September 28, 2022
Von Indymedia
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How to blow up a pipeline?

Wir sind endlich wieder zu Hause.

Die letzten vier Tage waren aufregender, als alles, was wir in unserem Leben zuvor je erlebt haben!

Und die ganze Welt redet von uns… und fragt sich, wer am Montag die beiden Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 in die Luft gejagt hat.

Gerade in den letzten Monaten ist die ökologische Krise durch die Waldbrände, Fluten und Orkane auch in den kapitalistischen Zentren deutlicher spürbar geworden. Diese Phänomene sind kein Zufall sondern Teil der weltweiten ökologischen Krise. Ursache dieser Krise ist ein System, was die Gesellschaft von der Natur entfremdet hat und in dem die Natur nur noch als Objekt zur Profitmaximierung gesehen wird.

Insbesondere außerhalb der Zentren der kapitalistischen Moderne kommt es zu systematischer Zerstörung der Natur. Es geht dabei nicht mehr um einen bloßen Angriff, sondern um die Zerstörung des weltweiten Ökosystems. Naturzerstörung, sei es durch Krieg, Fracking oder Bergbau bezeichnen wir als Ökozid. Ökozide zerstören die Lebensgrundlagen von ganzen Gesellschaften und sind der extreme Ausdruck eines Mensch-Naturverhältnisses, das nicht anerkennt, dass die Gesellschaft Teil der Natur ist und von ihr abhängt.

Wir sollten uns bewusst sein, dass die Auswirkungen der ökologischen Krise an anderen Orten deutlich intensiver und früher zu spüren sind. Ökozide sind ein globales Thema zu dem sich auch überall Widerstand regt. Von dem Ökozid, den der Hamburger Konzern Aurubis in Norwegen begeht und damit die Lebensgrundlage der Indigenen Sami zerstört, bis hin zum Angriffskrieg der Türkei auf Südkurdistan, der mit deutschen Waffen, deutschem Geld und der Rückendeckung der deutschen Regierung erfolgt und gezielt Naturzerstörung als Mittel der Kriegsführung einsetzt – oder dem imperialistischen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der leider die einzige Katastrophe zu sein scheint, welche die Medienwelt der westlichen, kapitalistischen Industriestaaten in den vergangenen Monaten umtreibt.

Auch in Mexiko beteiligen sich deutsche Großunternehmen an Ökoziden. Das aktuellste Beispiel ist das Megaprojekt des sog. Maya-Zug, spanisch “Tren Maya”, an dem unter anderem die Deutsche Bahn beteiligt ist. Die Umweltfolgen sind ebenso tiefgreifend und fatal: Tausende Hektar Urwald sollen gerodet werden. 23 Nationalparks, damit zahllose bedrohte Arten und die größten Süßwasserreserven Mexikos sind gefährdet.

Wenn wir nun zum Mittel der Gewalt gegen die Großkonzerne greifen, dann nicht, weil wir denken, es wäre der einzige Weg. Die Konzerne und Fabriken zu besetzen, sie zu enteignen, wäre sicherlich effektiver. Diese Krise ist global und kann auch nur durch globalen Widerstand beendet werden. Aber die Beteiligung deutscher Konzerne an Ökozid-Projekten zu verhindern oder sie unter Druck zu setzen, ist unsere Verantwortung! Und solange wir nicht viele sind, müssen Wenige zu drastischeren Mitteln greifen.

“Seismologen haben am Montag in der Nähe der festgestellten Lecks in den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee Erschütterungen registriert. […]. Bjorn Lund vom Schwedischen Seismologischen Zentrum der Universität Uppsala sagte dem Sender SVT: „Es gibt keinen Zweifel, dass das Explosionen waren.“

Es gebe kein vorstellbares Szenario, in dem kein Anschlag auf die Pipeline Ursache dafür sei, zitierte der Tagesspiegel eine mit der Bewertung durch Bundesregierung und Behörden betraute Person. Ein solcher Akt sei aufwendig: Dafür seien Spezialkräfte wie Marinetaucher oder ein U-Boot-Einsatz notwendig

Es bleibt zu spekulieren:

Russland könnte es im Rahmen der ohnehin irrationalen Politik als quasi Vergeltungsschlag gg. Europa und vor allem Deutschland und Polen versucht haben, zumal der Verdacht erst zuletzt auf Moskau fiele.
China ist unwahrscheinlich.
Dänemark und Schweden haben längst dem Bau zugestimmt, das Thema ist da erledigt.

Die USA könnten versucht haben, diese potentielle Quelle für immer aus zu schalten.

Wer soll denn aus welchem Motiv die nicht in Betrieb befindlichen Pipelines sabotiert haben?

Jemand der sicher stellen möchte, dass sie nicht wieder in Betrieb gehen.

Mit anderen Worten: Alles richtig gemacht! Entweder war es also einer unserer Verbündeten – oder wir selbst.

Um eine Pipeline in die Luft zu sprengen, braucht es kein U-Boot. Ein paar kleine Pakte Plastiksprengstoff mit digital auslösbarem Fernzünder und ein paar ordentliche Magnete haben völlig ausgereicht. 😉

Wenn wir uns gemeinsam im Widerstand gegen das kapitalistische System organisieren können wir ein gutes Leben für alle erkämpfen! Das Wichtigste dabei bleibt: ohne die Perspektiven der Schwarzen, Indigenen, People of Colour und aller anderen, unterdrückten Communities auf dieser Erde werden wir niemals ausbrechen können aus dem kolonialen und neoliberalen Denken, das auf Trennung und Herrschaft fußt und das die Ursache vieler, existenzieller Probleme ist.

Wir müssen vereint stehen gegen die Regierungen der Welt, die die indigenen Gemeinschaften bekriegen und das Ökosystem Erde vernichten, denn das eine ist vom anderen nicht zu trennen. Verbünden wir uns, hören wir einander zu und treten wir endlich in den Austausch, um unsere Perspektiven auf die Welt zusammenzubringen. Vereinen wir unsere Kämpfe und zerstören wir das, was uns kaputt macht – den industriellen Kapitalismus!

Und bevor jetzt wieder jemand ankommt und nicht verstehen kann, warum wir 330 Mio. m³ Erdgas in die Luft blasen – 3.5 Mio. Autos weniger pro Jahr auf Deutschlands Straßen würden den Schaden schon wieder beheben. Also eine von fünfzehn Personen, die ihr Auto stilllegen. Sie könnten sich die Autos mit den anderen vierzehn teilen. Oder einfach Bahn fahren.

Außerdem: “Die NGO Deutsche Umwelthilfe verwies darauf, dass Erdgas Methan sei, das sich teilweise im Wasser löse und nicht giftig sei. Je tiefer das Gas im Meer frei werde, desto höher sei der Anteil, der sich im Wasser löse, sagte ein DUH-Sprecher. Selbst im Falle einer Explosion unter Wasser gäbe es nur lokale Effekte.” https://www.tagesspiegel.de/

Por un mundo donde quepan muchos mundos!

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Quelle: De.indymedia.org