte und/oder AnsĂ€tze geschwafelt wird. Angefangen damit ob es ĂŒberhaupt eine Welt außerhalb des Kapitalismus wĂŒnschenswert wĂ€re und vor allem realisierbar ist. Daraus folgend da der Kapitalismus international und weltumfassend ist, kann dieser auch nicht international und weltumfassend zerstört werden.

Robin Hood im Wald des Kapitals

Wir veröffentlichen den folgenden Text, der im August 2019 fĂŒr die Zeitschrift Salamandra Nr. 23-24 geschrieben wurde, im Rahmen einer Debatte darĂŒber, ob es möglich oder wĂŒnschenswert ist, dem Kapitalismus zu entkommen, an seinem Rande zu leben, als radikalen Vorschlag fĂŒr das Leben und den Kampf.

I

WĂ€hrend diese Zeilen geschrieben werden, brennt der Amazonas.

In Wahrheit hat er nicht aufgehört zu brennen.

In Wahrheit ist die Brandserie, die im August 2019 Alarm geschlagen hat, nichts anderes als ein großes Feuer, das sich seit Jahrzehnten fortsetzt und einen nach dem anderen die – geografischen oder nicht – Schlupfwinkel wegfegt, die man fĂŒr sicher vor dem Kapital gehalten hat.

Robin Hood gehen die WĂ€lder aus, in denen er sich verstecken kann.

II

Seit der Entstehung des Kapitalismus bildet sich der Widerstand gegen dieses System heraus. Manchmal Ă€ußern sich diese WiderstĂ€nde in einem frontalen Kampf, manchmal in Fluchtversuchen. Zu anderen Zeiten hinterlĂ€sst eine Kampfbewegung Formen der Vereinigung/Assoziation, die sowohl als Zufluchtsort als auch als Vorbereitung auf die kommenden KĂ€mpfe dienen. All dies ist Teil der gleichen sĂ€kularen Bewegung, die spontan aus dem Boden dieser Gesellschaft geboren wird und in der die menschliche Gemeinschaft gegen die Ware rebelliert.

Im 16. und 17. Jahrhundert, zur MorgendĂ€mmerung des Kapitalismus, starb die HĂ€lfte der europĂ€ischen Bevölkerung, hinzu kamen die Dutzende Millionen Menschen, die durch die Kolonisierung Amerikas getötet wurden, und zum Ausgleich die Intensivierung der Sklavenjagd in Afrika, die sich in den folgenden Jahrhunderten auf mehr als elf Millionen in die Neue Welt transportierte Menschen summierte. Das 16. und 17. Jahrhundert war aber auch durch eine Vielzahl sozialer Revolten gekennzeichnet, die von der Revolution des deutschen Bauerntums bis zu den Subsistenzmeutereien in Andalusien und Neapel, von den AufstĂ€nden der russischen Bauernschaft gegen die EinfĂŒhrung der Leibeigenschaft bis zu den AnfĂ€ngen der Fronde1 in Frankreich reichten, einer Bewegung, die ihren Höhepunkt in der englischen Revolution und den kommunistischen Bestrebungen ihrer radikalsten Strömungen fand. WĂ€hrend halb Europa im Frontalangriff gegen das aufgezwungene System kĂ€mpfte, kĂ€mpfte in den peripheren Zonen des aufkommenden Kapitalismus ein anderer Teil dieser Widerstandsbewegung. So wurde die Karibik zu einem Treffpunkt fĂŒr SeerĂ€uber und Maroons2. So entstand auch der Quilombo de PalmarĂ©s im Nordwesten Brasiliens, der zum Zentrum des Aufstands der afrikanischen Sklaven wurde, oder die CofradĂ­a de los Hermanos de la Costa (Bruderschaft der BrĂŒder der KĂŒste), die sich aus Piraten und Kolonisten zusammensetzte, die von La Española3 vertrieben wurden und sich im Krieg mit dem spanischen Imperium4 befanden. Beide Prozesse, in Europa und in diesen Regionen, sind untrennbar miteinander verbunden und sind Teil desselben globalen Prozesses der Konstitution unserer Klasse, unserer Kampfgemeinschaft.

