Oktober 3, 2021
Von InfoRiot
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Frankfurt(Oder) – GrenzschĂŒtzer an der deutsch-polnischen Grenze bei Frankfurt (Oder) haben dieser Tage viel zu tun. Zahlreiche FlĂŒchtende versuchen von Belarus ĂŒber Polen nach Deutschland zu kommen.

n der deutsch-pol­nis­chen Gren­ze in Frank­furt (Oder) sind nach Angaben der Bun­de­spolizei am ver­gan­genen Woch­enende 251 uner­laubte Gren­zĂŒber­tritte fest­gestellt wor­den. Das
sei ein neuer Höchst­wert fĂŒr Woch­enen­den, teilte die Bun­de­spolizei am Mon­tag mit. Die Men­schen kamen von Belarus ĂŒber Litauen und Polen.

Seit mehreren Wochen nutzen FlĂŒch­t­ende diese Fluchtroute, um in die EU, um nach Deutsch­land zu flĂŒcht­en. Nahezu tĂ€glich tre­f­fen Beamte von Zoll und Bun­de­spolizei auf GeflĂŒchtete, die ille­gal die Gren­ze ĂŒber­queren. Laut Innen­min­is­teri­um sind im Sep­tem­ber sechs­mal so viele GeflĂŒchtete wie im August auf Bran­den­burg­er Seite aufge­grif­f­en worden.

Lage an Oder und Neiße zunehmend chaotischer

Die Lage an der deutsch-pol­nis­chen Gren­ze gestal­tet sich zunehmend chao­tis­ch­er, bericht­en Gren­zschĂŒtzer. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Zahl der FlĂŒch­t­en­den noch weit­er erhöhen wird. Ob und wie es eine Verteilung der Men­schen auf ver­schiedene EU-LĂ€n­der geben wird, ist noch völ­lig unklar. Deshalb patrouil­lieren dieser Tage an Oder und Neiße ver­stĂ€rkt gemein­same Streifen aus Bun­de­spolizei und pol­nis­chen Kol­le­gen. Zur effek­tiv­eren ErgĂ€nzung von Fah­n­dungs­maß­nah­men set­zt die Bun­de­spolizei nach eine Reit­er­staffel ein. Sie könne auch in unzugĂ€ngliche GelĂ€n­de­ab­schnitte vordringen.

Polen, Let­t­land und Litauern wer­fen in diesem Zusam­men­hang dem weißrus­sis­chen Machthaber Alexan­der Lukaschenko vor, die FlĂŒchtlinge gezielt in die EuropĂ€is­che Union zu schleusen, damit diese die Sank­tio­nen gegen Belarus zurĂŒck­n­immt. Die EU geht von ein­er Vergel­tungsak­tion Lukaschenkos fĂŒr die BrĂŒs­sel­er Sank­tions­beschlĂŒsse aus.

“Die Migranten leisten zum Teil massiven Widerstand”

In Polen wer­den deut­lich weniger FlĂŒchtlinge aufge­grif­f­en als auf der deutschen Seite, erk­lĂ€rt der Leit­er des pol­nis­chen Gren­zschutzes in Swiecko — Krzysztof Kraw­iec. Dies habe mit dem unbe­d­ingten Willen der GeflĂŒchteten zu tun, nach Deutsch­land zu kommen.

Die GeflĂŒchteten, die es ĂŒber die weit­er sĂŒdlich gele­gene Frank­furter Eisen­bahn­brĂŒcke ver­sucht­en, ver­steck­ten sich manch­mal im Dic­kicht und warteten ab, bis der pol­nis­che Gren­zschutz das Are­al wieder ver­lassen habe. Danach liefen sie ĂŒber die BrĂŒcke nach Bran­den­burg. “Wenn wir sie dann doch noch auf­greifen, leis­ten die Migranten zum Teil mas­siv­en Wider­stand, um mit allen Mit­teln zu ver­hin­dern, dass sie noch in Polen als ille­gal fest­gestellt wer­den”, so Kraw­iec weiter.

