Dezember 27, 2020
Von Indymedia
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 Gleich zu Beginn ist darauf hinzuweisen, dass die kurze Information ĂŒber den Brandanschlag sich leider inhaltlich, vor allem auf Meldungen des Blogging-Dienstes „Twitters“ berufen muss. Ein fĂŒr seriöse Berichterstattung ungeeignetes Format, das Kriterien fĂŒr unabhĂ€ngige Medien nicht ansatzweise erfĂŒllt.  Dort dĂŒrfen dann natĂŒrlich nicht, die fĂŒr Soziale Medien typischen, hĂ€mischen Kommentare und dummdreisten Spekulationen ĂŒber eine angebliche Inszenierung, offene Beifallsbekundungen und Hinweise zur folgenden „Bettelei“ um Spenden nicht fehlen.  Es wĂ€re sinnvoll, wenn wenigstens das Spektrum der Aktivist*innen und UnterstĂŒtzer*innen, welches sich anarchistisch, autonom, antiautoritĂ€r libertĂ€r oder Ă€hnlich verortet, auf eigene Informationsstrukturen setzen wĂŒrde. Twitter kann keine unabhĂ€ngige Medienarbeit, mit Berichten in strukturierter Form, ersetzen.

Die polizeilichen Ermittlungen laufen. Der Verein „Buirer fĂŒr Buir“ hat die Exekutive, laut eigener Auskunft, darĂŒber informiert, dass am Tatort Molotow-Cocktails entdeckt wurden und hat jetzt die Hoffnung, dass DNA-Spuren existieren, die zur AufklĂ€rung beitragen. Die Initiative weist daraufhin, dass eine Mahnwache eine Einrichtung nach dem Versammlungsrecht ist und eine AufklĂ€rung der Tat demnach gesellschaftlich Relevanz besĂ€ĂŸe.

Es dĂŒrfte sich  zwischen den verschiedenen Gruppen der Aktivist*innen und UnterstĂŒtzer*innen keine Einigkeit darĂŒber erzielen lassen, ob es eine Zusammenarbeit mit der Polizei geben darf oder ob sie ĂŒberhaupt Sinn macht.  Viele Menschen vor Ort verfĂŒgten neben theoretischen Erkenntnissen ĂŒber die Rolle der Polizei, inzwischen auch ĂŒber einschlĂ€gige, reale Erfahrungen, mit der praktisch ausgelebten Arbeit der staatlichen Exekutive und mit ihr kooperierenden lokalen Sicherheitsdiensten.

Zu dem, was den bisherigen Meldungen zu entnehmen ist:

Am frĂŒhen Morgen des 26. Dezember ging ein großer Teil der Mahnwache und ihrer, fĂŒr die Waldbesetzung wichtigen Infrastruktur, in Flammen auf. Auf Bildern ist zu erkennen, dass das Infozelt komplett zerstört wurde. Weitere Bilder zeigen Molotow-Cocktails, deren Wurf den Brand ausgelöst hat.  Unversehrt blieb dagegen die GedenkstĂ€tte, u.a. fĂŒr die beiden Aktivist*innen „Vergissmeynicht“ und „Waka“. (Vergissmeynicht ist am 19. September 2018, wĂ€hrend einer RĂ€umung im Hambacher Wald, tödlich abgestĂŒrzt, der ehemalige Waldbesetzer „Waka“, ist am 07.10.2018 in Hajin/Nordostsyrien im Kampf gegen Daesh gefallen.)

Die Person, die in der Nacht die Mahnwache besetzt hielt, hielt sich in einem weiter abseitsstehenden Wohnwagen auf. Sie hat spÀter berichtet, dass sie mehrere laute Knalle, wie bei einer Explosion von Feuerwerksböllern gehört, das Feuer gesehen und sofort die Feuerwehr gerufen hÀtte.

Spendenaufruf:

Es ist klar, dass es weiterhin eine Anlauf- und Informationsstelle, wie die Mahnwache geben muss. Seit ihrer Errichtung, im August 2018 an der Ecke L276/L257 zwischen Bahnhof Buir und dem Hambacher Forst, ist sie eine gute Möglichkeit gewesen, sich gemeinsam ĂŒber aktuelle Entwicklungen im Hambacher Wald auszutauschen. Hier wurden auch Spenden fĂŒr die Waldbesetzung entgegengenommen und sortiert.

Damit es weitergehen kann (und es wird weitergehen!) wird jetzt dringend ein neues stabiles und rundum verschließbares Zelt, BĂ€nke und Tische (Bierzeltgarnitur) benötigt. Auch Geldspenden sind sinnvoll, weil u.a. nach der Begutachtung der Brandursache hohe Kosten fĂŒr die Entsorgung anfallen.

Spendet bitte auch an das gemeinnĂŒtzige Konto:

IBAN DE03 3705 0299 0147 2708 03

BIC COKSDE33XXX

Kreissparkasse Köln

Kontoinhaber: Initiative Buirer fĂŒr Buir

Stichwort: Mahnwache




Quelle: De.indymedia.org