III

Dass die Gemeinschaft der einzige Weg ist, auf dem die Menschen gegen das Kapital kĂ€mpfen können, ist keine ideologische oder moralische Vorliebe, sondern einfach eine Notwendigkeit, eine Tatsache: Angesichts einer Welt von Atomen – Individuen, die gegeneinander in Konfrontation stehen, wie die Waren selbst auf dem Markt gegeneinander in Konfrontation stehen – findet die Revolte als RĂŒckgewinnung5 unseres sozialen Wesens gegen das statt, was uns verleugnet. Wenn wir von Klasse sprechen, sprechen wir davon, dass diese Gemeinschaft als soziale Kraft in ihrem Kampf gegen die WarenverhĂ€ltnisse und deren Elend auftritt. Wenn wir von Kommunismus sprechen, meinen wir genau diese sĂ€kulare Bewegung, die zwar unregelmĂ€ĂŸig, aber bestĂ€ndig ist.

Und doch scheint heute das Gerede von Klasse und Kommunismus nicht auf der Tagesordnung zu sein. Die Idee der Revolution selbst wird immer mehr negiert, entweder weil sie angesichts der kapitalistischen Katastrophe nicht möglich wĂ€re – es ist zu spĂ€t – oder weil sie nicht einmal wĂŒnschenswert wĂ€re – die internationale, universelle Revolution ist nichts als eine bourgeoise Idee. Diese Negation findet zur gleichen Zeit statt, in der die UnfĂ€higkeit des Kapitalismus, irgendeine Form von Zukunft zu bieten, deutlich wird. In seinem automatischen Wahnsinn vertreibt das Kapital riesige Massen von ArbeitskrĂ€ften, schafft eine Überschussbevölkerung, die sich in einer riesigen globalen Favela auftĂŒrmt, löst alle gemeinschaftlichen Bindungen auf, verzehrt unersĂ€ttlich – wie hoch auch immer der Preis ist – die Mittel zur Subsistenz, die der Planet fĂŒr die gesamte Gattung der Spezies bietet. Wenn aber eine Revolution nicht möglich oder gar wĂŒnschenswert ist, was bleibt dann noch ĂŒbrig?

IV

Mit dem Vormarsch des Kapitalismus in den folgenden Jahrhunderten wurden die Quilombos und Pirateninseln ausgelöscht. Er hat auch die Überreste vorkapitalistischer Beziehungen beseitigt, die die Herrschaft der Ware ĂŒberlebt hatten. Manchmal geschah dies auf subtile Weise, mit Versprechungen von Freiheit und Wohlstand in den IndustriestĂ€dten, manchmal aber auch ganz direkt, indem man ganze Familien verhungern ließ, so dass sie auf der Suche nach einem Hungerlohn von ihrem Land und ihrer Gemeinschaft getrennt wurden.

Wie dem auch sei, der Wert6 verĂ€nderte die Gesellschaft nach seinem eigenen Bild. Das Recht ragte empor und mit ihm die Demokratie als einzige Möglichkeit – der Mensch ist dem Menschen ein Wolf -, die Beziehungen zwischen den einzelnen Atomen im stĂ€ndigen Wettbewerb zu regeln. Die Idee der Emanzipation wurde zu einer Rechtsfrage und zu einer Frage der BĂŒrgerrechte7. Der Wert der Arbeit wurde eingefordert, um die WĂŒrde des lohnabhĂ€ngigen Sklaven zu bestĂ€tigen. Die Familien wurden kleiner, und die Wohnungen wurden in sich geschlossener, bienenstockartige GebĂ€ude in den endlosen Tentakeln der Stadt. Die Trennung von Stadt und Land wurde ebenfalls abgeschafft, so dass das Land zu einer Fabrik fĂŒr Lebensmittel und Rohstoffe wurde, wĂ€hrend die Stadt Natursimulationen in goldenen KĂ€figen hielt, die sie – abstrakt wie die gesamte Logik des Kapitals – GrĂŒnzonen nannte.