Dass gemein­same Teams aus deutschen und pol­nis­chen Polizis­ten unter­wegs seien, biete sehr viele Vorteile: “Wenn die Men­schen die Uni­form der deutschen Bun­de­spolizis­ten sehen, glauben sie teil­weise, dass sie schon in Deutsch­land sind, obwohl sie sich noch in Polen befind­en. So kommt es dann oft nicht zu den zum Teil hefti­gen Reak­tio­nen”, sagt Kar­wiec. Kon­trol­liert werde aber den­noch nur stich­probe­nar­tig, weil es anders gar nicht zu real­isieren sei, hieß es weiter.

Schleuser bringen FlĂŒchtende auch per Transporter bis nach Deutschland

Im Sep­tem­ber wur­den etwa 1.300 FlĂŒch­t­ende auf deutsch­er Seite aufge­grif­f­en. Im August waren es laut Bun­de­spolizei noch 225. Die meis­ten FlĂŒch­t­en­den wur­den dabei im Bere­ich Frank­furt (Oder) angetrof­fen. Manche kom­men zu Fuß, andere wer­den organ­isiert mit Trans­portern gebracht.

An Bord herrschen zum Teil katas­trophale ZustĂ€nde, sagt Torsten Ebert, Leit­er der Bun­de­spolizei-Inspek­tion Frank­furt (Oder). Die Per­so­n­en stĂŒn­den oft dicht an dicht gedrĂ€ngt. Sie mĂŒssten zumeist stun­den­lang in dieser Hal­tung ver­har­ren. Oft gebe es auf der Lade­flĂ€che der Trans­porter nur wenig Atem­luft. “Sie sind dann sichtlich froh, dass sie in Obhut der Bun­de­spolizei gelan­gen, weil sie dann aus den FĂ€n­gen der Schleuser befre­it sind”, so Ebert.

Die Bun­de­spolizei bringt die Men­schen anschließend in die zen­trale Aus­lĂ€n­der­be­hörde nach Eisen­hĂŒt­ten­stadt.

n der deutsch-pol­nis­chen Gren­ze in Frank­furt (Oder) sind nach Angaben der Bun­de­spolizei am ver­gan­genen Woch­enende 251 uner­laubte Gren­zĂŒber­tritte fest­gestellt wor­den. Das
sei ein neuer Höchst­wert fĂŒr Woch­enen­den, teilte die Bun­de­spolizei am Mon­tag mit. Die Men­schen kamen von Belarus ĂŒber Litauen und Polen.

Seit mehreren Wochen nutzen FlĂŒch­t­ende diese Fluchtroute, um in die EU, um nach Deutsch­land zu flĂŒcht­en. Nahezu tĂ€glich tre­f­fen Beamte von Zoll und Bun­de­spolizei auf GeflĂŒchtete, die ille­gal die Gren­ze ĂŒber­queren. Laut Innen­min­is­teri­um sind im Sep­tem­ber sechs­mal so viele GeflĂŒchtete wie im August auf Bran­den­burg­er Seite aufge­grif­f­en worden.

Lage an Oder und Neiße zunehmend chaotischer

Die Lage an der deutsch-pol­nis­chen Gren­ze gestal­tet sich zunehmend chao­tis­ch­er, bericht­en Gren­zschĂŒtzer. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Zahl der FlĂŒch­t­en­den noch weit­er erhöhen wird. Ob und wie es eine Verteilung der Men­schen auf ver­schiedene EU-LĂ€n­der geben wird, ist noch völ­lig unklar. Deshalb patrouil­lieren dieser Tage an Oder und Neiße ver­stĂ€rkt gemein­same Streifen aus Bun­de­spolizei und pol­nis­chen Kol­le­gen. Zur effek­tiv­eren ErgĂ€nzung von Fah­n­dungs­maß­nah­men set­zt die Bun­de­spolizei nach eine Reit­er­staffel ein. Sie könne auch in unzugĂ€ngliche GelĂ€n­de­ab­schnitte vordringen.

