MĂ€rz 1, 2021
Von Contraste
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Liebe Leser*innen,

mit der Zuspitzung des Kapitalismus zum gnadenlosen Neoliberalismus wurde auch das Menschenbild noch negativer. Nach dem Philosophen Hobbes muss der Mensch vom Staat erzogen und im Zaum gehalten werden. Hinter der dĂŒnnen Zivilisationsschicht drohe sonst das basale Schlechte/Wilde hervorzubrechen. Nun hat Rutger Bregmann in seinem Buch »Im Grunde gut« eine gegenteilige Stimme erhoben. Nach interessanten Blicken hinter die Kulissen gĂ€ngiger Thesen und vermeintlichen Studien-Resultaten kommt er in seinem Buch mit dem Philosophen Rousseau zu einem diametral anderen Ergebnis. Die große Mehrheit der Menschheit sei basal gut, nur die Zivilisation habe die Machttypen stets nach oben gebracht, von wo aus sie ihr Unwesen trieben. Zu ergĂ€nzen wĂ€re hier, dass die heutige Warengesellschaft mit ihren Konkurrenz-SachzwĂ€ngen per se hierarchiefördernd ist.

»Im Grunde gut« bringt große Zuversicht fĂŒr Neues im Alten. Weil der Mensch evolutionĂ€r geeicht ist auf Kooperation, auf Zusammenwirken auf Augenhöhe, auf Helfen und SolidaritĂ€t. In diesem Sinne stellt die CONTRASTE nun schon seit mehr als 35 Jahren – unbeirrt vom Mainstream – Initiativen und Projekte vor, die mitten im neoliberalen Umfeld das basale Gute zu entfalten suchen. Die vielen Versuche haben zugenommen. Wann wird die Saat aufgehen?

Wieder gut: Es sind 547 UnterstĂŒtzungs-Euro eingegangen, um den Fortbestand der CONTRASTE zu sichern. Vielen Dank. Nun werden noch mindestens 2.696,78 Euro bis zum Herbst benötigt.

Die Abobilanz hĂ€lt sich die Waage. Es gab sechs KĂŒndigungen, fĂŒnf neue Abos und eine neue Fördermitgliedschaft. Zwei Schnupperabos wurden umgewandelt, ein Kombiabo und ein Geschenkabo bestellt. Ein Leser hat gleich acht Schnupperabos verschenkt, so dass nun gar insgesamt 22 geordert wurden.

Gerne wĂŒrdigen wir unsere Spender*innen durch Namensnennung. Schreibt dazu bitte im Verwendungszweck »Name ja« oder sendet eine E-Mail an abos@contraste.org.

Aus der CONTRASTE-Redaktion grĂŒĂŸt
Heinz Weinhausen




Quelle: Contraste.org