April 22, 2021
Von Fairmuenchen
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MĂŒnchen feiert(e) mit weißen Fahnen am 8. Mai den Tag der Befreiung von der Nazi-Herrschaft, die nach Argentinien, Brasilien und Chile, in den Selbstmord oder in die Harmlosigkeit geflohen war.

In den neuen Ämtern, Einrichtungen und Ministerien fanden sich aber bald wieder alle „wie immer unschuldigen“ Juristen, Mediziner, Polizisten, Geheimdienstleute, und verurteilten ab 1950, dem Ende der Entnazifizierung auch mit freudiger Zustimmung der Kirchen, die sich zum Opfer stilisierten, weiter an den feucht-miefigen TrĂ€umen der Volksgemeinschaft: Sie verurteilten weiter die Schwulen und abweichende Lebensformen,

IDaHoBIT* – ein internationaler Tag der Befreiung am 17.5. jeden Jahres –

Montag, 17. Mai 2021, 18:30 Uhr bis 19:30 Uhr GĂ€rtnerplatztheater

Es ist kein ausgelassenes Fest wie der CSD, das Erinnern an die AufstĂ€nde in der Stonewall-Street in New York, als Tunten und Transen aller Couleur die Polizei-Razzien satt hatten, die in ihren Kneipen und hinter ihrem RĂŒcken mit der Mafia abgelaufen waren: 1969 ein Auslöser fĂŒr viele Gesetzes-Änderungen. auch das Ende der Verfolgung erwachsener HomosexualitĂ€t.

Es ist die Erinnerung an die mĂŒhsame juristische, medizinische und psychologische Arbeit, von der Abqualifizierung und Scham als Arzt, Jurist und Psychologe in die Offensive zu gehen und zu sagen: Ich bin Homosexuell, das ist keine Krankheit.

am 17.5. 1991 war es so weit:

die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, HomosexualitĂ€t aus ihrem DiagnoseschlĂŒssel fĂŒr Krankheiten zu streichen. TranssexualitĂ€t wurde erst 2018 mit dem Erscheinen der ICD-11 von der WHO als „Krankheit“ gestrichen.

Internationaler Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie

Was hier als Angst ausgesprochen, leider oft als Hass falsch ĂŒbersetzt wird, hat im Hintergrund der Ablehnung die alten Bilder, die mit der Schwulen-Verfolgung der antiken und mittelalterlichen Zeit und der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte transportiert werden:

Die biblische AufzĂ€hlung von sexuellen Übergriffen und Fehlverhalten hat jeweils nicht mit einer liebevollen Beziehung zu tun, die Frömmler mit ihren Bibel-Zitaten schlecht reden wollen 


ist ein bisher eher interner Versuch, die internationale (medizinische) Befreiung zu feiern: Nach der Rede eines Arztes vor der Weltgesundheitsorganisation wurde am 17. Mai 1991 das aus der Liste gestrichen 
 https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Tag_gegen_Homo-,_Bi-,_Inter-_und_Transphobie

  • InternationalHofgartenbrunnen
  • Day

  • against

  • Homophobie

  • Biphobie

  • Transphobie

  • inter etc

meint vor allem eine Liebe zu Menschen ohne Bezug auf ein Geschlecht oder im fluiden – fließenden Geschlechts-SelbstverstĂ€ndnis http://bi.eineweltnetz.org

und im VSG e.V. https://queer-kunst.blogspot.com/2021/04/vsg-erinnerungen-feste-theaterbuhne.html

Da auch in unseren LĂ€ndern die Kolonialisierung wieder mehr in den Blick kommt,

wird eine Verbindung des Denkens in chauvinistischen, rassistischen und religiösen Kategorien mit den Eigenschaften, Orientierungen und Lebensformen der Menschen von scheinbar „höheren christlichen Werten“ oder von „höheren Rassen“ und Ă€hnlichen Kategorien mit den antiken religiösen und den mittelalterlichen magischen Vorstellungen interessant.