Der Wert ist keine wirtschaftliche Tatsache, sondern ein gesellschaftliches GesamtverhĂ€ltnis, das jeden Aspekt des menschlichen und natĂŒrlichen Lebens verdinglicht, fragmentiert, zu einer Rechtsfrage und zur Ware macht. In dem Maße, in dem sich der Kapitalismus entwickelt, in dem seine enteignende Bewegung und seine atomisierende Logik voranschreiten, löst er auch alle Formen einer stabilen, im Land verwurzelten Gemeinschaft auf.

V

Wenn eine Revolution nicht möglich oder gar wĂŒnschenswert ist, bleibt nur noch die Subtraktion8. Diese Welt verlassen. Es wird vorgeschlagen, aufs Land zu gehen, ein StĂŒck Land zu besetzen oder zu kaufen, um eine kleine Gemeinschaft zu grĂŒnden, mit der man den Kollaps9 am besten ĂŒberstehen kann. Es wird auch vorgeschlagen, in der Stadt zu bleiben, UnterstĂŒtzungsnetze aufzubauen, HĂ€user und soziale Zentren zu besetzen, Lebensmittel zu recyceln, Kooperativen10 in selbstverwalteten RĂ€umen zu grĂŒnden oder, falls dies nicht möglich ist, von KleinkriminalitĂ€t zu leben.

Beide sind Teil des subtraktivistischen Vorschlags. So nehmen sie – je nach Vorliebe – die Quilombos und die Pirateninseln, die Bauerngemeinschaften und das soziale Banditentum, die Kooperativen, die Gewerkschaften und die Ateneos11 der ursprĂŒnglichen Arbeiterbewegung und verschmelzen sie zu einem einzigem Mythos: dem von Robin Hood, der sich in den WĂ€ldern versteckt, um nicht entdeckt zu werden, oder der sich hinhockt und lauert, um auf den richtigen Moment zu warten, um zuzuschlagen und die Situation umzudrehen; in jedem Fall ist es ein getrennter Robin Hood, der dem sozialen Dasein entzogen ist.

Tief im Inneren gibt es auch noch etwas anderes. Robin ist der Menschen ĂŒberdrĂŒssig. Stattdessen kann er im Wald tun, was er will: seinen GemĂŒsegarten pflegen, mit geschminktem Gesicht um das Feuer tanzen oder seine biodynamische HĂŒtte mittels Airbnb vermieten, um sich sein Weihnachtsgeld zu sichern. Auf diese Weise kultiviert Robin sein Lebensprojekt mit großer moralischer Hygiene und beharrt auf seiner individuellen Essenz. Denn ob es sich nun um Pirateninseln, Kooperativen, Gewerkschaften oder Hausbesetzungen handelt, sein spezifisches Projekt wird am Ende autonom und zum Selbstzweck. Das heißt, wenn Robin in den Wald geht, bleibt er außerhalb des Waldes. Er hört nicht auf, sich als ein atomisiertes Individuum des Kapitals zu bestĂ€tigen.

Denn der subtraktivistische (A.d.Ü., kursiv von uns) Vorschlag bringt etwas Wertvolles zum Ausdruck: die Notwendigkeit, mit den von der Ware dominierten sozialen Beziehungen zu brechen, und den Wunsch, eine echte menschliche Gemeinschaft wiederherzustellen. Das Problem ist, dass dies durch eine Trennung geschieht. Er nimmt die Gemeinschaft, die durch unsere KlassenkĂ€mpfe entstanden ist, und verwirft sie, oder macht sie bestenfalls zu einer Zukunft, die von der Gegenwart abgekoppelt ist und der man immer misstrauisch gegenĂŒbersteht, wie bei Godot12. Er nimmt also unsere unmittelbaren Interessen – Lebensbedingungen, die es uns erlauben, unser soziales Wesen zumindest teilweise wiederzuerlangen13 – und trennt sie von unseren historischen Interessen: dem revolutionĂ€ren Bruch mit der Herrschaft der Ware und des Staates. Auf diese Weise nĂ€hert man sich auf die eine oder andere Weise der Verwaltung unseres Elends, der Verwaltung der Ware und ihrer Lebensform: Man verfĂ€llt so in den Reformismus des Alltags, in den Verwaltungsismus14, da die totale – anthropologische – Transformation der Revolution negiert wird, um die Transformation der individuellen Beziehungen in dieser Welt15 zu bestĂ€tigen.

