August 4, 2022
Von Indymedia
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FĂŒr die Polizei war der Ablauf der 1. Mai-Demo in Wilhelmsburg von vornherein abgesteckt. Klares Bedrohungsszenario, EinschĂŒchterung, Eskalation und ein Angriff auf den Frontblock kurz vor dem Endpunkt. Letzterer passierte unter der S-Bahn-BrĂŒcke beim Bahnhof Veddel. Einem Ort, der der Einsatzleitung offensichtlich geeignet erschien fĂŒr eine Falle. Dabei wurden viele Menschen brutal verprĂŒgelt und verletzt. Die Demonstration wurde, laut Berichten, auch schon vorher dauerhaft durch Spalier begleitet und wiederholt aufgestoppt um Menschen zu demotivieren und zermĂŒrben.

Jede Erwartung oder Forderung nach einer sogenannten „VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit“ von polizeilichem Handeln erweist sich damit mal wieder als realitĂ€tsfern. Ob Leute nun randalieren oder einfach gemeinsam widerstĂ€ndige Positionen und Ideen verbreiten wollen. Die Bullen existieren um die Interessen des Kapitals zu verteidigen und die rassistische, patriarchale Ordnung zu zementieren. Die Bilder vom 1. Mai zeigen, dass alle, die an grĂ¶ĂŸeren anarchistischen oder autonomen Demonstrationen teilnehmen sich ĂŒberlegen sollten, wie sich solche Situationen der Ohnmacht verhindern lassen. Wie können wir wieder unabhĂ€ngiger werden von den (de)Eskalationstaktiken der Polizei? Wie lassen sich (un)angemeldete Demos besser schĂŒtzen? Wie können mögliche Polizeitaktiken schon in der Planung z.B. der Route untergraben werden?

Mit unserer Racheaktion senden wir solidarische GrĂŒĂŸe an die von Polizeigewalt Betroffenen bei der anarchistischen 1. Mai-Demo und auch an alle Betroffenen von staatlicher Repression. Wir hoffen, dass wir dem reibungslosen Ablauf dieser mörderischen Institution ein bisschen zusetzen konnten.

SolidaritÀt auch mit dem Gefangenen Giannis Michailidis, der nach Beendigung eines lÀngeren Hungerstreiks weiterhin vom repressiven griechischen Staat gefangen gehalten wird.




Quelle: De.indymedia.org