Oktober 13, 2021
Von InfoRiot
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Belarus-FlĂŒchtlingsroute

In Brandenburg fĂŒllen sich die Asylzentren

13.10.21 | 08:17 Uhr

Die Zahl der Migranten, die ĂŒber Belarus und Polen nach Deutschland kommen, steigt. Laut Bundespolizei wurden seit August mehr als 4.300 Menschen aufgegriffen. Die Asylzentren in Brandenburg stocken ihre KapazitĂ€ten auf.

Auf der neuen Fluchtroute ĂŒber Belarus und Polen sind nach Angaben der Bundespolizei seit August bereits mehr als 4.300 Menschen unerlaubt nach Deutschland eingereist. Sie stammten vorrangig aus dem Irak sowie aus Syrien, Jemen und Iran, erklĂ€rte die Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur. Betroffen sind die BundeslĂ€nder Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

In den Monaten Januar bis Juli 2021 seien insgesamt 26 Personen mit Bezug auf die Belarus-Route registriert worden. Im August seien es hingegen 474 und im September bereits 1.914 Personen gewesen. In diesem Monat wurde diese Zahl schon jetzt ĂŒbertroffen: Mit Stand 11. Oktober stellten Bundespolizisten 1.934 Menschen fest, die unerlaubt ĂŒber Belarus und Polen nach Deutschland eingereist waren.

Brandenburg stockt KapazitÀten auf

Vor allem in Brandenburg fĂŒllen sich die Asylzentren. Derzeit beherberge man 2.600 Menschen an diversen Standorten, sagte Olaf Jansen, Leiter der Zentralen AuslĂ€nderbehörde in EisenhĂŒttenstadt. Die ĂŒbliche KapazitĂ€t von 3.500 PlĂ€tzen sei mittels beheizter Zelte kurzfristig auf 4.600 aufgestockt worden. Wahrscheinlich werde man auf 5.000 PlĂ€tze hochgehen.

ÜberfĂŒllt seien die Einrichtungen aber nicht. “Es ist keine dramatische Lage, aber es ist eine harte Situation”, sagte Jansen. Die große Herausforderung sei die Covid-QuarantĂ€ne fĂŒr alle Ankömmlinge, um eine Verbreitung des Virus zu unterbinden. Jansen rechnet mit einem weiteren Anstieg der AnkĂŒnfte. “Wir sehen keine BemĂŒhungen, das zu stoppen”, sagte er.

Lukaschenko lĂ€sst Menschen an EU-Außengrenzen bringen

Der belarussische PrĂ€sident Alexander Lukaschenko hatte im Mai als Reaktion auf verschĂ€rfte Sanktionen der EuropĂ€ischen Union angekĂŒndigt, Migranten nicht mehr an der Weiterreise nach Polen und ins Baltikum zu hindern.

Mehrere EU-Staaten beschuldigen Lukaschenko, Menschen in organisierter Form aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Polen, Lettland und Litauen haben die Grenzsicherung verschĂ€rft. Tausende kommen trotzdem durch, teils mit Hilfe von Schleppern.




Quelle: Inforiot.de