August 4, 2022
Von Anarchist Black Cross Dresden
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Wir unterstĂŒtzen auch dieses Jahr die Internationale Woche der SolidaritĂ€t mit Anarchistischen Gefangenen. Beteiligt euch mit Veranstaltungen, Aktionen, Briefeschreiben, 
 was immer euch einfĂ€llt.
Den Aufruf findet ihr hier und weitere Informationen rund um die Woche bei https://solidarity.international.

Die Tatsache, dass Kapitalismus nicht auf unsere BedĂŒrfnisse, sondern auf Profit ausgerichtet ist, zeigt sich in Zeiten der Klimakrise, der Covid-19-Pandemie und des Zusammenbruchs sozioökonomischer Systeme auf der ganzen Welt mit aller BrutalitĂ€t. Diejenigen, die vom Kapitalismus profitieren, bereichern sich in Zeiten von Katastrophen. Doch mit den anhaltenden Krisen erleben wir auch eine neue Ära der AufstĂ€nde von unten.

Der Widerstand gegen den Krieg in der Ukraine, die sudanesischen Proteste gegen die MilitĂ€rjunta oder die soziale Revolte in Chile sind einige Beispiele, die uns nicht nur die Möglichkeiten der Organisierung und des kollektiven Kampfes zeigen. Sie machen auch deutlich, wie wichtig es fĂŒr soziale Bewegungen ist, in diesen Zeiten voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstĂŒtzen. Nicht nur außerhalb der Mauern, sondern auch hinter den Mauern.

Seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie haben wir heftige KĂ€mpfe gegen das Eingesperrt sein erlebt. Diese erinnern uns daran, dass inhaftierten Menschen am meisten betroffen sind, wenn alles zusammenbricht. AusbrĂŒche aus brasilianischen und italienischen GefĂ€ngnissen, Inhaftierte, die ein GefĂ€ngnis in Thailand in Brand setzten, und anhaltende Hungerstreiks wie in Griechenland oder in polnischen GeflĂŒchtetenlagern sind Beispiele fĂŒr den Mut, den die Menschen in den GefĂ€ngnissen zeigen, um die Mauern zu durchbrechen.

In all diesen KĂ€mpfen sind anarchistische Ideen und Werte der Treibstoff fĂŒr den kollektiven Widerstand. Ohne Zweifel nimmt die Repression gegen Anarchist*innen zu und SolidaritĂ€t ist mehr denn je gefragt. Das kapitalistische Herrschaftssystem kann nur funktionieren, weil die Menschen weiterhin voneinander isoliert sind, endlos miteinander konkurrieren und wir unsere wahren BedĂŒrfnisse und WĂŒnsche ĂŒbersehen. Wir brauchen SolidaritĂ€t in unseren Freundschaften, bei der Arbeit, in der Nachbarschaft, in unseren Gemeinschaften. Die außerhalb und die innerhalb ihrer Mauern.

Lasst uns gemeinsam ausbrechen! Deshalb rufen wir erneut zur Internationalen Woche der SolidaritĂ€t mit anarchistischen Gefangenen auf. Macht SolidaritĂ€tsaktionen! Schreibt Briefe, organisiert Diskussionen oder FilmvorfĂŒhrungen, macht unsere GefĂ€hrt*innen auf der Straße mit einem Transparent oder einem Graffiti sichtbar und lasst ihnen zeigen, dass sie in unseren Herzen sind und dass wir gemeinsam kĂ€mpfen.

Erinnern wir uns an diejenigen, die gegen diese Ungerechtigkeit gekÀmpft und mit ihrem Leben bezahlt haben.
Keine*r ist frei, bis alle frei sind!

Wenn ihr Fragen oder Kommentare habt, wenn ihr uns ein Bild, einen kurzen Text, eine Aufnahme eurer Veranstaltung oder Aktion schicken möchtet, schreibt uns bitte.




Quelle: Abcdd.org