Ein ferner Spiegel können die Berichte anderer Kulturen sein, wie sie hier zitiert werden, und im Sinne der AufklÀrung und der Kritischen Theorie kann sich unser Blick weiten:

Die Abraham-Religionen von Judentum, frĂŒhem Christentum und Islam – grade kĂŒrzlich am Weltfrauentag vom Papst wurde seine Herkunfts-Region besucht – feiern mit Abraham und den Berichten vom Opfer des Sohnes, das durch einen Widder ersetzt wurde, eine Abkehr von der Opferung der Erstgeborenen.

Diese Hirten-Religion und ihre ÜbergĂ€nge zum Ackerbau mit „göttlich angewiesener“ Landnahme bestimmt immer noch das Denken der westlichen und östlich-orthodoxen Welt, mit den Vorstellungen vom Endzeit-Krieg und Weltuntergang – entsprechend der Schöpfung vor gut 5000 Jahren, was nicht nur im Bibel-Belt in der evangelikalen Welt wörtlich geglaubt wird.

Die christliche AufklĂ€rung hatte sich auch in der jĂŒdischen Haskala niedergeschlagen, was bei vielen Juden der letzten paar hundert Jahre zur freieren gebildeten Lebensform fĂŒhrte, wogegen die katholischen und vor allem die orthodoxen Christen irgendwo ins 11. Jahrhundert zurĂŒck wollen.

Die Kolonialisierung ging von einer höherwertigen Form der deutschen Christen aus, die das Konzil erst 1964 relativierte 
 und die WiderstĂ€nde wurden blutig nieder geschlagen nur selten so erwidert, wie hier geschildert:

Trans-, nicht-binÀre und geschlechtsspezifische Menschen waren und sind in der hawaiianischen Kultur akzeptiert https://queer-kunst.blogspot.com/2021/04/trans-nicht-binare-und.html

2019ffmuenchen-rot-blau

auf wikipedia.org/wiki/Diskussion:Internationaler_Tag_gegen_Homo-,_Bi-,_Inter-_und_Transphobie#2019ff

2019 war in MĂŒnchen schon die xte offizielle Demonstration, vom Sendlinger Tor mit Auftakt-Kundgebung und Schluss-Reden der diversen Gruppen am GĂ€rtnerplatz, was auch fĂŒr 2021 geplant ist; Gibt es jemand, der / die deutsche Szene in den StĂ€dten dazu recherchieren mag? Die Aktionen in Bayern 2019 in sechs BezirkshauptstĂ€dten https://bayern.lsvd.de/politik/aktionen/idahobit-2019/ 
 allein in fast 70 deutschen StĂ€dten Aktionen https://www.queer.de/detail.php?article_id=33613

2020 dĂŒrfte Vieles wegen Corona ausgefallen sein: Das internationale IDAHO-Komitee, das am IDAHOBIT Aktionen auf der ganzen Welt unterstĂŒtzt und dokumentiert, hat als Protestslogan fĂŒr 2020 „Das Schweigen brechen“ ausgerufen. Dazu schreibt das Komitee auf seiner Website: https://may17.org/2020-theme-elected-breaking-the-silence/ : „Ob in unseren Familien, unserem sozialen Umfeld, bei der Arbeit oder beim Sport, viele von uns mĂŒssen unsere SexualitĂ€t, GeschlechtsidentitĂ€t oder körperlichen Geschlechtsmerkmale verstecken. Wir gehen durch den Großteil unserer Leben mit dem Stigma, dass wir uns dafĂŒr schĂ€men, wer wir sind.“ https://www.regenbogenportal.de/informationen/idahobit-2020-tag-gegen-homo-bi-inter-und-transfeindlichkeit

2021 werden etliche Veranstaltungen digital, etliche live sein: https://bimuc.wordpress.com/2021/03/18/idahobit-2021-munchen-17-mai/ und https://www.regioactive.de/bildung/idahobit-2021-muenchen-muechen-gaertnerplatztheater-2021-05-17-bN1ZR6s0P2

Eine ErgĂ€nzung zur Gruppe Queer-Amnesty zur internationalen Verfolgung https://www.queeramnesty.de/ wĂ€re auch passend 
 —fritz-letsch.de (Diskussion) 17:18, 21. Apr. 2021 (CEST)

Du darfst mich gern verfolgen …




Quelle: Fairmuenchen.de