März 22, 2022
Von InfoRiot
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Stahnsdorf – Die vor zwei Wochen gestorbene Schriftstellerin und Holocaust-Überlebende Inge Deutschkron soll auf dem evangelischen Südwestkirchhof in Stahnsdorf bestattet werden. Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung soll am 6. April um 15 Uhr beginnen, wie die Inge Deutschkron Stiftung am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin bestätigte.

Deutschkron wurde am 23. August 1922 in Finsterwalde in Brandenburg geboren, überlebte die NS-Zeit im Untergrund, war danach als Journalistin und Schriftstellerin tätig und starb am 9. März mit 99 Jahren in Berlin.

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Deutschkron lebte als Schriftstellerin in Tel Aviv und Berlin

Die Berliner Ehrenbürgerin wurde unter anderem durch ihr Buch „Ich trug den gelben Stern“ auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Dass sie Jüdin war, erfuhr sie nach Angaben der Stiftung erst 1933 von ihrer Mutter. Der Vater, ein sozialdemokratischer Lehrer, konnte 1939 nach England fliehen, während seine Frau und seine Tochter in Deutschland zurückbleiben mussten. Nach dem Krieg arbeitete Deutschkron lange Zeit in Deutschland und Israel. Seit 1992 lebte sie als freie Schriftstellerin in Tel Aviv und Berlin.

Der Stahnsdorfer Südwestkirchhof liegt am südlichen Berliner Stadtrand in Brandenburg zwischen Potsdam und Teltow. Die mehr als 200 Hektar große, 1909 eröffnete Begräbnisstätte ist Deutschlands größter evangelischer Friedhof. Dort sind auch zahlreiche Prominente bestattet, darunter Künstler, Schauspieler und Politiker. Der Friedhof ist seit 1972 als Landschafts- und Flächendenkmal geschützt. Vor einigen Jahren wurde er vom Bund als Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt. (epd)




Quelle: Inforiot.de