Polen, Let­t­land und Litauern wer­fen in diesem Zusam­men­hang dem weißrus­sis­chen Machthaber Alexan­der Lukaschenko vor, die FlĂŒchtlinge gezielt in die EuropĂ€is­che Union zu schleusen, damit diese die Sank­tio­nen gegen Belarus zurĂŒck­n­immt. Die EU geht von ein­er Vergel­tungsak­tion Lukaschenkos fĂŒr die BrĂŒs­sel­er Sank­tions­beschlĂŒsse aus.

“Die Migranten leisten zum Teil massiven Widerstand”

In Polen wer­den deut­lich weniger FlĂŒchtlinge aufge­grif­f­en als auf der deutschen Seite, erk­lĂ€rt der Leit­er des pol­nis­chen Gren­zschutzes in Swiecko — Krzysztof Kraw­iec. Dies habe mit dem unbe­d­ingten Willen der GeflĂŒchteten zu tun, nach Deutsch­land zu kommen.

Die GeflĂŒchteten, die es ĂŒber die weit­er sĂŒdlich gele­gene Frank­furter Eisen­bahn­brĂŒcke ver­sucht­en, ver­steck­ten sich manch­mal im Dic­kicht und warteten ab, bis der pol­nis­che Gren­zschutz das Are­al wieder ver­lassen habe. Danach liefen sie ĂŒber die BrĂŒcke nach Bran­den­burg. “Wenn wir sie dann doch noch auf­greifen, leis­ten die Migranten zum Teil mas­siv­en Wider­stand, um mit allen Mit­teln zu ver­hin­dern, dass sie noch in Polen als ille­gal fest­gestellt wer­den”, so Kraw­iec weiter.

Dass gemein­same Teams aus deutschen und pol­nis­chen Polizis­ten unter­wegs seien, biete sehr viele Vorteile: “Wenn die Men­schen die Uni­form der deutschen Bun­de­spolizis­ten sehen, glauben sie teil­weise, dass sie schon in Deutsch­land sind, obwohl sie sich noch in Polen befind­en. So kommt es dann oft nicht zu den zum Teil hefti­gen Reak­tio­nen”, sagt Kar­wiec. Kon­trol­liert werde aber den­noch nur stich­probe­nar­tig, weil es anders gar nicht zu real­isieren sei, hieß es weiter.

Schleuser bringen FlĂŒchtende auch per Transporter bis nach Deutschland

Im Sep­tem­ber wur­den etwa 1.300 FlĂŒch­t­ende auf deutsch­er Seite aufge­grif­f­en. Im August waren es laut Bun­de­spolizei noch 225. Die meis­ten FlĂŒch­t­en­den wur­den dabei im Bere­ich Frank­furt (Oder) angetrof­fen. Manche kom­men zu Fuß, andere wer­den organ­isiert mit Trans­portern gebracht.

An Bord herrschen zum Teil katas­trophale ZustĂ€nde, sagt Torsten Ebert, Leit­er der Bun­de­spolizei-Inspek­tion Frank­furt (Oder). Die Per­so­n­en stĂŒn­den oft dicht an dicht gedrĂ€ngt. Sie mĂŒssten zumeist stun­den­lang in dieser Hal­tung ver­har­ren. Oft gebe es auf der Lade­flĂ€che der Trans­porter nur wenig Atem­luft. “Sie sind dann sichtlich froh, dass sie in Obhut der Bun­de­spolizei gelan­gen, weil sie dann aus den FĂ€n­gen der Schleuser befre­it sind”, so Ebert.

Die Bun­de­spolizei bringt die Men­schen anschließend in die zen­trale Aus­lĂ€n­der­be­hörde nach Eisen­hĂŒt­ten­stadt.






Quelle: Inforiot.de