Juli 12, 2021
Von FAU Flensburg
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Über die letzten zehn Jahre hat sich die Zahl der Menschen, die auch im Rentenalter noch arbeiten gehen verdoppelt. Mittlerweile sind es ĂŒber eine Millionen Menschen. FĂŒr fast 40% ist dies ihr hauptsĂ€chlicher Lebensunterhalt.

ErwerbstĂ€tige mĂŒssen bis zur Rente immer lĂ€nger arbeiten. Seit 2012 steigt das Renteneintrittsalter stufenweise von 65 auf 67 Jahre bis 2031, zuletzt wurde auch eine Anhebung danach auf 68 oder sogar 69 Jahre diskutiert. Dennoch mĂŒssen immer Menschen auch im Rentenalter weiterarbeiten.

Im Oktober vergangenen Jahres waren von insgesamt rund 38,2 Millionen BeschÀftigten in der Bundesrepublik etwa 1,039 Millionen mindestens 67 Jahre alt oder Àlter. Dies geht aus einer Anfrage der Linkspartei an die Bundesregierung hervor.

Von diesen BeschĂ€ftigten der sogenannten „Generation 67 plus“ gingen etwa 208.000 einer sozialversicherungspflichtigen TĂ€tigkeit nach, hinzu kommen laut Bundesregierung etwa 831.000 geringfĂŒgig BeschĂ€ftigte. Dazu zĂ€hlen zum Großteil Minijobs. 19.000 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der abgefragten Altersgruppe gingen einem Nebenjob nach.

Die Zahlen der Bundesagentur fĂŒr Arbeit zeigen, dass zum Stichtag fast 600.000 Arbeitnehmer in Deutschland sogar 70 Jahre oder Ă€lter waren. Fast 220.000 BeschĂ€ftigte zĂ€hlten zur Altersgruppe ab 75 Jahren und 72.000 BeschĂ€ftigte waren 80 Jahre oder Ă€lter.

Anzahl der Renter:innen die arbeiten mĂŒssen hat sich verdoppelt

Erwerbsarbeit war fĂŒr fast 40% der ErwerbstĂ€tigen im Alter 65plus im Jahr 2019 essentiell fĂŒr den Lebensunterhalt. FĂŒr knapp zwei Drittel der Ă€lteren ErwerbstĂ€tigen stellt ihre TĂ€tigkeit eher einen Zuverdienst dar.

Zu den hĂ€ufigsten TĂ€tigkeiten, denen Ältere nachgehen, zĂ€hlen BĂŒroarbeiten, eine Arbeit als Putzkraft oder als Fahrerinnen und Fahrer. Auch in den Bereichen GebĂ€udetechnik sowie Lagerwirtschaft und Zustellung sind viele Ältere tĂ€tig.

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Quelle: Fau-fl.org