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Das feministische BĂŒndnis Braunschweig organisiert Veranstaltungen und eine Demonstration zum internationalen feministischen Kampftag, dem 8.3 MĂ€rz. Wir unterstĂŒtzen den Aufruf zur Demonstration am 6.MĂ€rz und die Veranstaltungsreihe.

WĂ€hrend reaktion-Ă€re, autoritĂ€re und faschistische KrĂ€fte international in die Offensive gehen, wird es damit einhergehend auch fĂŒr bereits erkĂ€mpfte und sicher geglaubte Errungenschaften der feministischen Bewegung zunehmend enger. Neben den strukurellen Nachteilen fĂŒr alle, die nicht in das patriarchale Bild einer ausschließlich heterosexuellen und zweigeschlechtlichen Gesellschaft passen, nehmen auch direkte Angriffe auf jene zu, die als „anders“ wahrgenommen werden. Diese Diskriminierungen und Angriffe sind ebenso Bestandteil eines reaktionĂ€ren Rollbacks bzw. Backlash, wie es der zunehmende rassistische Terror und die autoritĂ€re Formierung sind. Mit Begriffen wie „Beziehungstat“, „Familienstreit“ oder „Eifersuchtsdrama“ werden nicht selten Morde von MĂ€nnern an ihren (Ex-)Partnerinnen, Ehefrauen oder Kindern verharmlost und so

die patriarchalen Strukturen, die zu den Morden gefĂŒhrt haben, verschleiert und verharmlost. Auch der politische, gesellschaftliche, mediale, polizeiliche und justizielle Umgang mit von Vergewaltigung Betroffenen beweist ein ums andere Mal, dass es nicht um die BedĂŒfnisse der Angegriffenen geht, sondern um das Aufrechterhalten eines sexistischen, antifeministischen und mörderischen Systems. Vergewltigungen werden von allen Staaten dieser Welt in kriegerischen Konflikten als Kriegswaffe gegen feindliche KĂ€mpferinnen sowie die Zivilbevölkerung eingesetzt, wenigstens aber geduldet und vor der Öffentlichkeit geleugnet, vertuscht oder verharmlost.

So wie wir uns als internationalistische Linke an die Seite all jener stellen, die sich dagegen wehren, allein wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft diskriminiert und ermordet zu werden, stehen wir an der Seite jener, die sich dagegen wehren, wegen ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder IdentitÀt diskriminiert, angergriffen oder ermordet zu werden!

Die kurdische Bewegung hat die Frage um die Befreiung der Frau schon seit langem als zentralen Berstandteil der Befreiungstheorie entwickelt. Dies Ă€ußert sich nicht allein in der Existenz von ausschließlich aus Frauen bestehenden Gerrilla- Einheiten, sondern nicht zuletzt in der Entwicklung der revolutionĂ€ren Wissenschaft der Frau, der Jineoloji. Denn ohne die Befreiung der Frau gibt es keine Revolution und keine befreite Gesellschaft.

Daher rufen wir dazu auf, sich an den kommenden Veranstaltungen und der Demonstration am 6. MĂ€rz zu beteiligen!

Feminismus ist Klassenkampf im Patriarchat!

Jin, Jiyan, Azadi!

(Frauen, Leben, Freiheit!)




Quelle: Fkfbs.noblogs.org