Januar 2, 2022
Von End Of Road
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Erneut planen Rechte aus dem Querdenken-Milieu kommenden Montag, den 3. Januar, um 18 Uhr in Bremen auf dem Marktplatz zu demonstrieren. Zusammen mit anderen linken und antifaschistischen Gruppen rufen wir dazu auf sich ihnen entgegen zu stellen.
Das die Melange aus Verschwörungsideolog*innen, wildgewordenen KleinbĂŒrger*innen, Esos, ReichsbĂŒrgern und Nazis eine Gefahr darstellt ist kein Geheimnis. In Bremen gab es letzten Montag drei rechte Demos: In Lesum, in Vegesack und im Innenstadtbereich.

Wie in vielen anderen StĂ€dten haben sie auch in Bremen verstĂ€rkt Kleinkinder als menschliche Schutzschilde gegen die Polizei in Kinderwagen mitgefĂŒhrt. Es gingen von ihnen Angriffe auf Antifaschist*innen aus. UnlĂ€ngst berichtete die Presse ĂŒber einen Brandanschlag auf ein Gesundheitsamt in Bremerhaven. Sowohl ReichsbĂŒrger als auch eine kleine Gruppe von Nazis gehören zum Stammklientel ihrer AufmĂ€rsche.
Aber auch ohne die Handvoll Nazis unter ihnen wĂ€ren sie rechts und mĂŒssten bekĂ€mpft werden. Sie sind rechts, weil sie zum Schaden aller versuchen ihre AnsprĂŒche durchzusetzen. Ihre „Freiheit“ ist sozialdarwinistisch. In dieser Freiheit des Rechts auf einen ungestörten Kampf „aller gegen alle“ fĂŒhlen sie sich beschnitten.
Die Versuche des Staates den eigenen Wirtschaftsstandort samt Bevölkerung halbwegs wettbewerbsfĂ€hig durch die Corona-Pandemie zu bringen erscheint ihnen so als Vorschein einer Diktatur. NatĂŒrlich ist dem Staat die Gesundheit seiner BĂŒrger*innen nicht Zweck, sondern fĂŒr ihn nur Bedingung ihrer ArbeitsfĂ€higkeit. Die Rechten aber, auch wenn sie viel von Revolution reden, sind nur besonders radikale Fans dieser kapitalistischen Konkurrenz.
Das die Polizei auch im Kampf gegen Querdenken und co. nicht Freund & Helfer ist, war vergangenen Montag in Bremen gut zu beobachten. Die Rechten beschrÀnkte sie erst, als sich couragierte Antifaschist*innen ihnen körperlich in den Weg stellten. Auch danach war sie vor allem damit beschÀftigt gegen Linke vorzugehen. Das hat sie nicht gemacht, weil es in der Polizei besonders viele Rechte, Rassist*innen und Antikommunist*innen gibt. Das auch! Aber vor allem weil es ihr immer um die Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols geht. Letzten Montag stellten sich in der Bremer Innenstadt ca. 130 Rechten ca. 40 Antifaschist*innen in den Weg. Wir waren die kleinere und aus der Sicht der Polizei leichter zu befriedende Partei. Gleichzeitig hat die Desorganisiertheit der Rechten gezeigt, auch mit wenigen lÀsst sich bereits viel gegen sie ausrichten.
Damit wir uns nicht auch noch zusĂ€tzlich an der Polizei abarbeiten mĂŒssen, damit wir den Rechten nachhaltige Niederlagen zufĂŒgen können, mĂŒssen wir also mehr werden.
Deswegen: Tut euch zusammen und kommt mit euren Freund*innen, Kolleg*innen und Nachbar*innen am kommenden Montag den 3. Januar um 18 Uhr zum Bremer Marktplatz. Und natĂŒrlich,

AntifableibtHandarbeit

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Quelle: Endofroad.blackblogs.org