Und nicht zufĂ€llig gibt man dabei jede Idee von UniversalitĂ€t auf. Die auf Lokalismus fixierte subtraktivistische (A.d.Ü., kursiv von uns) Ideologie verneint jede Möglichkeit einer wirklich globalen menschlichen Gemeinschaft. Sie negiert den Internationalismus, der ĂŒber individuelle Forderungen und SolidaritĂ€tsaktionen mit KĂ€mpfen in anderen Gebieten hinausgeht. Anstatt unseren Widerstand als Teil ein und derselben gemeinsamen Bewegung zu betrachten, die an sich international ist – so wie der Kapitalismus international ist -, wird er als Inseln in einem Archipel betrachtet, die sich im besten Fall nach und nach ausdehnen, bis sie sich gegenseitig berĂŒhren.

VI

Aber der Kapitalismus hat schon lĂ€ngst alle WĂ€lder niedergebrannt. Wie auch andere Formen der Sozialdemokratie stĂŒtzt sich der Subtraktionismus (A.d.Ü., kursiv von uns) auf reale BedĂŒrfnisse, um ihnen eine falsche Antwort zu geben. Es ist nicht möglich, dieser Welt zu entkommen16. Die einzige Gemeinschaft, die sich dem Vormarsch des Kapitals widersetzt, ist ihre eigene – die Gemeinschaft des Geldes – und alle anderen mĂŒssen sich ihr anpassen und sich in ihrer Logik strukturieren, oder sie werden sterben.

Da es nicht möglich ist, dem Kapital zu entkommen, ist der Subtraktionismus (A.d.Ü., kursiv von uns) mit seinen eigenen Gespenstern konfrontiert. Er reproduziert die bestehenden VerhĂ€ltnisse – mit ihrer Konkurrenz, ihrem Machismo, ihrem Individualismus – und setzt schließlich auf Formen des wirtschaftlichen Überlebens, die nichts anderes sind als typisch kapitalistische Ausbeutung, aber verinnerlicht durch Selbstverwaltung17. Wenn die Subtraktion in eine Sackgasse fĂŒhrt, muss man entweder resignieren oder nach einer kohĂ€renteren Alternative suchen. Wenn sich nichts Ă€ndern lĂ€sst, wenn man dem Kapital nicht entkommen kann, dann ergibt vielleicht seine (demokratische) Verwaltung durch den Staat einen Sinn. Wenn sich die gesellschaftlichen VerhĂ€ltnisse von einer kleinen Gemeinschaft aus nicht Ă€ndern lassen, kann vielleicht die große staatliche Gemeinschaft mit ihren Verordnungen und OrdnungskrĂ€ften etwas bewirken. Kurz gesagt, Subtraktionismus (A.d.Ü., kursiv von uns) und institutionelle Politik sind zwei Seiten derselben Medaille.

Eine Subtraktion ist also nicht möglich. Der Kapitalismus beruht jedoch auf einem grundlegenden Widerspruch: In seiner unersĂ€ttlichen Dynamik ĂŒberschreitet er alle Grenzen, er verweigert alle BedĂŒrfnisse derer, die er ausbeutet, und deshalb besteht die einzige Möglichkeit fĂŒr das Proletariat zu ĂŒberleben, darin sich dieser Ausbeutung entgegenzustellen. Im Gegensatz zu anderen Klassengesellschaften, in denen der Status quo jahrhundertelang aufrechterhalten werden konnte, zwingt der Kapitalismus durch sein stĂ€ndiges Wachstum zum Reagieren.

