Juni 17, 2022
Von Emrawi
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Die angekĂŒndigte Invasion soll die bereits besetzen Gebiete zwischen Afrin und Serekaniye verbinden und so Kobane einkesseln. Noch ist unklar ob die TĂŒrkei die Zustimmung von Seiten der USA und Russland fĂŒr einen solchen Einmarsch erhĂ€lt, doch versucht sie durch ihre Rolle als Verhandler im Ukrainekrieg ihre eigenen Interessen durchzusetzen.

Es ist aber klar, dass Erdogan nach zahlreichen Verlusten in den Bergen SĂŒdkurdistans gegen die Guerilla schnell einen Erfolg braucht. Der tĂŒrkische Kapitalismus ist in einer schweren Krise, das tĂŒrkische Kapital kann sich nur durch Expansion aus der Krise retten. Auch das Überleben des Erdogan-Regimes ist vom Krieg abhĂ€ngig, der nicht nur seine ökonomische Grundlage sichert, sondern auch von den inneren Krisen, vor Allem von der stark steigenden Armut, ablenken soll.

Der Besatzungskrieg gegen Kurdistan und Syrien wĂ€re ohne internationale UnterstĂŒtzung nicht möglich. Auch die österreichische Regierung unterstĂŒtzt das Regime. UnlĂ€ngst hat sich der Wiener BĂŒrgermeister Ludwig in Ankara mit Erdogan getroffen, um die Beziehungen der beiden LĂ€nder zu verbessern – Beziehungen, die auf dem RĂŒcken von tausenden inhaftierten Oppositionellen, Frauen und LGBTQ+ gefĂŒhrt werden. Außerdem bietet Wien mit dem Sitz der OSZE (Organisation fĂŒr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) Infrastruktur fĂŒr die strategische Ausrichtung der polizeilichen und militĂ€rischen Zusammenarbeit des tĂŒrkischen Regimes mit EuropĂ€ischen Staaten.

Wir rufen alle progressiven und emanzipatorischen KrĂ€fte in Österreich dazu auf, ihre SolidaritĂ€t mit der kurdischen Freiheitsbewegung zu zeigen und sich gegen den Krieg zu stellen!

Kommt am Tag X mit uns auf die Straße!

Seid schon vorher aktiv, informiert euch, sprecht darĂŒber und macht Aktionen gegen den tĂŒrkischen Faschismus & seine Kollaborateure.

Die Revolution in Rojava zu verteidigen, bedeutet die Hoffnung auf eine andere Welt zu verteidigen!




Quelle: Emrawi.org