November 15, 2020
Von FAU Koblenz
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Vom 23.08.2020 bis 30.08.2020 ist wieder die Internationale Woche der SolidaritĂ€t mit anarchistischen Gefangenen. Letztes Jahr hatten wir angekĂŒndigt, weiter am Thema Gefangenen-SolidaritĂ€t dran zu bleiben. Siehe den Bericht unserer Wanderung.

Dieses Jahr sind wir zwar nicht als ASy Koblenz  in Erscheinung getreten, aber engagierte Genoss*innen waren an einer Soli-Tattoo-Aktion beteiligt: FĂŒnf TĂ€towierer*innen haben heute im In Memoriam eine ganze Palette an Motiven zum TĂ€towieren angeboten. Die Erlöse fließen eins zu eins ans Anarchist Black Cross Dresden.


Wenn du diesen Termin verpasst hast, dich aber trotzdem fĂŒr anarchistische Gefangene engagieren willst, schreib doch mal wieder eine Postkarte oder einen Brief in den Knast. Falls du nicht weißt, wem du schreiben sollst, stöbere doch mal auf den Seiten verschiedener Anarchist Black Cross-Gruppen oder sprich uns an. Bei uns kannst du auch hĂŒbsche Postkarten bekommen.

Denk daran, dass Post in den Knast immer einen Absender haben sollte. Auch hier können wir unterstĂŒtzen, wenn du nicht deine eigene Adresse angeben willst. Wie gesagt: Sprich uns gerne an.

Als Anarchist*innen kĂ€mpfen wir darĂŒber hinaus nicht nur fĂŒr unsere gefangenen Genoss*innen, sondern fĂŒr eine Welt ohne KnĂ€ste. Im Zuge der Black Lives Matter – Proteste (vor allem) in den USA wurde auch wieder breiter diskutiert, ob Polizei, Justiz und GefĂ€ngnis wirklich alternativlos sind. Wir sagen „Nein!“ und gehen sogar noch weiter:

Polizei und KnĂ€ste erhalten ein System aufrecht, in dem die einen auf Kosten der anderen Protife machen. Damit sind sie fĂŒr weit mehr Gewalt verantwortlich, als sie angeblich verhindern. Höchste Zeit also sich zu ĂŒberlegen, was unsere Communities wirklich sicher macht. Ohne Staat, ohne Polizei und ohne andere profitorientierte SchlĂ€gerbanden.

Mit unserer immer noch laufenden Spendenaktion fĂŒr die antirassistische Gefangenengewerkschaft Oakland Abolition & Solidarity unterstĂŒtzen wir den Kampf unserer Genoss*innen, die wie wir die Abschaffung der KnĂ€ste fordern und die eins begriffen haben: Es reicht nicht, nur die Symptome zu bekĂ€mpfen.

Das „Fehlverhalten“ der Polizei, der Rassismus, die Polizeigewalt, sind Teil des Systems und immer auch Manifestation der ökonomischen MachtverhĂ€ltnisse. Die Reformierung der Polizei ist deshalb kaum realistisch. Ihre Abschaffung nur dann, wenn auch Alternativen zum Kapitalismus in Betracht gezogen werden.




Quelle: Koblenz.fau.org