April 11, 2021
Von Paradox-A
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Lesedauer: 2 Minuten

Ja, ich weiß
 es gibt immer viel Kritik an der Halkyonische Assoziation fĂŒr radikale Philosophie. Mir gehen die infantilen Reflexe aktuell dann doch auch zu weit. Andererseits verachte ich ebenfalls die ExklusivitĂ€t, SelbstbezĂŒglichkeit und den Dogmatismus der gesellschaftlichen oder radikalen Linken. Dies ist der große Widerspruch, in dem ich mich bewege. Skylla und Charybdis. Die sozial-revolutionĂ€re Perspektive geht aus dem Zwischenraum beider Pole hervor. Dies ist eben der Unterschied zum Dogmatismus der Linken und den Abwehrreflexen gekrĂ€nkter Egos, seien es Nietzsche-Fans, Stirner-Apologeten oder Allzudeutsche.

Überhaupt sind RĂ€ume und Gelegenheiten zur kontroversen Diskussion eine wichtige und begrĂŒĂŸenswerte Sache, deren transformatives Potenzial nicht zu vernachlĂ€ssigen ist. Immerhin sind subkulturelle oder radikal-politische Szenen entweder enorm exklusiv oder ihre Inhalte verflachen oftmals völlig und verlieren die ZĂ€hne, wenn aus ihnen heraus versucht wird, einen Teil der Mehrheitsgesellschaft zu adressieren. Ohne produktiven Streit keinerlei Weiterentwicklung – allerdings bleibt dafĂŒr dennoch zu klĂ€ren, auf welcher Grundlage die Auseinandersetzung stattfindet, welche Rahmenbedingungen fĂŒr sie gelten und was eigentlich das Ziel solcher Diskussionen sein soll.

Insbesondere Letzterem verweigert sich die Philosophie, auch die politische Philosophie, in einer verkĂŒrzten Vorstellung des Offenhaltens des Diskurses und einer langweiligen SelbstĂŒberschĂ€tzung der Wirkungsweise ihrer Protagonist*innen. Statt um sich selbst zu kreisen und sich an ihren GedankengĂ€ngen zu ergötzen, mit welchen sie dies oder jenes Handeln und Sein Anderen empfehlen, gĂ€lte es, eine gestalterische gesellschaftliche Rolle einzunehmen, zu intervenieren und im besten Sinne emanzipatorisch zu bilden. ~ Auch hier verlĂ€uft also eine Grenze zwischen meiner Position und jener der Organisierenden.

Dennoch habe ich große Lust, mit Thomas Seibert und Tobias PrĂŒwer zu diskutieren und bin gespannt darauf. Auch die Themenfelder der kommenden Podien zu „Emotion“, „Ästhetik“ , „Sprache“, „Apokalypse“ und „Utopie“ sind prinzipiell sehr interessant. Und danach
 schaue ich mal weiter, wie ich mich dazu verhalte.




Quelle: Paradox-a.de