Ein Ausbruch und alles beginnt.

Er muss nicht unbedingt aus dem schlimmsten Angriff oder der schlimmsten Situation stammen. Sicherlich kann das Niveau des Aushaltens sehr hoch sein, wenn der soziale Frieden und die Repression mitspielen. Aber manchmal kommt der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt: Dann kommt es zu einem sozialen Ausbruch, einer Revolte, die gleichzeitig diese Welt negiert und Formen der Gemeinschaft, der SolidaritĂ€t zwischen Fremden, der Identifikation ĂŒber alle Grenzen und Sprachen hinweg, der Erotik, der Phantasie bejaht.

Einfach so, alles auf einmal. Aus dem sozialen Frieden, aus der Einsamkeit, aus dem individuellen Überleben, aus der permanenten Konkurrenz werden die StaatsbĂŒrger-Atome, auf die uns das Kapital reduziert, ionisiert, in einer gemeinsamen Struktur mit einer explosiven elektrischen Ladung zusammengefĂŒhrt: Die Negation dieser Welt und die Affirmation einer neuen sind untrennbar, Gemeinschaft und Kampf bilden ein untrennbares Ganzes.

Genau aus diesem Grund löst sich diese Kampfgemeinschaft auf, wenn es zu einer Niederlage kommt. Zweifellos gibt es nach wie vor Netze der SolidaritĂ€t und der Diskussion, die versuchen, einen Teil des Erlebten zu bewahren. Es gibt auch weiterhin Strukturen revolutionĂ€rer Minderheiten, die eine Bilanz der Niederlage ziehen mĂŒssen. Aber unsere Klasse ist intermittierend, und das ist so, weil die einzige Gemeinschaft, die dem Vormarsch des Kapitals widerstehen kann, eine ist, die es radikal leugnet, und um es zu leugnen, um den Wert zu leugnen, kann es sich nur vertiefen und international ausbreiten oder es wird besiegt. Wenn die Revolution nicht kommt oder kommt und nicht siegt, wird die Kampfgemeinschaft dazu neigen, bis zum nĂ€chsten Ansturm in die Atomisierung des Kapitals zurĂŒckzusinken.

VII

Es gibt also keinen Amazonas mehr, in dem man sich verstecken kann.

Gleichzeitig sind unsere Möglichkeiten der Emanzipation viel grĂ¶ĂŸer als in der Vergangenheit: Im Gegensatz zu dem im Dschungel versunkenen Quilombo oder der im Ozean verlorenen Insel ist der Kampf unserer Klasse – mehr und mehr – ein globales PhĂ€nomen und zielt auf die Bildung einer internationalen menschlichen Gemeinschaft ab.

Solange es eine menschliche Spezies gibt, wird es Widerstand gegen den Vormarsch des Kapitals geben. Solange es Widerstand gibt, wird es zu AusbrĂŒchen kommen. Solange es AusbrĂŒche gibt, wird es eine Erinnerung an die gelernten Lektionen geben, ein Lernen im Unterirdischen, eine neue Revolte, die nicht ĂŒber dieselben Steine stolpern wird, eine wachsende Verallgemeinerung der KĂ€mpfe. In diesem Prozess neigt unsere Klasse dazu, sich als Partei zu bilden18

All dies hat nichts mit dem Bewusstsein bestimmter Individuen zu tun. Die Revolution ist nicht nur möglich und wĂŒnschenswert, sondern auch unvermeidlich: eine tektonische Tatsache, ein natĂŒrliches PhĂ€nomen. Ganz genau: natĂŒrlich.

Unser Kampf ist der einzige Wald, den das Kapital nicht abholzen kann.




Quelle: Panopticon.blackblogs.org