MĂ€rz 5, 2021
Von FAU Bielefeld
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TREFFT UNS AB 17 UHR AUF DEM KESSELBRINK ODER STARTET MIT UNS GEMEINSAM AB 16:30 UHR VOM FAU-LOKAL IN DER METZER STR. 20!

Der 8. MĂ€rz ist der feministische Kampftag fĂŒr eine solidarische Welt. Die FAU Bielefeld möchte deshalb am 8. MĂ€rz gemeinsam mit allen interessierten Menschen und Organisationen laut und deutlich zeigen und kundtun, dass wir nicht bloß kosmetische Verbesserungen fĂŒr Frauen*/FLINTA (FLINTA = Frauen, Lesben, inter, nichtbinĂ€re, trans und agender Personen) sondern die Abschaffung der Ausbeutung in der kapitalistischen Weltgesellschaft, die Demokratisierung und gleichmĂ€ĂŸige Verteilung der Sorgearbeit sowie eine Sensibilisierung fĂŒr vielfĂ€ltige LebensentwĂŒrfe fordern und erreichen wollen. Dieses Unterfangen kann nur gelingen, wenn wir Allianzen und BĂŒndnisse bilden und die Verbundenheit diverser gesellschaftlicher Probleme und KĂ€mpfe aufzeigen. So sind die besondere Belastung von Frauen* in der COVID-19-Pandemie, die weltweit ungleiche Verteilung von Lebensmitteln, Impfstoffen und Entwicklungschancen sowie die Verletzbarkeit durch globale Umweltprobleme und -risiken die Ergebnisse einer Weltgesellschaft der Klassen- und GeschlechtergegensĂ€tze. Dagegen wollen wir gemeinsam mit Euch mobilisieren und eine dauerhafte Zusammenarbeit auf die Beine stellen. Die COVID-19-Pandemie hat die Notwendigkeit der Verbindung emanzipatorischer und fortschrittlicher KrĂ€fte verdeutlicht:

  • Insbesondere Frauen*/FLINTA[1] haben in abgewerteten, unterbezahlten, aber „systemrelevanten“ Berufen alles gegeben, ohne dafĂŒr wahrgenommen zu werden. Corona hat den Begriff „Systemrelevanz“ hervorgebracht und zumindest kurz haben alle hingesehen – auf total abgewertete Sorge- und Pflege-Arbeit und die Menschen, die sie machen – und applaudiert.
  • Frauen*/FLINTA werden aufgerieben zwischen Sorgearbeit und Existenzsicherung, persönlichen AbhĂ€ngigkeiten und mĂŒssen als emotionale Puffer umso mehr Trost und Lust „spenden“, je lĂ€nger die Pandemie andauert. Gewalt, Isolation und die stetige Liberalisierung des Kapitalismus bedrohen uns. Nicht Corona ist die Krise, sondern der patriarchale Kapitalismus.
  • Frauen*/FLINTA wollen nicht zurĂŒck zum ĂŒberlasteten, abhĂ€ngigen, prekĂ€ren, armen Normalzustand. Die TĂ€tigkeiten und Arbeiten, die fĂŒr unser Zusammenleben wichtig sind, sollen gleichwertig und auf allen Schultern verteilt sein. Damit Hausarbeiten, Sorge und Pflege (von Beziehungen) von allen ĂŒbernommen werden können, brauchen wir eine VerkĂŒrzung der Lohn-Arbeitszeit fĂŒr alle.

Um einige Schritte in die Richtung der Demokratisierung und gleichmĂ€ĂŸige Verteilung der Sorgearbeit sowie eine Sensibilisierung fĂŒr vielfĂ€ltige LebensentwĂŒrfe zu gehen, reicht es jedoch nicht am 8. MĂ€rz gemeinsam unsere Ideen kundzutun. Vielmehr mĂŒssen wir kontinuierlich zusammenarbeiten, um die EigentumsverhĂ€ltnisse, die Arbeitsbedingungen und das gleichheitssensible Bewusstsein in der Weltgesellschaft zu stĂ€rken.

Lasst uns am 8. MĂ€rz 2021 dem Internationalen Feministischen Kampftag gemeinsam den Anfang machen!

Eure FAU Bielefeld




Quelle: Bielefeld.fau.org